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100 erste Tage an der Uni

Von der atemberaubenden Freiheit im Bachelor

Autor:
Inga

Rubrik:
studium

20.11.2012

Ob das mit der Freiheit Ironie ist? Ich studiere jetzt im dritten Semester Übersetzungswissenschaften im Bachelor und es wird und wird nicht besser. Anwesenheitspflicht, Hausaufgaben, mündliche Mitarbeit, Klausuren ohne Ende und teilweise über 24 Semesterwochenstunden. Letztes Semester: elf Klausuren, eine Hausarbeit. Dieses Semester 14 Klausuren, eine mündliche Prüfung. Dabei habe ich mir alle Mühe gegeben den Stundenplan so gechillt wie möglich zu gestalten.

1) Anwesenheitspflicht:

Wer mehr als zwei Mal fehlt (egal ob mit Attest oder nicht) ist durchgefallen. Warum bloß?! Ist das nicht mein Problem, ob ich die Leute mit meiner Anwesenheit beehre? Ich muss doch am Ende den Stoff drauf haben und nicht die Dozenten! Ob ich das jetzt in einem miefigen Seminarraum im Keller oder bei Sonnenschein auf den Neckarwiesen durcharbeite, kann doch wirklich kein ausschlaggebendes Notenkriterium sein!

2) mündliche Mitarbeit:

Wie bitte?! Ich dachte, das hätten wir in der Oberstufe schon nach und nach abgeschafft! Im Ernst, das hat doch nicht mehr viel mit Uni zu tun! Wie in der Unterstufe; jeder meldet sich und scheut sich nicht seinen minderqualifizierten Senf abzugeben…

3) Klausuren ohne Ende:

14 Klausuren sprechen für sich, oder?

4) 24 Semesterwochenstunden:

Das ist eigentlich nicht viel, wenn man nur diese Anwesenheitspflicht nicht hätte, wenn man flexibler und nicht einer Hausaufgabenkontrolle unterzogen wäre. So allerdings bleibt kaum Zeit für interessante Dinge. Jeder hechelt nur seinen Scheinen hinterher und das gigantische Angebot „Universität Heidelberg“ bleibt ungenutzt.

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