interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Ein Tag im Wunderland

Autor:
Inga

Rubrik:
studium

25.01.2012

Ein wenig mehr als zwei Stunden brauchte der InterCity von Berlin nach Hamburg und es war ein regnerischer, stürmischer Tag. Die U3 brachte uns in die Speicherstadt, dort kämpften wir uns über die Elbe und bald waren wir da: Im Paradies der Eisenbahnen und Miniaturkünstler, in der Schweiz, in Skandinavien und den USA gleichzeitig, kurz: im Miniaturwunderland Hamburg. Und es war wirklich ein Wunder, denn Züge fuhren unter, über, links und rechts von uns. Ein Highlight war der neu eröffnete Flughafen, non stop landeten und starteten hier Flugzeuge, die sowohl über den Köpfen der Betrachter als auch in Miniaturform in der U-Bahn auf Anzeigetafeln angekündigt wurden. In regelmäßigen Abständen wurde es Nacht und das Deckenlicht gedimmt. Tausende und Abertausende winziger Lichter erleuchteten die Anlage und es war eine Wonne, dem geschäftigen Treiben zuzuschauen. Hier brach ein Brand aus und die Feuerwehr musste ausrücken, dort jubelte die AOL-Arena angesichts des erfolgreichen Fußballvereins HSV, drüben startete die NASA ihre Raumfähre, hüben gab DJ Bobo vor einer riesigen Fanansammlung ein Konzert. Stundenlang konnte man die Anlage betrachten und immer mehr Details entdecken: Auf der Straße demonstrierten Weihnachtsmänner für freiere Arbeitszeiten, an einem Berghang hatte sich die Ladentür eines LKW geöffnet und Unmengen von Käse hüpfte den Berg hinab, auf dem Dach eines Hauses hatte sich ein Rentierschlitten am Schornstein verfangen. Nach mehr als fünf Stunden musste man mich von der Anlage wegzerren, um den Rückweg anzutreten. Miniaturwunderland, wir sehen uns wieder!

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