interaktiv

100 erste Tage an der Uni

The stolen dog

Autor:
Inga

Rubrik:
studium

07.09.2012

Paris. Samstagmorgen. Eine Freundin von mir machte den Dogsitter für eine alte Frau, die im Urlaub war. Wie jeden Morgen öffnete sie die Haustür, holte das Hundefutter und rief nach dem Hund. Keine Antwort. Sie lugte in die Küche in Richtung Hundekorb. Kein Mucks. Erschrocken stellte sie fest, was ein Albtraum für jeden Dogsitter wäre: Ihr Schützling war tot, an Altersschwäche gestorben. Aufgelöst rief sie die alte Frau an, diese beschwichtigte sie jedoch. Der Hund sei sehr alt gewesen. Sie solle ihn zum Tierarzt bringen. Logisch, wo begräbt man in einer Pariser Stadtwohnung einen toten Hund? Also los geht’s. Hund in den Koffer, ab in die Metro. Aber tote Hunde sind schwer. In der Metro mühte sie sich verzweifelt mit dem riesigen Koffer ab, als ein ‚French Gentleman‘ ihr zu Hilfe kam und mit ihr den Koffer die Treppen hoch wuchtete. Sichtlich überrascht ob des schweren Gewichtes fragte der Mann, was denn in dem Koffer sei. „Ähh…“ Wer sagt denn schon, ‚hey, Sie haben gerade einen toten Hund durch Paris getragen‘! Das sagt man doch nicht! „Nichts Besonderes… Ein paar… Computerteile.“ Computerteile?!?! Der Mann fackelte nicht lange. Er riss den Koffer an sich und verschwand. Mit dem toten Hund. Kein Witz!

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