interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Hausarbeit to go

Autor:
Inga

Rubrik:
studium

05.09.2012

Vor mir ein riesiges Bücherregal. Hinter mir auch. Links und rechts von mir ein schmaler, dunkler Gang. Eigentlich nichts Neues, eine Bibliothek eben, ich war ja nicht das erste Mal in einer solchen! Dennoch hielt ich verzweifelt einen zerknitterten Zettel mit zwei Signaturen in der Hand und meine Blicke wanderten zum hundertsten Mal die Regale auf und ab. Das Buch MUSSTE doch hier stehen! Ich kapierte dieses Ordnungssystem einfach nicht. Weder war es das deutschlandweite Sortiersystem, das es überall gibt, noch war es alphabetisch und auf keinen Fall irgendwie logisch. Resigniert taperte ich zur Information und beschloss, mich einfach zu blamieren: „Entschuldigung, ich finde das Buch nicht.“ Die Frau schaute mich außerordentlich mitleidig an und beseitigte innerhalb von Sekunden den Grund meines halbstündigen Ärgernisses.

Wie zum Teufel war ich überhaupt auf die Idee gekommen, meine Hausarbeit nicht bei mir an der Uni, sondern in Magdeburg schreiben zu wollen?! An einer Uni mit technischem Schwerpunkt! Ist doch klar, dass man als Übersetzungswissenschaftler da so gut wie keine Lektüre bekommt! Das hatte ich mir nicht überlegt. Vor meinen Augen schimmerte die Möglichkeit, die Anfertigung der Hausarbeit mit dem Besuch bei meiner Schwester zu verbinden in den grellsten Farben. Die Enttäuschung kam erst in der Bibliothek. Schreib mal eine Hausarbeit ohne Literatur! Nächste Woche geht mein Urlaubstrip weiter: Nach Frankfurt. Irgendwie bin ich mir ziemlich sicher, dass sie auch da nicht die „Innsbrucker Ringvorlesungen zur Translationswissenschaft“ haben…

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