Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

100 erste Tage an der Uni

Das One-Way-Ticket in die neue Heimat

Ganz offensichtlich war ich in den Süden gekommen: Baden-Württemberg begrüßte mich mit 30 Grad im Schatten, in Westfalen waren es noch knapp 20 gewesen. Mühsam quälte ich mich durch die Massen am Mannheimer Hauptbahnhof, mein Fahrrad wurde immer schwerer, schließlich schleppte ich es im Schneckentempo die Treppe hinauf. Irgendjemand stieß von hinten gegen mein Rad, ich verlor fast das Gleichgewicht, doch zum Fallen war es zu eng auf der Treppe. Geschafft. Die One-Way-Fahrt in meinen neuen Studienort entwickelte sich mehr und mehr zum Höllentrip: Die Tür der S-Bahn ging nicht mehr zu, mein Fahrrad blockierte die Lichtschranke. Schon wurden die ersten zornigen Rufe laut, die Hitze schien allen ein wenig aufs Gemüt zu schlagen. Am Zielort purzelte ich förmlich aus dem überfüllten Zug und fühlte mich schlagartig wie befreit.

Die Sonne lachte, der Himmel war strahlend blau, die Berge grün. Munter schwang ich mich auf mein Rad und fuhr gen Studentenwohnheim zur Schlüsselabholung, ich hatte nicht mehr viel Zeit. Doch die Schlange war gigantisch. Innerhalb von zwei Tagen sollten alle fünf Häuser à acht Wohnungen belegt werden. Chaos, Hektik, aber auch Offenheit, Humor und Fragen über Fragen; schließlich waren alle neu hier und fast alle Erstis. Irgendjemand zettelte ein Kennenlerntreffen an, ein anderer schmiss eine Küchenparty, die Stimmung war super. Nebenbei fuhren Bullis, Fahrräder, Autos und Mopeds auf und ab, Möbel, Pflanzen, Koffer, Kartons und Bettdecken wurden geschleppt und Handwerker und Hausmeister liefen ein und aus. Einen solchen Trubel hatte die ehemalige Kaserne wohl seit Nachkriegszeiten nicht mehr erlebt!

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Oct 25, 2011
Autor: Inga
Rubrik: studium
Oct 25, 2011

100 erste Tage an der Uni

Von Tuten und Blasen keine Ahnung?

Tutorials und Practicals schmücken meinen Stundenplan und zerreißen meine Nachmittage. „Übung mit Anleitung“ heißt das frei übersetzt. Wir besprechen die Themeninhalte von Vorlesungen in kleinen Gruppen und bearbeiten Beispiele. Allerdings war das erste Mathetutorial eher eine Dehnübung, da alle die Aufgaben schon fertig bearbeitet hatten und wir sie nur noch besprechen mussten. Standard-Algebra, Gleichungen und dreidimensionale Geometrie. War ich doch etwas ahnungsvoller, als gedacht?

Im Biologietutorial sah das schon wieder ganz anders aus: Da wurde uns erst mal nahegelegt, was wir in unserem 1.600-Wort Aufsatz bearbeiten müssen: „Discuss the origin and significance of diversity...“ Viel abschreckender waren dabei die Warnungen vor Plagiarismus und unverlässlichen Quellen, die einen alle Punkte kosten könnten.

Und nicht nur in den Vorlesungen hatte ich jetzt einiges nachzuholen, da ich in der Oberstufe Biologie abgewählt und stattdessen Physik belegt hatte: In dem Einführungsquiz führte uns unser Prof regelrecht vor. Aber wüsstet ihr, was passiert, wenn man Gene einer Maus auf eine Fruchtfliege überträgt?

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Oct 18, 2011
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Oct 18, 2011

100 erste Tage an der Uni

Ein neues Leben

Jetzt ist es also so weit: Seit Dienstag wohne ich in Würzburg in meiner eigenen WG. Der dritte Mitbewohner im Bunde hat sich auch ganz einfach und einstimmig gefunden. Er studiert Sonderschullehramt und war meinem Mitbewohner und mir sofort sympathisch. Allerdings sind die beiden diese Woche nicht da und so lebe ich nur mit dem Mädchen, das in zwei Wochen das Zimmer für den „Neuen" räumt. Sie ist ziemlich nett, nur möchte ich, so wie die Wohnung aussieht, gar nicht wissen, wie oft sie geputzt hat. Ich habe jedenfalls gleich am ersten Tag das Bad und den Herd geputzt, jetzt fehlt nur noch der Backofen und ein guter Putzplan für meine beiden Jungs!

Die Stadt Würzburg ist natürlich wunderschön und ein bisschen hab ich mich auch schon umgesehen. Mein Studentenausweis ist auch schon gestempelt. Trotzdem vermisse ich meine Familie jetzt schon. Am Wochenende fahre ich zwar nochmal nach Hause, aber es ist trotzdem komisch zu wissen, dass ich da jetzt nicht mehr lebe und immer mit dem Koffer hinfahren werde.

Zwar sind auch ein paar meiner Kurskollegen aus der Schule hier, aber ob man sich dann wirklich mit denen trifft? Es ist also echt ein Neuanfang ganz allein in der neuen Stadt.

Autor: Fanny  |  Rubrik: studium  |  Oct 13, 2011
Autor: Fanny
Rubrik: studium
Oct 13, 2011