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100 erste Tage an der Uni

Ein Ranking macht noch lange kein Studium

Autor:
Leon

Rubrik:
studium

13.06.2011

Ranken, raten, bewerten – es ist in Mode gekommen, Sachen kritisch zu beäugen und in Bewertungsstufen zu pressen. Grüne oder rote Ampeln sollen den Verbraucher zum Beispiel durch den Produkte-Dschungel lotsen und ihm zeigen, was gesund ist und was nicht. Im Internet werden Restaurants oder Hotels bewertet, alles soll heutzutage transparent sein. Eigene Schritte werden kaum noch ohne vorheriges Informieren in sämtlichen Internetforen gewagt.

Auch angehende Studenten stehen vor der Wahl: Welches Studienfach soll ich wo studieren? Viele nutzen dabei – welch Überraschung – Rankings als Hilfestellung. Doch sind diese wirklich so aussagekräftig, dass man ihnen blind vertrauen kann? Ein Beispiel aus meinem eigenen Erfahrungsschatz: Auch ich stand selbstverständlich vor der Wahl und informierte mich mit Hilfe von Rankings. Trotzdem bin ich am Ende dort gelandet, wo mich das Ranking bestimmt nicht hingeschickt hätte. Die Uni Potsdam schneidet in meiner Disziplin nämlich relativ schlecht ab. Gelbe und rote Ampeln prägen das Ergebnis. Macht sich das nun in der studentischen Realität bemerkbar? Mit ein paar Abstrichen: Nein! Es gefällt mir ausgesprochen gut an der Uni, die Ausstattung ist super, die Dozenten sind (bislang) kompetent und nett und die Atmosphäre in den Seminaren und Hörsälen ist gut. Lediglich in Geschichte (Stichwort Abstriche) gibt es überfüllte Räume und auch das Angebot der Bibliotheken lässt ein paar Wünsche offen. Dies lässt sich allerdings durch das hervorragende Angebot in Berlin verschmerzen.

Ihr seht: Rankings alleine machen noch kein Studium. Man sollte vorher auch die Stadt besichtigen, den Campus anschauen und sich ein wenig ins Vorlesungsverzeichnis vertiefen. Dann kann trotz schlechtem Ranking auch ein gutes Studium möglich sein!

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