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100 erste Tage an der Uni

Und schwupps - schon ist es vorbei

Es ist wie immer mit der Zeit. Am Anfang eines gewissen Abschnittes (z.B. eines Schulhalbjahres) denkt man noch: Oh Gott, so lange noch? Und am Ende denkt man sich: Wie jetzt, schon vorbei das Ganze?

So ähnlich ging es mir auch im ersten Semester an der Uni. Anfangs war es schon eine recht harte Umstellung zu der Zeit davor, wo ich täglich im Büro gearbeitet hatte und mich noch nicht mit Referatsvorbereitungen und wissenschaftlichen Texten beschäftigen musste. Die gesamte Pflichtliteratur zu lesen war schon hart. Doch wenn man sich dann so allmählich an den Rhythmus gewöhnt hatte, lief es so, als hätte man vorher nichts anderes gemacht. Das Zeitmanagement wurde immer besser – und zack, standen schon die ersten Klausuren ins Haus.

Nachdem diese vom Gefühl her gut absolviert und auch die Hausarbeiten und Referate bewältigt worden waren,  ging es in die ersten wohlverdienten Semesterferien. Im Vergleich zu anderen Kommilitonen hatte ich das Glück, keine Prüfungen oder Hausarbeiten in dieser vorlesungsfreien Zeit schreiben zu müssen, sodass ich die zwei Monate komplett frei hatte und meine ersten Wochen an der Uni reflektieren konnte:

Universität hat einerseits schon viel von Schule, andererseits aber auch nicht. Die Seminare, das Lernen – all das erinnert schon an die Zeit auf dem Gymnasium. Die Inhalte und die Art und Weise des Arbeitens hingegen wenig. Selbstständigkeit ist geboten und der ein oder andere schwer zu lesende Text muss durchkämpft werden. Ganz zu schweigen von den wissenschaftlichen Regeln beim Verfassen von Hausarbeiten. Alles in allem bin ich aber sehr zufrieden mit meiner Wahl und dem ersten Semester, und bin schon gespannt, wie es jetzt im zweiten weitergeht.

Davon könnt ihr dann an dieser Stelle in den nächsten Monaten lesen.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  May 2, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
May 2, 2011

100 erste Tage an der Uni

Kann´s das wirklich sein?

Was am Anfang des Semesters nur ein Eintrag im Kalender war, der noch in weiter Ferne lag, war jetzt plötzlich ein rasch näher kommender Termin geworden. Die Abschlussklausuren standen vor der Tür und mit ihnen eine Menge Stoff zum Lernen. Während des Paukens drängte sich neben dem Zeitdruck aber noch ein anderes Thema in meinen Kopf: Die Art und Weise des Lernens. Schon in der Schule fand ich reines Auswendiglernen ziemlich „wettbewerbsverzerrend“ und vor allem wenig nachhaltig. Doch was machte ich jetzt für die Uni-Klausuren anders? Richtig – nichts! Ich zimmerte mir Daten und Abläufe der athenischen Demokratie in mein Hirn und lernte anhand von Karteikarten die Definition des idealistischen Konzeptes in den internationalen Beziehungen. Aber konnte es das wirklich sein? Ursprünglich dachte ich, dass es in der Uni viel mehr auf selbst erdachte Zusammenhänge ankommt. Pustekuchen…

Fraglich ist deshalb a) ist das gerecht? und b) bringt das Lernen etwas für später? Zu a) kann man sagen, dass es (wenn überhaupt) insofern gerecht ist, weil jeder die gleiche Chancen hat, anhand des Vorlesungskriptes (so es denn eines gibt) für die Klausur zu lernen. Dann kann es natürlich schon vorkommen, dass jemand, der nie in der Vorlesung war, eine bessere Note schreibt als man selbst, der fast immer anwesend war. Dies wäre wiederum ungerecht.

Über b) denke ich ebenso negativ. Wenn man mich zum Beispiel jetzt nach Details zum gelernten Stoff fragen würde, könnte ich kaum noch etwas wiedergeben. Man lernt nur noch, um das kurzfristig Gespeicherte in der Klausur schnellstmöglich zu Papier zu bringen – und es anschließend wieder von der Festplatte zu löschen. Gewinn für die Zukunft? Minimal bis kaum vorhanden. Schade, wo das Studium doch auf den Beruf und die Zukunft vorbereiten soll…

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Apr 19, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
Apr 19, 2011

100 erste Tage an der Uni

SEV — muss ich mehr sagen?!

Früher war doch alles besser. Da konnte man sich wenigstens noch über Schnee freuen und lief als Kind immer sofort raus, um Schneemänner zu bauen und Schlitten zu fahren. Doch diese lustigen und unbeschwerten Zeiten sind leider vorbei.

Jetzt ist man Student und die Winterzeit und der Schnee der größte Feind. Zumindest wenn man sich auf die Dienste der Deutschen Bahn verlassen muss, um pünktlich zur Uni zu kommen. Ebenjene Deutsche Bahn mag den Schnee nämlich überhaupt nicht und lässt deswegen gerne auch mal ein paar Züge ausfallen. Dann kommt etwas zum Einsatz, was man als Bahnfahrer so gerne mag wie ein Fußballer eine Gelbsperre im WM-Finale: der SEV. Für die Unwissenden unter euch nochmal ausgeschrieben: Schienen-Ersatz-Verkehr. Dieser geht bevorzugt in Bussen vonstatten und verlängert die Fahrzeit natürlich erheblich.

Das Ganze macht am meisten Spaß, wenn man mit seinem Cello unterwegs ist und sich in den (wie sollte es anders sein) viel zu spät kommenden und viel zu engen Bus quetschen darf. Natürlich hält der Bus dann auch nicht dort, wo der Zug normalerweise hält, sondern 500 Meter entfernt. Aber hey, ich geh‘ doch gerne noch einen kleinen Umweg –bei dem schönen Wetter. Vor mir starten vier kleine Jungs dann noch ne Schneeballschlacht und ich denke mir: Mein Gott, war das damals schön…

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Apr 8, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
Apr 8, 2011