interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Gut unterwegs mit Bus und Bahn

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

29.11.2012

Wie ich schon ein paar Mal erwähnt habe, fahre ich jeden Morgen etwa eine Stunde lang mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Uni. Bekanntschaft mit Bussen und Bahnen habe ich auch schon in der Schulzeit gemacht, wenn es zum Shoppen nach Düsseldorf ging oder mit dem Bus nach Hause, weil mir der Schulweg zu weit war. Bisher konnte ich den Nahverkehr auch eigentlich recht gut leiden. Nur haben sich in den letzten paar Wochen anscheinend alle dunklen Mächte gegen mich verschworen. Die Einführungswoche an der Uni lief noch super! Die Bahn fuhr pünktlich und genau, wie ich es brauchte. Doch schon in der zweiten Woche – als es in Nordrhein-Westfalen für alle Schüler hieß: Herbstferien! – kam wie fast jedes Jahr um diese Zeit in den mal wieder der Schienenersatzverkehr. Bedeutet: Jeden Morgen eine Viertelstunde früher losgehen und nach der Uni eine Viertelstunde auf den Bus von der Bahnhaltestelle nach Hause warten.

Natürlich verstehe ich, dass es sinnvoll ist, den Schienenersatzverkehr auf die Herbstferien zu legen, weil dann zumindest die Schüler aus meiner Stadt, die in Düsseldorf zur Schule gehen, nicht davon betroffen sind, aber an uns arme Erstsemester denkt dabei natürlich niemand… Aber naja, wir sind ja Studenten und groß und selbstständig, wir kommen auch damit klar.

Kaum war allerdings der Schienenersatzverkehr ein paar Tage vorbei, kam schon die nächste Komplikation. Als ich am Freitagmorgen um die Straßenecke zu meiner Bushaltestelle bog, wunderte ich mich über die ganzen Männer in orangenen Westen und die Absperrungen. Das rot-weiße gestreifte Absperrband an der Haltestelle machte klar: Es ist Zeit für Plan B. „Papa, kannst du mich eben zur Bahn fahren? Die Straße ist gesperrt und der Bus kommt nicht und meine Bahn fährt in einer Viertelstunde, das schaffe ich niemals zu Fuß!“ Die Bahn habe ich bekommen, nach der Uni musste ich aber trotzdem drei Stationen früher als normalerweise aussteigen und von dort aus nach Hause laufen.

Zum ersten Mal habe ich wirklich verstanden, wie sich die Leute aus meiner alten Stufe, die auf Bus und Bahn angewiesen waren, um zur Schule zu kommen, gefühlt haben müssen, wenn beispielsweise im Winter die Busse nicht durch den Schnee kamen. Der Nahverkehr ist ein Teil des Alltags, den man für selbstverständlich hält. Aber wenn er mal nicht so funktioniert wie er sollte, merkt man, wie wichtig auch solche kleinen Sachen sind!

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