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100 erste Tage an der Uni

Der Charme Sachsen-Anhalts

Autor:
Inga

Rubrik:
studium

29.05.2012

Wahnsinn, was die Vögel für einen Lärm machen! Die Elbauen sind grün, die vielen Ahornbäume noch kahl. Trotz der warmen Frühlingssonne ist es menschenleer. Aber wie in aller Welt komme ich hier nach Magdeburg in Sachsen-Anhalt, ins Land der Frühaufsteher?

Richtig, es sind Semesterferien und wie jeder gewissenhafte Student nutze ich diese für alles, außer zum Studieren und Arbeiten. So helfe ich meiner Schwester und meinem Sandkastenfreund beim Umzug, beide sind nämlich zufällig in derselben Stadt gelandet: Im schönen Magdeburg, nur 100 Meter voneinander entfernt.

Magdeburg ist wirklich schön. Wer hat bloß das Vorurteil der hässlichen, verwahrlosten, im Krieg völlig zerstörten und nie wieder wirklich aufgebauten ostdeutschen Städte mit ihren unfreundlichen Bewohnern erfunden?! Völliger Blödsinn. Magdeburg hat einen sagenhaften Dom, war offensichtlich mal eine gigantische Festungsanlage, von der heute noch Teile erhalten sind, und hat einen epischen Stadtpark entlang der Elbe. Sich beim Stadtmarketing völlig auf die beiden berühmten Ottos (Otto von Guericke und Otto den Großen) zu verlassen ist vielleicht ein bisschen wenig, denn die Stadt hat weit mehr zu bieten.

Auf jeden Fall habe ich die letzten drei Tage Betten, Tische, Schränke, Regale und Stühle auseinander geschraubt, Treppen hinunter getragen (wie kann man nur im fünften Stock wohnen?!), millimetergenau in den Anhänger verfrachtet, bin über Autobahnen gedüst, hab den Anhänger wieder ausgeladen, Möbel wieder hinaufgetragen, zusammengeschraubt und mir meine Pause am Elbufer in der Sonne redlich verdient!

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