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100 erste Tage an der Uni

Ballonglühen

Wie bitte? Ballonglühen? Was, bitte schön, sollte das denn sein? Spontan assoziierte ich das allseits bekannte „Vorglühen“ mit Ballons und ein Riesenfragezeichen bildete sich in meinem Kopf. Ich tat meine abstruse Vorstellung lieber nicht kund, wahrscheinlich würde ich mich damit blamieren. Stattdessen harrte ich der Dinge die da kommen würden. Eintrittskarten waren an der Abendkasse für Studenten unerschwinglich, also beschlossen wir, Zaungäste zu werden. Wir waren nicht die einzigen. Entlang des Elbauenparks, wo das Event steigen sollte, hatten sich einige Schaulustige versammelt. Bald wurde auch mir klar, was gemeint war: Riesige Heißluftballons türmten sich vor uns auf und ragten im Halbdunkel monströs in den Himmel. Als es richtig dunkel wurde, sah man nur noch die Schatten der Ungeheuer. Vom Zaun aus waren es sechs, ich habe mir sagen lassen, dass es ihrer 24 gewesen seien. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit ging das Spektakel los: Musik völlig unterschiedlicher Genres zerriss den Nachthimmel und die Montgolfières tanzten bunt erleuchtet im Rhythmus. Eine Lasershow setzte dem Ganzen die Krone auf. Es war in der Tat ein beeindruckendes Spektakel. Von oben müssen die Lichter klasse ausgesehen haben!

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Sep 17, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Sep 17, 2012

100 erste Tage an der Uni

The stolen dog

Paris. Samstagmorgen. Eine Freundin von mir machte den Dogsitter für eine alte Frau, die im Urlaub war. Wie jeden Morgen öffnete sie die Haustür, holte das Hundefutter und rief nach dem Hund. Keine Antwort. Sie lugte in die Küche in Richtung Hundekorb. Kein Mucks. Erschrocken stellte sie fest, was ein Albtraum für jeden Dogsitter wäre: Ihr Schützling war tot, an Altersschwäche gestorben. Aufgelöst rief sie die alte Frau an, diese beschwichtigte sie jedoch. Der Hund sei sehr alt gewesen. Sie solle ihn zum Tierarzt bringen. Logisch, wo begräbt man in einer Pariser Stadtwohnung einen toten Hund? Also los geht’s. Hund in den Koffer, ab in die Metro. Aber tote Hunde sind schwer. In der Metro mühte sie sich verzweifelt mit dem riesigen Koffer ab, als ein ‚French Gentleman‘ ihr zu Hilfe kam und mit ihr den Koffer die Treppen hoch wuchtete. Sichtlich überrascht ob des schweren Gewichtes fragte der Mann, was denn in dem Koffer sei. „Ähh…“ Wer sagt denn schon, ‚hey, Sie haben gerade einen toten Hund durch Paris getragen‘! Das sagt man doch nicht! „Nichts Besonderes… Ein paar… Computerteile.“ Computerteile?!?! Der Mann fackelte nicht lange. Er riss den Koffer an sich und verschwand. Mit dem toten Hund. Kein Witz!

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Sep 7, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Sep 7, 2012

100 erste Tage an der Uni

Hausarbeit to go

Vor mir ein riesiges Bücherregal. Hinter mir auch. Links und rechts von mir ein schmaler, dunkler Gang. Eigentlich nichts Neues, eine Bibliothek eben, ich war ja nicht das erste Mal in einer solchen! Dennoch hielt ich verzweifelt einen zerknitterten Zettel mit zwei Signaturen in der Hand und meine Blicke wanderten zum hundertsten Mal die Regale auf und ab. Das Buch MUSSTE doch hier stehen! Ich kapierte dieses Ordnungssystem einfach nicht. Weder war es das deutschlandweite Sortiersystem, das es überall gibt, noch war es alphabetisch und auf keinen Fall irgendwie logisch. Resigniert taperte ich zur Information und beschloss, mich einfach zu blamieren: „Entschuldigung, ich finde das Buch nicht.“ Die Frau schaute mich außerordentlich mitleidig an und beseitigte innerhalb von Sekunden den Grund meines halbstündigen Ärgernisses.

Wie zum Teufel war ich überhaupt auf die Idee gekommen, meine Hausarbeit nicht bei mir an der Uni, sondern in Magdeburg schreiben zu wollen?! An einer Uni mit technischem Schwerpunkt! Ist doch klar, dass man als Übersetzungswissenschaftler da so gut wie keine Lektüre bekommt! Das hatte ich mir nicht überlegt. Vor meinen Augen schimmerte die Möglichkeit, die Anfertigung der Hausarbeit mit dem Besuch bei meiner Schwester zu verbinden in den grellsten Farben. Die Enttäuschung kam erst in der Bibliothek. Schreib mal eine Hausarbeit ohne Literatur! Nächste Woche geht mein Urlaubstrip weiter: Nach Frankfurt. Irgendwie bin ich mir ziemlich sicher, dass sie auch da nicht die „Innsbrucker Ringvorlesungen zur Translationswissenschaft“ haben…

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Sep 5, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Sep 5, 2012