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100 erste Tage an der Uni

Kurs-Lotterie

Die vorlesungsfreie Zeit neigt sich so langsam ihrem Ende zu und ein beliebtes Spiel geht in die nächste Runde: Die lustige Kurs-Lotterie startet. Was, du kennst dieses wirklich tolle Uni-Game noch nicht? Na, dann pass mal auf: Die Kurs-Lotterie, bei der Uni Potsdam auch PULS genannt, findet zweimal im Jahr statt. Einmal vor dem Sommer- und einmal vor dem Wintersemester. Die Regeln sind einfach, das Ergebnis meistens nicht. Jeder Mitspieler (auch Student genannt) meldet sich über das Online-System PULS bei seinen präferierten Kursen an. Da es meistens mehrere Seminare an unterschiedlichen Tagen für ein Thema gibt, muss der Mitspieler optimaler Weise eine Zweit- oder Drittwahl angeben. Warum? Weil (und hier wird’s nun spannend) nicht jeder Spieler den Kurs bekommen kann, den er will. Es gibt eine Maximalzahl an Studenten, die den Kurs belegen können. Das schützt zwar einerseits vor überfüllten Seminaren, führt andererseits aber dazu, dass der Student eventuell nicht den Kurs bekommt, den er vorrangig wollte – wenn er denn überhaupt einen bekommt.

Ganz beliebt sind vor allem Seminare im Bereich der Schlüsselqualifikationen, die sich um das Thema „MS Office“ drehen. Hier munkelt man, gebe es leichtverdiente Leistungspunkte. Das erklärt wohl die Zahl von 300 Bewerbern auf 40 Plätze. Und so muss man sich bei der munteren Kurs-Lotterie schon sehr auf sein Glück verlassen, um alle Wunschkurse zu bekommen. Mal sehen, wie es bei mir dieses Mal ausgeht. Ich halte euch jedenfalls auf dem Laufenden.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  May 18, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
May 18, 2011

100 erste Tage an der Uni

Und schwupps - schon ist es vorbei

Es ist wie immer mit der Zeit. Am Anfang eines gewissen Abschnittes (z.B. eines Schulhalbjahres) denkt man noch: Oh Gott, so lange noch? Und am Ende denkt man sich: Wie jetzt, schon vorbei das Ganze?

So ähnlich ging es mir auch im ersten Semester an der Uni. Anfangs war es schon eine recht harte Umstellung zu der Zeit davor, wo ich täglich im Büro gearbeitet hatte und mich noch nicht mit Referatsvorbereitungen und wissenschaftlichen Texten beschäftigen musste. Die gesamte Pflichtliteratur zu lesen war schon hart. Doch wenn man sich dann so allmählich an den Rhythmus gewöhnt hatte, lief es so, als hätte man vorher nichts anderes gemacht. Das Zeitmanagement wurde immer besser – und zack, standen schon die ersten Klausuren ins Haus.

Nachdem diese vom Gefühl her gut absolviert und auch die Hausarbeiten und Referate bewältigt worden waren,  ging es in die ersten wohlverdienten Semesterferien. Im Vergleich zu anderen Kommilitonen hatte ich das Glück, keine Prüfungen oder Hausarbeiten in dieser vorlesungsfreien Zeit schreiben zu müssen, sodass ich die zwei Monate komplett frei hatte und meine ersten Wochen an der Uni reflektieren konnte:

Universität hat einerseits schon viel von Schule, andererseits aber auch nicht. Die Seminare, das Lernen – all das erinnert schon an die Zeit auf dem Gymnasium. Die Inhalte und die Art und Weise des Arbeitens hingegen wenig. Selbstständigkeit ist geboten und der ein oder andere schwer zu lesende Text muss durchkämpft werden. Ganz zu schweigen von den wissenschaftlichen Regeln beim Verfassen von Hausarbeiten. Alles in allem bin ich aber sehr zufrieden mit meiner Wahl und dem ersten Semester, und bin schon gespannt, wie es jetzt im zweiten weitergeht.

Davon könnt ihr dann an dieser Stelle in den nächsten Monaten lesen.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  May 2, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
May 2, 2011

100 erste Tage an der Uni

Kann´s das wirklich sein?

Was am Anfang des Semesters nur ein Eintrag im Kalender war, der noch in weiter Ferne lag, war jetzt plötzlich ein rasch näher kommender Termin geworden. Die Abschlussklausuren standen vor der Tür und mit ihnen eine Menge Stoff zum Lernen. Während des Paukens drängte sich neben dem Zeitdruck aber noch ein anderes Thema in meinen Kopf: Die Art und Weise des Lernens. Schon in der Schule fand ich reines Auswendiglernen ziemlich „wettbewerbsverzerrend“ und vor allem wenig nachhaltig. Doch was machte ich jetzt für die Uni-Klausuren anders? Richtig – nichts! Ich zimmerte mir Daten und Abläufe der athenischen Demokratie in mein Hirn und lernte anhand von Karteikarten die Definition des idealistischen Konzeptes in den internationalen Beziehungen. Aber konnte es das wirklich sein? Ursprünglich dachte ich, dass es in der Uni viel mehr auf selbst erdachte Zusammenhänge ankommt. Pustekuchen…

Fraglich ist deshalb a) ist das gerecht? und b) bringt das Lernen etwas für später? Zu a) kann man sagen, dass es (wenn überhaupt) insofern gerecht ist, weil jeder die gleiche Chancen hat, anhand des Vorlesungskriptes (so es denn eines gibt) für die Klausur zu lernen. Dann kann es natürlich schon vorkommen, dass jemand, der nie in der Vorlesung war, eine bessere Note schreibt als man selbst, der fast immer anwesend war. Dies wäre wiederum ungerecht.

Über b) denke ich ebenso negativ. Wenn man mich zum Beispiel jetzt nach Details zum gelernten Stoff fragen würde, könnte ich kaum noch etwas wiedergeben. Man lernt nur noch, um das kurzfristig Gespeicherte in der Klausur schnellstmöglich zu Papier zu bringen – und es anschließend wieder von der Festplatte zu löschen. Gewinn für die Zukunft? Minimal bis kaum vorhanden. Schade, wo das Studium doch auf den Beruf und die Zukunft vorbereiten soll…

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Apr 19, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
Apr 19, 2011