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100 erste Tage an der Uni

In der Regel nicht zu schaffen

Es gibt eine gewisse Zahl, die löst nicht nur bei Mathe-Allergikern Panik aus. Sie beschreibt eine Deadline, die festlegt: Ab hier sind sie die Ausnahme, nicht die Regel. Die Rede ist von der Regelstudienzeit, jene Semesteranzahl, die aussagt, wie lange man Zeit hat, um mit dem Bachelor-Studium fertig zu sein. Warum sie illusorisch ist? Lest selbst.

Wird man als Student auf einem Formular nach seinem Beruf gefragt, schreibt man „Student“. Dass dies absolut der Wahrheit entspricht, dass das Studium nämlich geradezu ein Fulltime-Job ist, können mit Sicherheit viele bestätigen. Doch auch ein Mathematik-Student oder ein Geisteswissenschaftler braucht Ablenkung von Zahlen und staubigen Büchern. Er hat Interessen. Gesellschaftlicher, kultureller oder sportlicher Natur. Er möchte sich in seinem Ruderclub engagieren, einen Spanisch-Kurs machen, im AStA mitarbeiten. Und hier startet das Dilemma.

Denn kaum ein Studiengang lässt diesen Freiraum. Kommt zu all den (völlig legitimen) Interessen noch das Vorhaben, für ein Semester ins Ausland zu gehen, sieht es ganz schwarz aus. Die Regelstudienzeit wird meist überzogen, was vor allem für BAföG-Empfänger problematisch werden kann.

Viel nebenher Mitnehmen kann man als Student also nicht unbedingt. Natürlich gibt es auch Menschen, die alles unter einen Hut bekommen und dann auch noch eine super Leistung im Studium bringen. Aber für welchen Preis? Einen altbekannten Werbespruch umgebastelt, könnte es da glatt heißen: „Studierst du noch oder arbeitest du schon?“

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jun 28, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jun 28, 2011

100 erste Tage an der Uni

Ein Ranking macht noch lange kein Studium

Ranken, raten, bewerten – es ist in Mode gekommen, Sachen kritisch zu beäugen und in Bewertungsstufen zu pressen. Grüne oder rote Ampeln sollen den Verbraucher zum Beispiel durch den Produkte-Dschungel lotsen und ihm zeigen, was gesund ist und was nicht. Im Internet werden Restaurants oder Hotels bewertet, alles soll heutzutage transparent sein. Eigene Schritte werden kaum noch ohne vorheriges Informieren in sämtlichen Internetforen gewagt.

Auch angehende Studenten stehen vor der Wahl: Welches Studienfach soll ich wo studieren? Viele nutzen dabei – welch Überraschung – Rankings als Hilfestellung. Doch sind diese wirklich so aussagekräftig, dass man ihnen blind vertrauen kann? Ein Beispiel aus meinem eigenen Erfahrungsschatz: Auch ich stand selbstverständlich vor der Wahl und informierte mich mit Hilfe von Rankings. Trotzdem bin ich am Ende dort gelandet, wo mich das Ranking bestimmt nicht hingeschickt hätte. Die Uni Potsdam schneidet in meiner Disziplin nämlich relativ schlecht ab. Gelbe und rote Ampeln prägen das Ergebnis. Macht sich das nun in der studentischen Realität bemerkbar? Mit ein paar Abstrichen: Nein! Es gefällt mir ausgesprochen gut an der Uni, die Ausstattung ist super, die Dozenten sind (bislang) kompetent und nett und die Atmosphäre in den Seminaren und Hörsälen ist gut. Lediglich in Geschichte (Stichwort Abstriche) gibt es überfüllte Räume und auch das Angebot der Bibliotheken lässt ein paar Wünsche offen. Dies lässt sich allerdings durch das hervorragende Angebot in Berlin verschmerzen.

Ihr seht: Rankings alleine machen noch kein Studium. Man sollte vorher auch die Stadt besichtigen, den Campus anschauen und sich ein wenig ins Vorlesungsverzeichnis vertiefen. Dann kann trotz schlechtem Ranking auch ein gutes Studium möglich sein!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jun 13, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jun 13, 2011

100 erste Tage an der Uni

Bei aller Kritik

Es ist schon witzig. Da heißt es in jedem stereotypischen Bericht über den „klassischen Deutschen“: meckert gerne und ist immer unzufrieden. Hört man das dann als Deutscher, lacht man meistens und tut das ab. Aber oft genug kommt auch die Einsicht: ganz so falsch ist‘s nicht. Ebenso geht es mir. Ich schreibe öfter über negative Eigenschaften des Studiums. Von Sachen, die nicht so rund laufen, lässt sich ja auch bekanntlich besser schreiben. Doch über dieser Kritik vergesse ich oft: Studieren zu dürfen ist ein wahnsinniges Privileg.

Erstens darf in Deutschland nicht jeder (zumindest von Vornherein) studieren: Der Abischnitt muss gut sein und Glück braucht man auch. Schon hier zeigt sich, dass man als Student einen gewissen Vorsprung (selbst verdient durch einen guten Abschluss) gegenüber anderen hat. Zweitens hat man als Student (in der Regel zumindest) den Zutritt zu einem unglaublich großen Wissensschatz. Sei es durch Bibliotheken und deren Bücher oder Aufsätze. Sei es durch die Expertise der lehrenden Professoren und Dozenten. Oder das Wissen der Kommilitonen. All das bereichert ungemein. Am Schönsten ist es aber, wenn man Themen und Zusammenhänge beispielweise in der Tageszeitung plötzlich viel besser einordnen und erklären kann. Dann merkt man ganz konkret: Bei aller Kritik – so ein Studium ist schon etwas ganz großes!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jun 9, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jun 9, 2011