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100 erste Tage an der Uni

Die erste Uniluft schnuppern

Die ersten Tage als Studentin liegen mittlerweile hinter mir, Mensakarte und Bibliotheksausweis sind organisiert und ich konnte schon zweimal beim Bahnfahren dem Kontrolleur stolz meinen Studentenausweis vorzeigen. Und ich war schon bei zwei allgemeinen Einführungsveranstaltungen für alle Erstis.

Die Erfahrungen, die ich an der Uni Düsseldorf bisher gemacht habe, sind folgende:

1. Technik ist niemals dein Freund! Egal, ob man bei der Einführungsveranstaltung fünf Hörsäle mit einem Livestream der eigentlichen Einführungsveranstaltung im sechsten Hörsaal versorgen oder die angehenden Studenten mit einer fehlerfreien PowerPoint-Präsentation bespaßen möchte – man kann sich quasi darauf verlassen, das irgendetwas schief geht und man mit Sicherheit ein paar Verspätungen vorweisen kann.

2. Im Hörsaal 5E habe ich keinen Handyempfang.

3. Man sollte vor der Veranstaltung aufs Klo gehen oder sich wenigstens nicht in die Mitte einer Reihe setzen.

4. Die Vertreter der Fachschaften scheinen nichts als Party im Kopf zu haben. Bei fast jedem kurzen Vortrag über die Termine der jeweiligen Fachschaft kam direkt im Anschluss eine Einladung zu DER „besten Party“ in den nächsten Monaten, zu der sich natürlich alle Studenten eingeladen fühlen sollten.

5. Man ist nicht mehr auf der Schule. Das Alkoholverbot, wie man es von der Oberstufenfahrt her kannte, wird mit Freibier zur Begrüßung weggeschwemmt. Verantwortungsbewusst ist in der Tüte, die alle Erstis zum Studienbeginn bekommen, zwischen den ganzen Broschüren zur Zurechtfindung allerdings auch ein Heft von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das vor den Folgen von regelmäßigem Trinken warnt.

6. Das leckerste Essen in der Mensa ist am schnellsten weg.

7. Neben vielen anderen größtenteils kostenlosen Sportangeboten, von denen ich Turnen vielleicht ausprobieren möchte, wird historischer Schwertkampf angeboten. Eine Kostprobe dessen, was man dort lernt, bekamen wir Erstis schon bei der Einführungsveranstaltung, bei der sich mehrere Redner (vermutlich zur Auflockerung) vorne duellierten und unblutig erschlugen.

8. Wo Soziologie draufsteht, ist nicht unbedingt Soziologie drin. Auch wenn im Internet zu lesen war, dass Dienstag von 10.30 bis 12.00 Uhr eine Fachschaftseinführungsveranstaltung für Soziologie als Ergänzungsfach und Sozialwissenschaften stattfinde, war der Vortrag, der zu dieser Zeit gehalten wurde, einzig und allein an die Sozialwissenschaftler gerichtet. Die Fachschaftsvertreter kamen dabei übrigens nur sehr kurz zu Wort, um sich vorzustellen und mitzuteilen, dass sie nach der Veranstaltung für Fragen und weitere Erklärungen zur Verfügung stehen würden.

9. Im Hörsaal 3E habe ich Handyempfang. Das spricht klar dafür, dass die geisteswissenschaftliche Fakultät, zu der 3E gehört, der naturwissenschaftlichen Fakultät, wo sich der Hörsaal 5E befindet, haushoch überlegen ist.

10. Auch wenn man eine Veranstaltung besucht, die sich gar nicht an einen richtet, heißt das nicht, dass man dort nicht Kontakte zu Kommilitonen aus dem eigenen Fachbereich knüpfen kann. Direkt am Anfang habe ich mich mit ein paar Mädchen, die in der Nähe saßen, unterhalten. Zwei davon studieren auch Soziologie als Ergänzungsfach und eine davon sogar auch Germanistik als Kernfach.

Die Uni hat also begonnen und bisher bin ich trotz des Erlebten noch nicht abgeschreckt. Mal sehen, was die restliche Woche so bringt.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 12, 2012
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 12, 2012

100 erste Tage an der Uni

Klassenfahrt mit kleinen Kids

Meine geliebte 2b (jetzt schon 4b) von meinem Freiwilligen Jahr aus Tschechien hatte eine Partnerklasse in Deutschland, mit der sie eifrig Briefe schrieb. Ich war nicht mehr in Tschechien, aber dafür jener Partnerklasse ziemlich nah, weil sie an einer Schule in meinem Nachbarort war. Da dort eine Lehrerin ausfiel, durfte ich die Rabauken auf Klassenfahrt an die Nordsee begleiten!

Schwierigkeit Nummer eins: Kanu fahren bei Windstärke sieben

Wir wollten zu einem See wandern und im Binnengewässer Kanu fahren. Eigens für diese Wanderung gab uns die Herberge, die auch für das Programm verantwortlich war, eine Karte mit, leider so unleserlich, dass wir mit unseren armen Viertklässlern zwei Stunden durch ostfriesische Pampa irrten. Dennoch am Zielort angekommen waren alle guten Mutes, zumal die Sonne schien und eine leichte Brise durch die Haare wehte. Keine zehn Minuten später, als alle ihre Schwimmwesten anhatten, wurde es windiger. Richtig windig. Wir hatten die Kanus zu Wasser gelassen, pro Boot ein Erwachsener, mir wurde Angst und Bange um die Kids. Ich konnte nicht mehr lenken, der Wind trieb uns irgendwohin, ich konnte meine Augen kaum offen halten. Die Kinder kreischten. Weiter draußen sah ich weiße Schaumkronen auf den Wellen, das Binnenmeer zu überqueren schien einem Himmelfahrtskommando gleich zu kommen. Bevor ich den Gedanken äußern konnte, gellte die Stimme des Kanuführers übers Wasser: Boote an Land! Gott sei Dank wurden wir direkt an Land geschwemmt, aus eigener Kraft kam ich nicht mehr gegen den Wind an. Die Kanutour war beendet. Sie dauerte nicht einmal zehn Minuten.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Oct 5, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Oct 5, 2012

100 erste Tage an der Uni

Wie im letzten Jahr

Die vergangenen Semesterferien wurden etwas überschattet: Ich wusste, dass es sehr knapp würde: Immerhin musste ich zehn von zwölf Prüfungen bestehen. Trotzdem war ich zum einen mit einer Freundin an der Ostsee campen, wo es eigentlich nur geregnet hat, aber dennoch unglaublich lustig war. Wir sind auf der Insel Fehmarn mit geliehenen Fahrrädern herumgefahren und haben uns bei besonders schlimmem Regen in eine Bäckerei geflüchtet – der einzige Ort auf der Insel, wo ich Netz für mein Handy hatte. Zum anderen war ich mit meiner Familie zwei Wochen in der italienischen Schweiz, wo ich so richtig ausspannen konnte. In Mailand waren wir auch einen Tag und ich war zum ersten Mal in meinem Leben in einem GAP-Laden (ein kalifornischer Klamottenladen). Ich schwöre, ich hätte alles kaufen können. Es war wirklich toll!

Seit ich wieder zu Hause bin, kenne ich allerdings die Prüfungsergebnisse... Und wie letztes Semester auch muss ich Prüfungen wiederholen. Das Problem ist, dass ich zwei davon bestehen muss und das ist kritisch im Hinblick darauf, dass ich zwei der Fächer extrem schwer finde und die dritte Klausur eine Multiple-Choice-Klausur ist. Das liegt mir nicht.

Vor zwei Tagen habe ich jetzt also wieder mit dem Lernen angefangen, denn in drei Wochen stehen diese Nachprüfungen schon an und in vier Wochen beginnt das neue Semester – hoffentlich auch für mich...

Autor: Fanny  |  Rubrik: studium  |  Sep 26, 2012
Autor: Fanny
Rubrik: studium
Sep 26, 2012