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100 erste Tage an der Uni

Endlich ein Dach über dem Kopf

Endlich ist es passiert: Obwohl ich (aufgrund von Tests und einem Schreibwettbewerb) lange nicht mehr nachgesehen habe, dachte ich mir, doch mal wieder ein bisschen auf meiner favorisierten WG-Such-Seite im Internet nach Wohngemeinschaften in Düsseldorf zu suchen. Alle Inserenten, die mir sympathisch erschienen, habe ich kurzerhand angeschrieben. Unter anderem habe ich mich für eine WG beworben, die in dem Studentenwohnheim liegt, in dem auch zwei meiner Bekannten von der Erstifahrt wohnen – und die mir vorgeschwärmt hatten, wie toll es dort wäre. Die Antwort der WG kam extrem schnell (acht Minuten nach meiner Anfrage) und genauso schnell war ein Besichtigungstermin zwei Tage später vereinbart.

Mit einem guten Gefühl im Bauch, aber auch ziemlich viel Bammel, stand ich dann an besagtem Tag viel zu früh vor dem Wohnheim und war erst einmal baff. Ich habe keine Ahnung, was ich mir vorgestellt hatte, aber so etwas Schickes sicherlich nicht! Ich hätte nie gedacht, dass es sich bei dem modernen, schönen Gebäude um ein Wohnheim handelt. Die WG war schön, das Zimmer größer als mein jetziges und meine zukünftigen Mitbewohnerinnen haben auf mich einen sehr netten Eindruck gemacht. Beim Abschied hieß es, sie würden sich melden, und ich war den halben Heimweg lang nervös, dass ich womöglich zu wenig geredet hatte oder unsympathisch rüberkam. Doch dann kam, noch während ich in der Bahn saß, ein Anruf: „Du hast das Zimmer!“ Bis Ende Januar musste ich einige Unterlagen im Studentenwerk abgeben und seit dem ersten Februar habe ich den Wohnungsschlüssel und wohne theoretisch dort. Theoretisch nur deswegen, weil es noch einiges zu tun gibt. Ich muss das Zimmer noch streichen und den Umzug organisieren, was sich wegen der Karnevalstage leider verzögert.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Feb 15, 2013
Autor: Janna
Rubrik: studium
Feb 15, 2013

100 erste Tage an der Uni

Kamelle

Kamelle! Kamelle! Nachdem alle Klausuren geschrieben waren, kam auch ich als frischgebackene Kölnerin nicht um Karneval herum. Ich glaube, am liebsten wäre ich davor geflohen, aber leider fiel alles mit dem Beginn der Semesterferien und somit auch dem kurzen Besuch meiner Mutter zusammen. So schlugen wir zwei Nordhessinnen uns tapfer am Karnevalssonntag durch die Kölner Innenstadt. Prompt stießen wir auf den ersten Karnevalsumzug und spätestens bei dem Mix aus Kapellenmusik und Süßigkeiten waren auch wir begeistert. Später trauten wir uns sogar noch auf den Heumarkt – und trafen ein zweites Mal auf den Umzug! Im Brauhaus Sion war es dann proppenvoll. Ununterbrochen wurden wir von kölschen Partyliedern beschallt und klein, wie die Welt ja bekanntlich ist, trafen wir sogar noch auf alte Bekannte.

Das wirkliche Karnevalserlebnis stand uns jedoch erst noch bevor: Am Rosenmontag trauten wir uns wegen des großen Umzugs nicht in die Innenstadt, und so beschlossen wir nach Bonn zu fahren, damit ich dort meiner Mutter meine Uni zeigen konnte. Schon aus der Bahn heraus sahen wir jedoch den Bonner Rosenmontagszug und so war klar, dass wir uns vor dieser neuen Erfahrung nicht würden drücken können. Wir positionierten uns am alten Rathaus , und nachdem wir die ersten zwei Bonbons gefangen hatten, wurden uns auch noch zwei Taschen in die Hand gedrückt. Darin konnten wir dann jeder gefühlte zehn Kilo Schnuckewerk sammeln, außerdem Marmelade, Taschentücher, farbige Nudeln und das Beste: chinesische Essstäbchen im Hello-Kitty-Design!

Alles in allem hatten wir richtig Spaß und unsere Kamellebeutel werden uns wohl noch lange an unseren ersten Karneval im Rheinland erinnern. In diesem Sinne: Kölle Alaaf!

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Feb 14, 2013
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Feb 14, 2013

100 erste Tage an der Uni

Traue keiner Statistik ...

Letzten Donnerstag war es schließlich so weit: mein letzter Versuch im Rahmen des physikalischen Grundpraktikums stand an. In zehn Versuchen hatte ich zuvor bereits die Dichte von Wasser und Kochsalzlösungen bestimmt, Innenwiderstände von Ampere-Metern gemessen, Brennweiten und Auflösungsvermögen berechnet. Schließlich ging es daran, die Kondensationswärme von Wasser herauszufinden. Doch was soll ich sagen: In diesem Versuch ist dann einiges schief gelaufen. Anstelle der rund 2.250 Kilojoule ließen meine Messwerte keine andere Berechnung der Kondensationswärme von Wasser als etwa 3.100 Kilojoule zu, was immerhin einer Abweichung von knapp 50 Prozent entspricht... Und nun der letzte, von mir sehnlichst erwartet Versuch: die Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit – in Luft, Wasser und anderen Medien.

In Luft beträgt sie bei 20 Grad laut Tabellen circa 299.710 Kilometer in der Sekunde. Der Wert, den ich maß, betrug ungefähr 303.000 Kilometer pro Sekunde. Das entspricht einer Abweichung von etwa einem Prozent. Ich bin zufrieden.

Voller Euphorie ob des nahen Endes der Praktikumszeit (zwar waren die Versuche für ein Spielkind wie mich spaßig, doch das ständige Protokoll-Schreiben war auf Dauer doch recht lästig) machte ich mich – für mich total untypisch – direkt an die Auswertung des Versuchs. Bis nachts um drei saß ich daran, sodass ich es bereits einen Tag später abgeben konnte. Damit war mein Physikstudium beendet.

Mitgenommen habe ich trotz des letztendlich geringen Aufwands einiges: Die 242 Seiten voller eigens angefertigter Versuchsprotokolle boten mir einen sehr guten Einblick in Laborarbeit. Außerdem habe ich gelernt, wie man eigentlich falsche Ergebnisse durch geschicktes Argumentieren, Runden und Zusammenfassen irgendwie doch noch passend macht. Das Sprichwort „traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ kann ich demnach verifizieren. Und das, obwohl ich mich die ganze Zeit über im Rahmen des Erlaubten bewegte.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Feb 7, 2013