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100 erste Tage an der Uni

In der Regel nicht zu schaffen

Autor:
Leon

Rubrik:
studium

28.06.2011

Es gibt eine gewisse Zahl, die löst nicht nur bei Mathe-Allergikern Panik aus. Sie beschreibt eine Deadline, die festlegt: Ab hier sind sie die Ausnahme, nicht die Regel. Die Rede ist von der Regelstudienzeit, jene Semesteranzahl, die aussagt, wie lange man Zeit hat, um mit dem Bachelor-Studium fertig zu sein. Warum sie illusorisch ist? Lest selbst.

Wird man als Student auf einem Formular nach seinem Beruf gefragt, schreibt man „Student“. Dass dies absolut der Wahrheit entspricht, dass das Studium nämlich geradezu ein Fulltime-Job ist, können mit Sicherheit viele bestätigen. Doch auch ein Mathematik-Student oder ein Geisteswissenschaftler braucht Ablenkung von Zahlen und staubigen Büchern. Er hat Interessen. Gesellschaftlicher, kultureller oder sportlicher Natur. Er möchte sich in seinem Ruderclub engagieren, einen Spanisch-Kurs machen, im AStA mitarbeiten. Und hier startet das Dilemma.

Denn kaum ein Studiengang lässt diesen Freiraum. Kommt zu all den (völlig legitimen) Interessen noch das Vorhaben, für ein Semester ins Ausland zu gehen, sieht es ganz schwarz aus. Die Regelstudienzeit wird meist überzogen, was vor allem für BAföG-Empfänger problematisch werden kann.

Viel nebenher Mitnehmen kann man als Student also nicht unbedingt. Natürlich gibt es auch Menschen, die alles unter einen Hut bekommen und dann auch noch eine super Leistung im Studium bringen. Aber für welchen Preis? Einen altbekannten Werbespruch umgebastelt, könnte es da glatt heißen: „Studierst du noch oder arbeitest du schon?“

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