interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Schokolade in der Vorlesung

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

05.12.2012

Zu den Veranstaltungen, die ich belegt habe, gehört unter anderem auch das Tutorium „Studieren lernen“, das von einem Professor und verschiedenen Studenten der Germanistikfachschaft geleitet wird. In Gruppen zu etwa 30 Leuten bekommen wir jede Woche anderthalb Stunden lang erklärt, wie man Protokolle und Essays schreibt oder wie man als spezieller Lerntyp am besten arbeitet.

Vor kurzem hatten wir das Thema „Referate halten“. Dafür wurden wir in Zweier- und Dreiergruppen aufgeteilt und bekamen Zettel, auf denen unsere Referatsthemen standen – die allerdings nicht ganz so trocken waren, wie man es erwartet hätte. Die erste Gruppe beschäftigte sich beispielsweise mit der Frage, warum die Hörspielkassette unsere Welt retten wird, weitere Themen waren die Bielefeld-Verschwörung, ob die Uni einen Streichelzoo nötig habe oder Winnie Puuhs Honigkonsum. Das Thema meiner Gruppe lautete „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“. Das Loriot-Zitat haben wir daraufhin in unserem Referat scherzhaft überprüft und Gründe gesammelt, die dafür sprechen, dass ein Leben mit Mops sinnvoller ist als eines ohne. Lob bekamen wir vor allem für unsere freie Vortragsweise und die Tatsache, dass wir zum ganzen Hörsaal gesprochen haben, und nicht nur zu einzelnen Personen. Unsere Tutorinnen waren generell mit sämtlichen Studenten aus unserer Tutoriumsgruppe mehr als zufrieden und konnten gar nicht aufhören, unsere Referate in den Himmel zu loben. Motivation hoch hundert!

Und genauso motivierend sind die zum Tutorium gehörenden Vorlesungen, die es dreimal im Semester gibt. Während der Dozent von wissenschaftlichem Lernen erzählte, ließ er immer wieder die Bilder von Persönlichkeiten wie Albert Einstein, den Gebrüdern Grimm oder auch Adolph Knigge in die Präsentation einfließen und wer sich als erstes meldete, um den passenden Namen zu dem Bild zu nennen, bekam Süßigkeiten geschenkt.

Durch ein bisschen Glück und die Tatsache, dass ich keine Scheu hatte, mich zu melden, hatte ich deswegen am Ende der Veranstaltungen genug Süßigkeiten, um im folgenden Soziologie-Grundkurs noch ein bisschen was an Mitstudenten zu verschenken.

Und so motiviert macht die Uni wirklich Spaß!

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