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100 erste Tage an der Uni

Bahn fahren - ein Reisebericht (Teil 2)

Autor:
Inga

Rubrik:
studium

12.04.2012

„Der Gleisbruch befindet sich unter uns.“ Unter uns?! Präzise geparkt, würde ich mal sagen. „Der Notfallmanager wird nun kontaktiert und uns bald sagen, wie es weiter geht.“ Notfallmanager der Deutschen Bahn?! Irgendwie fühlt man sich bei diesen Worten nicht so sicher. Eine weitere halbe Stunde später ertönte das bahnbrechende Ergebnis des Notfallmanagers: Man könne so nicht weiter fahren. Ein Zug aus Magdeburg auf dem Parallelgleis solle die Passagiere aufnehmen. Auf wundersame Weise geschah das auch innerhalb von weniger als zwei Stunden. Problematisch war lediglich die Tatsache, dass jener Zug, der die gestrandeten Fahrgäste aus dem überfüllten Zug aufnehmen sollte, ebenfalls zum bersten voll war. Es wurde also gequetscht und geschoben, gedrängelt und getreten, wo es nur ging. Der Zugführer legte den ursprünglichen Fahrplan ad acta, fuhr ohne Zwischenstopp bis nach Hannover und beendete seine Fahrt dort. Bedauerlicherweise war für alle Reisende ins Ruhrgebiet bald Endstation, denn der einzige Zug, der nur entfernt in diese Richtung fuhr, war ein Regionalexpress nach Bielefeld, der aufgrund von Überfüllung die Hälfte seiner potentiellen Passagiere in Hannover zurücklassen musste. Der arme Student aus Magdeburg wurde völlig entnervt mit mehr als fünfstündiger Verspätung von seinen Eltern aus Bielefeld abgeholt.

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