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100 erste Tage an der Uni

Klassenfahrt mit kleinen Kids

Meine geliebte 2b (jetzt schon 4b) von meinem Freiwilligen Jahr aus Tschechien hatte eine Partnerklasse in Deutschland, mit der sie eifrig Briefe schrieb. Ich war nicht mehr in Tschechien, aber dafür jener Partnerklasse ziemlich nah, weil sie an einer Schule in meinem Nachbarort war. Da dort eine Lehrerin ausfiel, durfte ich die Rabauken auf Klassenfahrt an die Nordsee begleiten!

Schwierigkeit Nummer eins: Kanu fahren bei Windstärke sieben

Wir wollten zu einem See wandern und im Binnengewässer Kanu fahren. Eigens für diese Wanderung gab uns die Herberge, die auch für das Programm verantwortlich war, eine Karte mit, leider so unleserlich, dass wir mit unseren armen Viertklässlern zwei Stunden durch ostfriesische Pampa irrten. Dennoch am Zielort angekommen waren alle guten Mutes, zumal die Sonne schien und eine leichte Brise durch die Haare wehte. Keine zehn Minuten später, als alle ihre Schwimmwesten anhatten, wurde es windiger. Richtig windig. Wir hatten die Kanus zu Wasser gelassen, pro Boot ein Erwachsener, mir wurde Angst und Bange um die Kids. Ich konnte nicht mehr lenken, der Wind trieb uns irgendwohin, ich konnte meine Augen kaum offen halten. Die Kinder kreischten. Weiter draußen sah ich weiße Schaumkronen auf den Wellen, das Binnenmeer zu überqueren schien einem Himmelfahrtskommando gleich zu kommen. Bevor ich den Gedanken äußern konnte, gellte die Stimme des Kanuführers übers Wasser: Boote an Land! Gott sei Dank wurden wir direkt an Land geschwemmt, aus eigener Kraft kam ich nicht mehr gegen den Wind an. Die Kanutour war beendet. Sie dauerte nicht einmal zehn Minuten.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Oct 5, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Oct 5, 2012

100 erste Tage an der Uni

Wie im letzten Jahr

Die vergangenen Semesterferien wurden etwas überschattet: Ich wusste, dass es sehr knapp würde: Immerhin musste ich zehn von zwölf Prüfungen bestehen. Trotzdem war ich zum einen mit einer Freundin an der Ostsee campen, wo es eigentlich nur geregnet hat, aber dennoch unglaublich lustig war. Wir sind auf der Insel Fehmarn mit geliehenen Fahrrädern herumgefahren und haben uns bei besonders schlimmem Regen in eine Bäckerei geflüchtet – der einzige Ort auf der Insel, wo ich Netz für mein Handy hatte. Zum anderen war ich mit meiner Familie zwei Wochen in der italienischen Schweiz, wo ich so richtig ausspannen konnte. In Mailand waren wir auch einen Tag und ich war zum ersten Mal in meinem Leben in einem GAP-Laden (ein kalifornischer Klamottenladen). Ich schwöre, ich hätte alles kaufen können. Es war wirklich toll!

Seit ich wieder zu Hause bin, kenne ich allerdings die Prüfungsergebnisse... Und wie letztes Semester auch muss ich Prüfungen wiederholen. Das Problem ist, dass ich zwei davon bestehen muss und das ist kritisch im Hinblick darauf, dass ich zwei der Fächer extrem schwer finde und die dritte Klausur eine Multiple-Choice-Klausur ist. Das liegt mir nicht.

Vor zwei Tagen habe ich jetzt also wieder mit dem Lernen angefangen, denn in drei Wochen stehen diese Nachprüfungen schon an und in vier Wochen beginnt das neue Semester – hoffentlich auch für mich...

Autor: Fanny  |  Rubrik: studium  |  Sep 26, 2012
Autor: Fanny
Rubrik: studium
Sep 26, 2012

100 erste Tage an der Uni

Ballonglühen

Wie bitte? Ballonglühen? Was, bitte schön, sollte das denn sein? Spontan assoziierte ich das allseits bekannte „Vorglühen“ mit Ballons und ein Riesenfragezeichen bildete sich in meinem Kopf. Ich tat meine abstruse Vorstellung lieber nicht kund, wahrscheinlich würde ich mich damit blamieren. Stattdessen harrte ich der Dinge die da kommen würden. Eintrittskarten waren an der Abendkasse für Studenten unerschwinglich, also beschlossen wir, Zaungäste zu werden. Wir waren nicht die einzigen. Entlang des Elbauenparks, wo das Event steigen sollte, hatten sich einige Schaulustige versammelt. Bald wurde auch mir klar, was gemeint war: Riesige Heißluftballons türmten sich vor uns auf und ragten im Halbdunkel monströs in den Himmel. Als es richtig dunkel wurde, sah man nur noch die Schatten der Ungeheuer. Vom Zaun aus waren es sechs, ich habe mir sagen lassen, dass es ihrer 24 gewesen seien. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit ging das Spektakel los: Musik völlig unterschiedlicher Genres zerriss den Nachthimmel und die Montgolfières tanzten bunt erleuchtet im Rhythmus. Eine Lasershow setzte dem Ganzen die Krone auf. Es war in der Tat ein beeindruckendes Spektakel. Von oben müssen die Lichter klasse ausgesehen haben!

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Sep 17, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Sep 17, 2012