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100 erste Tage an der Uni

How to travel by train

Autor:
Inga

Rubrik:
studium

21.03.2012

Wucherpreise, unpünktlich, unfreundlich: Die Deutsche Bahn hat wahrlich keinen guten Ruf. Wer kann, steigt um aufs Auto, auf Mitfahrgelegenheiten, gar auf innerdeutsche Flüge. Zählt man die Stunden, die ich in meinem Leben schon auf Züge aller Art gewartet habe zusammen, kommt man sicher auf Wochen. Zählt man die verpassten Anschlusszüge, kommt man weit in den zweistelligen Bereich. Wie oft saß ich in überfüllten Abteilen auf dem Gang vor der Toilette? Wie oft habe ich mich über betrunkene Mitglieder dubioser Kegelsportvereine geärgert? Wie oft mit Schaffnern über Anschlusszüge verhandelt? Wie oft aber habe ich auch Mitreisende belächelt, die sich schier zu Tode über absolute Kleinigkeiten aufregten und wie oft habe ich die Geduld der Schaffner bewundert? Mit welchem Erstaunen habe ich die Unterschiede der einzelnen ICEs registriert. Wer von Köln/Bonn nach Berlin fährt, reist in einem lauten, überfüllten Zug, wer dagegen von Frankfurt am Main nach Berlin will, der lebt in einem ruhigen, sauberen ICE wie Gott in Frankreich. Dennoch zahlen alle den gleichen Preis.

Es braucht also ein bisschen Geschick und Erfahrung bei bahn.de die richtige Verbindung herauszusuchen. Auf manchen Strecken ist eben ein IC komfortabler als ein ICE und dazu noch billiger. Kurz: Bahn fahren macht Spaß, wenn man denn weiß, wie. Was gibt es denn Entspannteres, als sich in einen Zug zu setzen, nichts zu tun, zu lesen, zu schlafen und einfach anzukommen? Kein Stau, keine roten Ampeln, kein Stress. Und in deutschen Zügen werden Haltestellen angesagt! Kein Vergleich zu serbischen Nachtzügen, in denen von Stressfreiheit keine Rede sein kann!

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