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100 erste Tage an der Uni

Esperanto — oder Mathe für Sprachbegabte!

Autor:
Inga

Rubrik:
studium

13.07.2012

Die Reaktionen fielen einseitig aus: Was willst du denn damit? Warum verschwendest du deine Zeit so? Und das mitten in der Klausurphase?! Von meinen Kommilitonen war wahrlich keiner angetan von meiner fixen Idee, Esperanto zu lernen. Das spricht doch keiner!

Stimmt nicht ganz. Esperanto ist eine Plansprache, erfunden 1887 von einem Polen namens Zamenhof zum Zweck der internationalen Kommunikationserleichterung. Kurz: Esperanto sollte Weltsprache werden. Auch als blauäugiger Idealist muss man zugeben, dass dieses Projekt zunächst gescheitert ist. Nichtsdestoweniger wird die Zahl der Esperantosprecher auf etwa eine Million geschätzt. Natürlich gibt es Abweichungen, aber unbestritten ist, dass es auch mehrere Tausend Esperanto-Muttersprachler gibt.

Eine Sprache also, die sich zwar nicht durchsetzt, aber bestehen bleibt und das als völlig frei erfundene Plansprache. Kurzerhand meldete ich mich für ein Wochenendseminar an, das eigentlich überhaupt nicht in meinen Zeitplan passte, dafür aber meine Begeisterung für eine Sprache weckte, die in meinen Ohren zwar etwas holprig klingt, aber so logische, ausnahmsfreie Strukturen hat, wie man sie nur aus der Mathematik kennt. Mathe für Sprachbegabte – oder eben Esperanto!

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