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100 erste Tage an der Uni

Auf nach Koblenz

Autor:
Miriam

Rubrik:
studium

04.01.2013

Eineinhalb Wochen vor Semesterbeginn war es so weit: Ich zog von zu Hause aus. Zwar war ich schon ein halbes Jahr in Neuseeland gewesen, doch war das mit diesem Auszug nicht zu vergleichen. Nun sollte mein eigenes Leben beginnen.

Koblenz hatte ich schon zwei Monate früher das erste Mal gesehen, als ich mit meiner Mutter und meinen Großeltern die Bundesgartenschau besuchte. Zunächst war ich ein bisschen enttäuscht vom Stadtbild. Ich sah viele moderne Gebäude bzw. auch einige aus den 1980ern, und entdeckte kaum Altstadt. Ich konnte mich nicht richtig entscheiden, was ich davon halten sollte. Wir fuhren auch zur Uni und zum angrenzenden Wohnheim „Auf dem Hellen Weyer“. Die Uni Koblenz sieht ein bisschen wie mein ehemaliges Gymnasium in Marbach aus, denn die Gebäude sind zum Teil grünlich angestrichen und es ist ein kleiner Campus. Dass die Uni nicht so groß ist, finde ich aber eigentlich schön, denn so entsteht eine vertraute Atmosphäre, man kennt die Leute eher und man kommt nicht in Zeitdruck, wenn man zwischen den Vorlesungen das Gebäude wechseln muss, wie meine Cousine in Frankfurt.

Am 6. Oktober 2011 zog ich dann in das Wohnheim ein. Das Wohnheimzimmer ist zum Glück möbliert und so passte mein ganzes Leben in unseren kleinen Opel (ich allerdings nicht mehr, ich musste den Zug nehmen). Viereinhalb Stunden sind es mit Bus und Bahn von meinem Heimatort zur Uni, insgesamt etwa 260 Kilometer. Mit dem Auto dauert es nur zweieinhalb Stunden. Die Bahnstrecke ist wunderschön, denn sie liegt direkt am Rhein und man sieht auf den letzten Kilometern etliche Burgen, weshalb die Strecke auch zum UNESCO-Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ gehört.

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