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100 erste Tage an der Uni

Ein Ranking macht noch lange kein Studium

Ranken, raten, bewerten – es ist in Mode gekommen, Sachen kritisch zu beäugen und in Bewertungsstufen zu pressen. Grüne oder rote Ampeln sollen den Verbraucher zum Beispiel durch den Produkte-Dschungel lotsen und ihm zeigen, was gesund ist und was nicht. Im Internet werden Restaurants oder Hotels bewertet, alles soll heutzutage transparent sein. Eigene Schritte werden kaum noch ohne vorheriges Informieren in sämtlichen Internetforen gewagt.

Auch angehende Studenten stehen vor der Wahl: Welches Studienfach soll ich wo studieren? Viele nutzen dabei – welch Überraschung – Rankings als Hilfestellung. Doch sind diese wirklich so aussagekräftig, dass man ihnen blind vertrauen kann? Ein Beispiel aus meinem eigenen Erfahrungsschatz: Auch ich stand selbstverständlich vor der Wahl und informierte mich mit Hilfe von Rankings. Trotzdem bin ich am Ende dort gelandet, wo mich das Ranking bestimmt nicht hingeschickt hätte. Die Uni Potsdam schneidet in meiner Disziplin nämlich relativ schlecht ab. Gelbe und rote Ampeln prägen das Ergebnis. Macht sich das nun in der studentischen Realität bemerkbar? Mit ein paar Abstrichen: Nein! Es gefällt mir ausgesprochen gut an der Uni, die Ausstattung ist super, die Dozenten sind (bislang) kompetent und nett und die Atmosphäre in den Seminaren und Hörsälen ist gut. Lediglich in Geschichte (Stichwort Abstriche) gibt es überfüllte Räume und auch das Angebot der Bibliotheken lässt ein paar Wünsche offen. Dies lässt sich allerdings durch das hervorragende Angebot in Berlin verschmerzen.

Ihr seht: Rankings alleine machen noch kein Studium. Man sollte vorher auch die Stadt besichtigen, den Campus anschauen und sich ein wenig ins Vorlesungsverzeichnis vertiefen. Dann kann trotz schlechtem Ranking auch ein gutes Studium möglich sein!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jun 13, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jun 13, 2011

100 erste Tage an der Uni

Bei aller Kritik

Es ist schon witzig. Da heißt es in jedem stereotypischen Bericht über den „klassischen Deutschen“: meckert gerne und ist immer unzufrieden. Hört man das dann als Deutscher, lacht man meistens und tut das ab. Aber oft genug kommt auch die Einsicht: ganz so falsch ist‘s nicht. Ebenso geht es mir. Ich schreibe öfter über negative Eigenschaften des Studiums. Von Sachen, die nicht so rund laufen, lässt sich ja auch bekanntlich besser schreiben. Doch über dieser Kritik vergesse ich oft: Studieren zu dürfen ist ein wahnsinniges Privileg.

Erstens darf in Deutschland nicht jeder (zumindest von Vornherein) studieren: Der Abischnitt muss gut sein und Glück braucht man auch. Schon hier zeigt sich, dass man als Student einen gewissen Vorsprung (selbst verdient durch einen guten Abschluss) gegenüber anderen hat. Zweitens hat man als Student (in der Regel zumindest) den Zutritt zu einem unglaublich großen Wissensschatz. Sei es durch Bibliotheken und deren Bücher oder Aufsätze. Sei es durch die Expertise der lehrenden Professoren und Dozenten. Oder das Wissen der Kommilitonen. All das bereichert ungemein. Am Schönsten ist es aber, wenn man Themen und Zusammenhänge beispielweise in der Tageszeitung plötzlich viel besser einordnen und erklären kann. Dann merkt man ganz konkret: Bei aller Kritik – so ein Studium ist schon etwas ganz großes!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jun 9, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jun 9, 2011

100 erste Tage an der Uni

Kurs-Lotterie

Die vorlesungsfreie Zeit neigt sich so langsam ihrem Ende zu und ein beliebtes Spiel geht in die nächste Runde: Die lustige Kurs-Lotterie startet. Was, du kennst dieses wirklich tolle Uni-Game noch nicht? Na, dann pass mal auf: Die Kurs-Lotterie, bei der Uni Potsdam auch PULS genannt, findet zweimal im Jahr statt. Einmal vor dem Sommer- und einmal vor dem Wintersemester. Die Regeln sind einfach, das Ergebnis meistens nicht. Jeder Mitspieler (auch Student genannt) meldet sich über das Online-System PULS bei seinen präferierten Kursen an. Da es meistens mehrere Seminare an unterschiedlichen Tagen für ein Thema gibt, muss der Mitspieler optimaler Weise eine Zweit- oder Drittwahl angeben. Warum? Weil (und hier wird’s nun spannend) nicht jeder Spieler den Kurs bekommen kann, den er will. Es gibt eine Maximalzahl an Studenten, die den Kurs belegen können. Das schützt zwar einerseits vor überfüllten Seminaren, führt andererseits aber dazu, dass der Student eventuell nicht den Kurs bekommt, den er vorrangig wollte – wenn er denn überhaupt einen bekommt.

Ganz beliebt sind vor allem Seminare im Bereich der Schlüsselqualifikationen, die sich um das Thema „MS Office“ drehen. Hier munkelt man, gebe es leichtverdiente Leistungspunkte. Das erklärt wohl die Zahl von 300 Bewerbern auf 40 Plätze. Und so muss man sich bei der munteren Kurs-Lotterie schon sehr auf sein Glück verlassen, um alle Wunschkurse zu bekommen. Mal sehen, wie es bei mir dieses Mal ausgeht. Ich halte euch jedenfalls auf dem Laufenden.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  May 18, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
May 18, 2011