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100 erste Tage an der Uni

NCs und andere Ungerechtigkeiten

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

18.01.2013

Ja, ich weiß, zur Uni gehen heißt, sich selbst um das zu kümmern, was man möchte. Aber trotzdem habe ich heute mal wieder das Gefühl, dass man mir mehr unter die Arme hätte greifen sollen.

Woran das liegt? Nun, an meinem Ergänzungsfach. Wie ich schon erzählt habe, studiere ich Germanistik als Kernfach und Soziologie als Ergänzungsfach. Mit Germanistik bin ich mehr als zufrieden, ich liebe meine Seminare und Tutorien und die Vorlesungen eignen sich – auch wenn sie langweilig sind – zumindest zum Erledigen von anderen wichtigen Aufgaben (längst fällige Briefe schreiben, Mittelhochdeutsch üben, malen).

Nur mit Soziologie werde ich nicht wirklich warm. Ich hatte mich auch eigentlich für Kommunikations- und Medienwissenschaften als Ergänzungsfach beworben, Soziologie war mehr eine Spontanentscheidung, als ich mich im Internet beworben hatte. Man kann sich ja nicht für genug Fächer bewerben. Eigentlich hatte ich ja Linguistik als Plan B für das Ergänzungsfach angepeilt, aber mir dann gedacht, dass das womöglich etwas zu nah am Germanistik-Themengebiet läge und mir den Spaß an der ganzen Sache nehmen könnte. Also Soziologie, weil ich für Kommunikations- und Medienwissenschaft nicht zugelassen wurde.

Mittlerweile finde ich es einfach nur schade. Eine meiner Unifreundinnen studiert „MeKoWi“ im Ergänzungsfach und was sie so davon erzählt, klingt einfach nur furchtbar interessant und genau wie das, was ich eigentlich machen möchte. Im Gegensatz dazu ist mein Soziologie-Grundkurs zwar okay, aber jetzt auch nicht so überragend toll, dass ich nicht darauf verzichten würde. Die Vorlesung zu Soziologie kann ich außerdem leider nicht besuchen, weil sie sich mit einer Germanistikvorlesung überschneidet. Und die dritte Vorlesung, Methodik, haben die Soziologen mit Politikwissenschaftlern und „MeKoWis“ zusammen.

Was mich an der ganzen Situation stört, sind nun zwei Sachen:

1. Die Tatsache, dass ich nicht für das Fach zugelassen wurde, das ich eigentlich als Ergänzungsfach studieren wollte. Laut Internet lag der NC für das Ergänzungsfach Kommunikations- und Medienwissenschaften bei 1,8. Mein Notendurchschnitt lag bei 2,0. Ja, ich weiß, ich bin selbst daran schuld, dass ich keinen besseren Schnitt habe. Könnte ich noch einmal Abi machen, würde ich Vieles anders machen.

2. In den Weihnachtsferien habe ich erfahren, dass man theoretisch sein Ergänzungsfach wechseln kann. Ein Mädchen aus meinem Soziologie-Grundkurs, die eigentlich Anglistik und Soziologie studiert, möchte in den Sozialwissenschafts-Bachelor wechseln und besucht deswegen neben den Soziologie- und Anglistikveranstaltungen noch die für Sozialwissenschaft notwendigen anderen Fächer.

Bei mir hätte sich das eigentlich auch angeboten. Ich habe keinen besonders vollen Stundenplan, könnte die nötigen Veranstaltungen also besuchen und zum zweiten Semester wechseln. Mittlerweile ist das erste Semester allerdings fast vorbei, die vorlesungsfreie Zeit rückt näher und ich habe keine Chance mehr, Credit Points in den wichtigen „MeKoWi“-Veranstaltungen zu bekommen. Ich werde mich an die Studienberatung wenden müssen.

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