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100 erste Tage an der Uni

Und es ist Münster!

Ich schildere jetzt mal ein Dilemma und ihr könnt euch überlegen, wie ihr euch entschieden hättet.

Ihr habt an einem Studierfähigkeitstest teilgenommen und geht fest davon aus, nicht zu den besseren 50 Prozent gehört zu haben. Entsprechend seid ihr überzeugt, keine Aussichten auf den Studienplatz in Medizin zu haben. An eurem Geburtstag erhaltet ihr dann die Nachricht, dass das Ergebnis dieses Tests online abgerufen werden kann, natürlich so anonymisiert, dass nur ihr selbst euer Resultat erkennen könnt.

Was macht ihr also? Öffnet ihr die Website und schaut nach, ob es gereicht hat? Wenn ja, ist der Geburtstag wohl perfekt und nicht zu toppen. Wenn nein, was dann? Den restlichen Tag an sich zweifeln, sich die gute Laune verderben lassen?

Ihr ahnt es schon, genau diese Nachricht hat mich letzte Woche erreicht. Also musste ich mich mit genau dieser Zwickmühle auseinandersetzen. Gute zwei Stunden hat es gedauert, bis ich mich letztlich dazu durchgerungen habe, die Spannung lösen zu wollen. Ich schaute mir also die Listen an und suchte meine Identifikationsnummer: Immer weiter scrollte ich runter, die Punkte (grün bedeutet eine Zulassung, rot die Ablehnung, gelb ist noch unsicher) werden schnell gelb, schließlich rot, und meine Nummer ist noch nicht aufgetaucht. Plötzlich: Listenende! Etwas verwundert frage ich mich, was da schiefgegangen ist. Bekanntermaßen sind 99 Prozent aller Fehler ja Bedienungsfehler, also entschließe ich mich, nochmal von vorne anzufangen.

Und tatsächlich, 15 Plätze vor dem gelben Bereich, also auf Rang 60 (ungefähr), finde ich meine ID. Welch Freude! Eine (fast) sichere Zusage in Münster! Damit steht fest, DASS ich im Sommersemester Medizin studieren werde! Ob es schlussendlich Münster wird, ist jedoch noch offen, schließlich können ja auch noch Zusagen von anderen Unis folgen! Jedoch bin ich momentan schon sehr geneigt, nach Münster zu ziehen, nachdem mir die Stadt während des Testtages schon sehr sympathisch war!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Mar 20, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Mar 20, 2013

100 erste Tage an der Uni

Wunschseminar

Der Kampf um die gewünschten Kurse fürs zweite Semester beginnt. Zwei Kriegerinnen begeben sich auf den Weg, ihre Wunschseminare gegen andere Bewerber und die verrinnende Zeit zu verteidigen:

28. Februar 2013, 23:50 Uhr:

Kristina: Weißt du, ab wann man sich morgen für die Kurse anmelden kann? Halb acht?

Janna: Ja, für die meisten. Bei manchen steht aber auch nur ab dem 1. März. Heißt das ab Mitternacht? Öh… Ich probiere das nachher mal

Kristina: Aber nicht bei allen, oder? Bei mir steht überall ab 7:30 Uhr.

Janna: Hab grad nachgeguckt, ist bei mir nur bei einem Seminar so. Und das Modul hast du nicht, von daher alles gut.

1. März 2013, 00:00 Uhr:

Kristina: Los, beleeeg!

Janna: Juhu, jetzt hab ich schon eine Veranstaltung im Stundenplan stehen!

Kristina: Sehr gut! Und der Rest kommt morgen früh.

Janna: Ich hab Angst zu verschlafen… und dass dann am besten noch der Server abstürzt und gar nichts mehr geht …

Kristina: Oder dass man überhaupt nicht mehr reinkommt…

Janna: Ich hoffe darauf, dass ganz viele einfach nicht so früh aufstehen. Und dass ich nicht verschlafe! Ich war die letzten Tage immer erst gegen drei im Bett, glaube, das war nicht so ne gute Idee.

Kristina: Oje.

Janna: Aber ich hab jetzt zwei Wecker auf sieben Uhr gestellt. Hoffentlich klappt das.

Kristina: Ich hoffe, dass ich nicht irgendwas verpeilt hab und das System doch jetzt schon freigeschaltet ist. Naja, aber ich leg mich dann mal noch ein paar Stunden hin und träume von abstürzenden Servern... Gute Nacht!

Janna: Gute Nacht!

1. März 2013, 07:10 Uhr:

Janna: Ich hab es geschafft, ich bin wach, aber todmüde.

Kristina: Dito! Hast du dich auch schon eingeloggt und mehrere Tabs für jedes Seminar geöffnet, in das du willst?

Janna: Ja, zwei Dumme, ein Gedanke!

Kristina: Guck mal, vor zwei Minuten waren noch 28 User online – jetzt sind es 70!

Janna: Oje, aber 70 ist noch gar nicht viel.

Kristina: Du musst mal auf aktualisieren klicken, das steigt stetig an!

Janna: 115 und noch acht Minuten…aaaah! Ich bin voll aufgeregt!

1. März 2013; 07:35 Uhr:

Janna: So, ich hab mich jetzt überall angemeldet, wo ich rein will. Und sicherheitshalber noch bei ein oder zwei Ausweichseminaren.

Kristina: Ich auch, hoffentlich komme ich überall rein. Bei einem Seminar bin ich eine von 65!

Janna: Ach, das wird schon. Die anderen sich doch bestimmt auch doppelt und dreifach angemeldet.

Kristina: Ja, hoffentlich!

Janna: So, ich hab Hunger, bin mal frühstücken. Bis später!

Kristina: Bis später!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 14, 2013
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 14, 2013

100 erste Tage an der Uni

Ein kleines Mädchen in der Großstadt

Tada, hier bin ich, frischgebackene Düsseldorferin. Seit ein paar Tagen wohne ich im Wohnheim und kann schon jetzt sagen, dass es mir dort super gefällt. Woran ich mich allerdings noch gewöhnen muss, ist die Stadt an sich.

Es mag vielleicht naiv klingen, aber mir ist vorher nie aufgefallen, wie groß Düsseldorf tatsächlich im Vergleich zu meiner 40.000-Einwohner-Heimatstadt ist. Allein schon die bereits erwähnten Probleme, sich mit dem Auto zurechtzufinden. Mittlerweile weiß ich aber, wie man am schnellsten von meinem Elternhaus zum Wohnheim und wieder zurückkommt.

In der Kleinstadt weiß ich, wo alles ist. Ich habe knapp 16 Jahre dort gewohnt und würde mal sagen, dass ich mich –abgesehen von abgelegenen Randgebieten – dort ziemlich gut auskenne. Und wenn man dann mal, durch Gespräche mit dem Beifahrer abgelenkt, eine Abfahrt verpasst, heißt es: „Ach egal, fahr ich eben die Straße hoch und dann da hinten durch die Wohnsiedlung oder ich drehe am Parkplatz oben.“ So weit bin ich in Düsseldorf noch lange nicht, aber dass ich mittlerweile wenigstens die eine oder andere Straße wiedererkenne, zähle ich als Erfolg.

Außer dem Auto gibt es hier aber noch viel wichtigere Fortbewegungsmittel: die öffentlichen! Eigentlich dachte ich, dass ich mit Bus und Bahn mittlerweile sehr gut zurecht komme. Seit der fünften Klasse kann ich Busfahrpläne lesen und spätestens als dann irgendwann das Thema „Shoppen“ aufkam, habe ich zumindest ein paar grundlegende Streckenverbindungen auf meinem Radar, die sich bei jedem neuen Lieblingsladen erweitern.

Daher dachte ich auch, es sei absolut kein Problem, am Dienstagabend, als ich nach dem gelungenen Umzug mit der Clique in unserer Stammbar Fußball gucken war, einfach mit der letzten Möglichkeit des öffentlichen Nahverkehrs zum Wohnheim zu fahren.

Die Verbindung war schnell rausgesucht, bis zur Bahn und in den ersten Bus auch kein Thema, nur dann wurde es kritisch: Die Bushaltestelle, an der ich hätte umsteigen müssen, wurde nicht angezeigt. Irgendwann war ich mir dann auch sicher, mehr als die nötigen fünf Stationen gefahren zu sein und stieg aus, um nicht noch weiter von meiner Route abzuweichen. Die Haltestelle in die entgegengesetzte Richtung war schnell gefunden, aber der Anruf bei einer Freundin brachte nicht das gewünschte Ergebnis: Die letzte Verbindung war vor zehn Minuten und die nächste ist erst um vier Uhr morgens. Da stand ich nun, mutterseelenallein in einer mir unbekannten Gegend und nur via Handy mit jemand Vertrautem verbunden. Was nun?

In dieser Situation fiel mir allerdings eine Haltestelle ein, die auf meiner gewohnten Route zum Wohnheim lag. Dorthin fuhr auch noch ein Bus. Von dort aus musste ich zwar immer noch 20 Minuten bis zum Wohnheim laufen, aber zumindest wusste ich wieder, wo ich mich befand. Die ersten Orientierungsschwierigkeiten habe ich somit gemeistert und ich bin optimistisch, auch weiterhin alles ganz gut hinzubekommen.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 6, 2013
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 6, 2013