interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Namensverwirrung auf Ersti-Fahrt

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

18.12.2012

Im Winter 2012. Ich stehe vorm Düsseldorfer Hauptbahnhof und bin vollkommen überfordert mit der Situation. Die Erstsemester-Reisetruppe habe ich zwar relativ zügig gefunden, aber bisher kenne ich erst eine Mitfahrerin und gerade dieses Mädchen kann ich nicht unter den Menschen mit Rucksäcken und Taschen ausmachen. Etwas verloren drehe ich mich um mich selbst und stelle mich schließlich zu zwei anderen Mädchen, die ganz nett aussehen. „Hallo. Fahrt ihr auch mit auf Erstifahrt?“ – „Ja genau, du auch?“ – „Ja.“ – „Wie heißt du denn?“ – „Janna. Und ihr?“

Damit ist das erste Eis gebrochen. Mit Jana und Melanie unterhalte ich mich, bis wir zu unserem Gleis müssen und während der Zugfahrt sitzen wir nebeneinander. Die Stimmung ist gut, trotz Kälte und ersten „Ich muss aufs Klo“-Meldungen sind wir alle ziemlich aufgeregt und freuen uns auf unsere erste Fahrt mit den anderen Germanistikerstis und unseren Tutoren.

In der Bahn von Köln nach Gummersbach finde ich dann auch Eva aus dem Soziologie-Grundkurs und unterhalte mich auch gut mit Ronja, Juliet und Michael, die ebenfalls mitfahren und bei uns sitzen. Bis hierhin kann ich mir die ganzen neuen Namen noch merken, aber im Bus von Gummersbach zum Jugendgästehaus in Bergneustadt wird es dann wirklich kompliziert. Jule und Hendrik, die bei Ronja, Eva und mir im hinteren Busteil sitzen, nennen sich aus irgendeinem Grund gegenseitig nur noch Kevin und Chantall und auch sonst sind es einfach zu viele neue Gesichter, sodass ich ganz leicht den Überblick darüber verliere, wer denn jetzt nochmal wie hieß.

Aber das ist gar nicht so schlimm. Eva, Juliet, Ronja und ich spielen mit einigen Mädchen, die sich das Zimmer mit uns teilen, sowie Michael und Matthias (die sich gegenseitig nur als Marcel vorstellen, was die allgemeine Verwirrung nicht gerade löst) „Ich habe noch nie…“, unterhalten uns und kochen später noch Tee zusammen. Es wird gekickert und gelacht, und auch wenn ich nicht von allen die Namen kenne, komme ich gut mit ihnen aus!

Ich hatte eigentlich erwartet, dass sich direkt Grüppchen bilden, mit denen man dann die ganze Zeit etwas unternimmt, aber die große Gemeinschaft, die sich bildet, finde ich ehrlich gesagt noch viel besser. Mal unterhalte ich mich mit Jana und Melanie, mal sitze ich bei Eva und Ronja, mal stelle ich mich zu Leuten, die ich überhaupt nicht kenne…

Wer wie heißt, bekomme ich im Laufe des Tages auch immer besser auf die Reihe und als ich nachts um halb vier totmüde ins Stockbett falle, bin ich wirklich froh, auf Erstifahrt mitgefahren zu sein!

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