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100 erste Tage an der Uni

Keine Zeit für keine Lust!

Ich stehe mit beiden Beinen in einem RIESENBERG Arbeit und kann den Horizont nicht mehr sehen. Paragraphen, Vokabeln, Wörterbücher, Grammatiken, BGB, Grundgesetz, Französisch, Italienisch, alles turnt in meinem Kopf herum und legt sich erst zu Ruhe, wenn ich tief und fest eigeschlafen bin. Wenigstens das fällt mir trotz zahlreicher Grillpartys im Innenhof des Wohnheims leicht, denn nach zwölf Stunden Uni bin ich tot. Fertig. Müde. Hungrig. Kann nicht mehr denken. Und doch muss ich mich aufraffen, schließlich will die Übersetzung für den nächsten Tag noch erledigt werden und die juristische Fallbearbeitung für den Tag danach auch. Noch am Abendessen kauend, wird der PC wieder hochgefahren und ich arbeite weiter. Die Referate für übernächste Woche müssen verdrängt werden, dafür ist jetzt keine Zeit. Auch nicht für den Stapel wirklich guter Bücher neben meinem Bett und erst Recht nicht zum Durchatmen, Eis essen, auf der Neckarwiese liegen, nicht mal zum Wäsche waschen, denn das kostet im Studentenwohnheim RICHTIG Zeit. Während ich im letzten Semester noch mit „Ich bin heute so unmotiviert“ argumentieren konnte, fehlt dieser Luxus gerade völlig. Bevor der Gedanke auch nur in mein Vorderstübchen gelangen kann, muss ich angefangen haben, sonst reicht die Zeit nicht. Ob das allen so geht? Andere müssen vielleicht nicht so viel schlafen wie ich, ich bin chronisch müde, unter neun Stunden Schlaf brauche ich den Tag gar nicht erst anzutreten. Aber unter Zeitdruck leiden sie alle- und sortieren aus: Das Unwichtige wird später oder gar nicht erledigt. So muss man es machen. Aus reinem Selbstschutz.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jun 20, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jun 20, 2012

100 erste Tage an der Uni

Viel zu schnell

Oh, Mann, wie schnell die Zeit verfliegt … Es kommt mir vor, als wär es erst gestern gewesen, als wir alle aufgeatmet haben, dass wir die ersten Prüfungen rumhaben und jetzt erstmal langsam machen können. Und jetzt?

Eine Freundin hat sich nun doch entschlossen, Wirtschaftswissenschaften abzubrechen und im Herbstsemester Jura zu beginnen. Sie ist deshalb im Moment gar nicht in Würzburg und ich vermisse sie schon sehr!

Außerdem wird der Stoff gerade echt anspruchsvoll und die nächsten Prüfungen sind bereits in einem Monat! Wir fangen jetzt alle langsam an, wieder echt viel zu lernen und manche meiner Freunde bekommen sogar richtig Panik, wie sie diesen schweren Stoff für sechs Fächer lernen sollen. Die Stimmung wird, wie in der letzten Lernphase auch, immer angespannter und ungemütlicher. Auch die Sehnsucht nach den Semesterferien wird immer stärker.

Manchmal gibt es kurze Momente, in denen ich mir wünsche, diese Freundin zu sein die gerade ein halbes Jahr frei hat und stelle mir vor, einfach in ein Flugzeug zu steigen und wegzufliegen. Aber das mache ich natürlich nicht. Denn mit meinem Karriereziel vor Augen werde ich die Prüfungen hoffentlich meistern und meinem Traumberuf, Managerin, wieder einen Schritt näher kommen

Autor: Fanny  |  Rubrik: studium  |  Jun 18, 2012
Autor: Fanny
Rubrik: studium
Jun 18, 2012

100 erste Tage an der Uni

Das Dealen mit der Anwesenheit

Zweimal fehlen pro Semester ist das Maximum. Mit Attest oder ohne, das ist völlig egal. Nach zwei verpassten Kursen ist Sense und das ganze Seminar darf im nächsten Semester wiederholt werden. Wen wundert es da, dass mit Fehlzeiten gepokert wird? In einem Kurs, bestehend aus neun Leuten, kann man sich schlecht von Kommilitonen in die Anwesenheitsliste eintragen lassen und so geht das Gerechne los: Den Brückentag kann ich mir nicht freinehmen, weil ich an dem Wochentag schon da hinfahre und deshalb hier nicht kann. Es ist albern, schließlich arbeitet man den verpassten Stoff so oder so nach und ob ich eine Übersetzung oder Grammatik-Übung zu Hause oder in der Uni mache, ist doch Jacke wie Hose. Aber, wie gesagt, fehlen wird streng geahndet und wehe dem Menschen, der es tatsächlich schafft seinen Kurs einfach zu vergessen. Wehe dem, der am Donnerstag in aller Seelenruhe aufsteht, frühstückt und plötzlich merkt, dass er vor einer Stunde in der Uni hätte sein müssen! So kann man seine Fehlzeiten natürlich auch verplempern…

Und als ob das nicht genug wäre, öffnet jener unglückliche Mensch ohnehin schon deprimiert sein E-Mail-Postfach und kann es einfach nicht fassen, was er da von seinem Dozenten liest: „Die letzte Veranstaltung des Semesters im Juli fällt leider aus. Als Ersatztermin besucht bitte die Vorlesung zum Thema XY am Freitagabend um 20 Uhr. Es handelt sich um eine Pflichtveranstaltung. Wer nicht teilnimmt, erhält eine Extraaufgabe von mir.“ Wahnsinn. Soweit sind wir also schon. Wer beim Ersatztermin am Freitagabend um 20 Uhr fehlt, bekommt eine Strafarbeit…

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jun 14, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jun 14, 2012