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100 erste Tage an der Uni

Das Dealen mit der Anwesenheit

Zweimal fehlen pro Semester ist das Maximum. Mit Attest oder ohne, das ist völlig egal. Nach zwei verpassten Kursen ist Sense und das ganze Seminar darf im nächsten Semester wiederholt werden. Wen wundert es da, dass mit Fehlzeiten gepokert wird? In einem Kurs, bestehend aus neun Leuten, kann man sich schlecht von Kommilitonen in die Anwesenheitsliste eintragen lassen und so geht das Gerechne los: Den Brückentag kann ich mir nicht freinehmen, weil ich an dem Wochentag schon da hinfahre und deshalb hier nicht kann. Es ist albern, schließlich arbeitet man den verpassten Stoff so oder so nach und ob ich eine Übersetzung oder Grammatik-Übung zu Hause oder in der Uni mache, ist doch Jacke wie Hose. Aber, wie gesagt, fehlen wird streng geahndet und wehe dem Menschen, der es tatsächlich schafft seinen Kurs einfach zu vergessen. Wehe dem, der am Donnerstag in aller Seelenruhe aufsteht, frühstückt und plötzlich merkt, dass er vor einer Stunde in der Uni hätte sein müssen! So kann man seine Fehlzeiten natürlich auch verplempern…

Und als ob das nicht genug wäre, öffnet jener unglückliche Mensch ohnehin schon deprimiert sein E-Mail-Postfach und kann es einfach nicht fassen, was er da von seinem Dozenten liest: „Die letzte Veranstaltung des Semesters im Juli fällt leider aus. Als Ersatztermin besucht bitte die Vorlesung zum Thema XY am Freitagabend um 20 Uhr. Es handelt sich um eine Pflichtveranstaltung. Wer nicht teilnimmt, erhält eine Extraaufgabe von mir.“ Wahnsinn. Soweit sind wir also schon. Wer beim Ersatztermin am Freitagabend um 20 Uhr fehlt, bekommt eine Strafarbeit…

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jun 14, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jun 14, 2012

100 erste Tage an der Uni

Der Charme Sachsen-Anhalts

Wahnsinn, was die Vögel für einen Lärm machen! Die Elbauen sind grün, die vielen Ahornbäume noch kahl. Trotz der warmen Frühlingssonne ist es menschenleer. Aber wie in aller Welt komme ich hier nach Magdeburg in Sachsen-Anhalt, ins Land der Frühaufsteher?

Richtig, es sind Semesterferien und wie jeder gewissenhafte Student nutze ich diese für alles, außer zum Studieren und Arbeiten. So helfe ich meiner Schwester und meinem Sandkastenfreund beim Umzug, beide sind nämlich zufällig in derselben Stadt gelandet: Im schönen Magdeburg, nur 100 Meter voneinander entfernt.

Magdeburg ist wirklich schön. Wer hat bloß das Vorurteil der hässlichen, verwahrlosten, im Krieg völlig zerstörten und nie wieder wirklich aufgebauten ostdeutschen Städte mit ihren unfreundlichen Bewohnern erfunden?! Völliger Blödsinn. Magdeburg hat einen sagenhaften Dom, war offensichtlich mal eine gigantische Festungsanlage, von der heute noch Teile erhalten sind, und hat einen epischen Stadtpark entlang der Elbe. Sich beim Stadtmarketing völlig auf die beiden berühmten Ottos (Otto von Guericke und Otto den Großen) zu verlassen ist vielleicht ein bisschen wenig, denn die Stadt hat weit mehr zu bieten.

Auf jeden Fall habe ich die letzten drei Tage Betten, Tische, Schränke, Regale und Stühle auseinander geschraubt, Treppen hinunter getragen (wie kann man nur im fünften Stock wohnen?!), millimetergenau in den Anhänger verfrachtet, bin über Autobahnen gedüst, hab den Anhänger wieder ausgeladen, Möbel wieder hinaufgetragen, zusammengeschraubt und mir meine Pause am Elbufer in der Sonne redlich verdient!

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  May 29, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
May 29, 2012

100 erste Tage an der Uni

Geschafft

Die ersten Wochen meines zweiten Wirtschaftssemesters liegen hinter mir. Man merkt, dass die Themen schwerer werden, es weiter in die Vertiefung geht und bereits weniger Studenten als letztes Semester da sind. Ob sie nun freiwillig gegangen sind oder an der Hürde vier von sechs Prüfungen bestehen zu müssen gescheitert sind, ist die Frage.

Nach langem Zittern wissen nun auch meine Freunde und ich, dass wir bleiben dürfen. Eine meiner Freundinnen hat nach den Nachprüfungen alles bestanden, ein anderer Freund und ich immerhin fünf von sechs Prüfungen, was eine gute Grundlage für das zweite Semester bildet.

Wir sind wirklich alle sehr happy darüber und können jetzt auch weniger belastet weiterstudieren. Es ist sehr VWL-lastig dieses Semester mit Mikroökonomie und Makroökonomie. Und zu allem Überfluss will ein Professor auch noch am liebsten seine Vorlesung auf Englisch halten. LEIDER hat es nur für ein englisches Buch als Grundlage gereicht, wo wir doch alle so gut in Englisch waren...

Mir fällt auf, dass viele nun auch Anschluss gefunden haben. Jeder hängt in irgendeiner Gruppe herum und verbringt Zeit mit den neuen Freunden. Auch wir (meist zu viert) haben schon eine kleine „Tradition" eingeführt, nämlich dienstagabends gemeinsam zu kochen. Es ist wirklich schön, hier nun auch von richtigen Freunden sprechen zu können!

Autor: Fanny  |  Rubrik: studium  |  May 16, 2012
Autor: Fanny
Rubrik: studium
May 16, 2012