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100 erste Tage an der Uni

Was ist Wissenschaft? Eine Generationenfrage?

Noch nie habe ich zwei Generationen so aufeinanderprallen sehen wie gestern Abend. Ich hatte die Wahl zwischen der Mediziner Faschings Party und einem Vortrag zum Thema „Gedenkpolitik im Rechtsextremismus der Gegenwart“. Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages und vielleicht auch wegen der vielen anstehenden Klausuren entschied ich mich für Letzteres. Nach einem interessanten Vortrag ging eine vor allem auf der Meta-Ebene höchst spannende Diskussion los.

Von den Älteren wurde allgemein kritisiert, dass ein Vortrag über rechtsextreme Vorgehensweisen (hier das Gedenken) nicht unkommentiert, d.h. nicht ohne Ideen zu ihrer Bekämpfung, bleiben dürfe. Die jüngere Generation hingegen, fast nur Studenten, empörte sich angesichts dieser Forderung, schließlich handle es sich um einen wissenschaftlichen Vortrag, der nicht den Anspruch und auch nicht das Recht habe, belehrend Einfluss zu nehmen. Diese Ansicht teilte ich.

Die Diskussion artete aus. Offensichtlich war die Mehrheit der Älteren gerade von einer Gedenkveranstaltung gekommen und nun durch die sachliche Darstellung der brutalen Inhalte schockiert. Vielleicht spielte aber auch die Tatsache eine Rolle, dass sie selbst das Leid des Nationalsozialismus miterlebt hatten und jetzt mit ansehen mussten, wie junge Leute, die ihrer Auffassung nach das Ausmaß des Geschehenen überhaupt nicht begriffen hatten, nüchtern darüber diskutieren wollten. Aber das kann nur eine Minderheit gewesen sein, denn so alt waren viele der Anwesenden nicht.

Die Sache eskalierte. Eine Frau empörte sich, bis sie den Tränen nahe war. Eine andere warf der Jugend vor, selbst „rechts“ zu sein. Der Moderator war völlig überfordert. Ich war traurig. Wie kann an einem solchen Tag eine solche Diskussion zu so etwas führen? Man trennte sich im Streit.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Mar 7, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Mar 7, 2012

100 erste Tage an der Uni

Umzug erledigt

Ich habe endlich mal einen komplett freien Tag! Die Prüfungen sind geschafft, auch wenn ich jetzt schon weiß, dass ich zwei nachschreiben muss, aber das ist für den Moment erstmal nicht so wichtig. Insgesamt habe ich drei Wohnungen besichtigt, bis ich einen neue Bliebe gefunden habe. Sie liegt in noch einigermaßen nah an der Würzburger Innenstadt. Ich habe zwei nette Mitbewohnerinnen und endlich einen eigenen Parkplatz vor der Haustür! Die letzten Tage waren allerdings ziemlich stressig. Erst war ich im Skiurlaub, dann hatte ich genau zwei Tage, um in der alten Wohnung alles zusammenzupacken. Gott sei Dank hat mir mein ehemaliger Mitbewohner geholfen, die Kisten schonmal in die neue Wohnung zu bringen. Dafür bin ich ihm echt dankbar. Dann musste ich noch Farbe und Ähnliches im Baumarkt besorgen, da der Zustand des neuen Zimmers nicht unbedingt der Beste war. Aber dann kam mein Vater in die Stadt und hat mit mir gestrichen – die Verwandlung ist echt der Wahnsinn! Und gestern kam dann noch der Teppich und ich konnte endgültig mit dem Bett und meinen restlichen Sachen einziehen. Endlich geschafft! Jetzt fehlen nur noch ein Sofa und ein Schreibtisch und dann ist das Zimmer echt perfekt!

Na, dann hoffen wir mal, dass ich das mit den Nachprüfungen auch noch hinbekomme...

Autor: Fanny  |  Rubrik: studium  |  Mar 6, 2012
Autor: Fanny
Rubrik: studium
Mar 6, 2012

100 erste Tage an der Uni

Meine Kaserne

Ich wohne in einer Kaserne. In einer ausgedienten amerikanischen Kaserne, die von hohen Zäunen und teilweise sogar von Stacheldraht umgeben ist. Das ist ein gigantischer Häuserblock mit der Nummer 3662. Vor mir haben amerikanische Soldatenfamilien hier gewohnt. Auf der anderen Straßenseite steht ein ebenso schöner Häuserblock, mit dem Unterschied, dass die Stahlpforte dort mit Flutlichtscheinwerfern beleuchtet und schwer bewacht wird. Dort wohnen noch Amerikaner. Und ich weiß genau, wie sie wohnen: Sie haben die gleiche riesige Küche wie ich, das gleiche Bad, die gleichen Lichter im Flur und einen Türspion. In ihrem Innenhof sind mehrere Grillplätze, Kinderspielplätze (die bei uns leider abgerissen worden sind; offenbar dürfen Studenten nicht spielen) und einen Parkplatz pro Wohnung. Aber im Gegensatz zu uns werden die werten Herrschaften im bewachten Trakt gegenüber wohl Internet, Lattenroste, Stühle, fließend Wasser, Briefkästen und Waschmaschinen haben. Als wir im September hier einzogen (das Studentenwerk hatte das Gelände erst im Juni gemietet und die Bauarbeiten waren noch nicht abgeschlossen), mangelte es an vielem und doch waren wir froh, in Zeiten der Doppeljahrgänge und aussetzender Wehrpflicht, überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben. Seitdem spazieren Hausmeister und Handwerker ein und aus. Inzwischen haben wir fast alles: Nur kein Internet! Es sei an dieser Stelle noch angemerkt, dass es eine „mission impossible“ ist ohne Internet studieren zu wollen. Zum Glück wohnt man direkt neben der Bibliothek.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Feb 23, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Feb 23, 2012