interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Über ein dominantes Möbelhaus

Autor:
Inga

Rubrik:
studium

09.11.2011

„Wie?! Du warst NICHT bei Ikea?!“ Mein Gegenüber schaute mich äußerst ungläubig an. „Nein“, antwortete ich zögerlich, offensichtlich war es ein mittelschweres Verbrechen, den Tag des Einzugs nicht im schwedischen Möbelhaus zu verbringen. Ich hatte einen alten Pappkarton umgedreht und zum Nachttisch umfunktioniert, das war schließlich das einzige, das fehlte. Wozu Ikea? Tisch, Stuhl, Bett, Schrank, war doch alles da! Diese Erklärung schien ihn fast um den Verstand zu bringen. Gedanklich stammelte er wohl immer noch „N…nicht Ikea?!“, als ich nochmal Luft holte, um ihm verständlich zu machen, dass ich mit meinem Fahrrad wohl kaum Möbelkartons transportieren konnte. Das Gespräch endete in blankem Entsetzen auf beiden Seiten und ich beschloss, mich ein wenig umzuhören, wie der Einrichtungsstandard so aussah.

Ich kam nicht sonderlich weit, mein Mitbewohner war nämlich nicht da. Er hatte geschlagene neun (!) Stunden – das schwedische Möbelhaus leergeräumt! Als er wiederkam, war mein eigenes Zimmer komplett eingerichtet, die Gardinen hingen, in der Vase waren Blumen. Er hingegen hatte nicht nur einen Haufen schwerer Kartons, sondern dazu noch jede Menge Arbeit! Doch der Trend war eindeutig blaugelb: Vor den Eingangstüren des Nachbarhauses stapelte sich bergeweise Ikea-Müll. Aus den ganzen Pappkartons hätte man sich Möbel für eine englische Landhausvilla basteln können!

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