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100 erste Tage an der Uni

Home is where your laptop is

Nach dieser Devise habe ich in den letzten Wochen gelebt. Egal, ob ich grade in Düsseldorf, bei meiner Familie oder bei meinem Freund war, mein Laptop war immer dabei.

Letzten Sonntag kam ich dann nach einem Wochenende bei meiner Familie wieder im Wohnheim an und stellte fest: Mein Laptop, den ich ganz sicher beim Verlassen des Hauses im Arm gehalten hatte, befindet sich nicht mehr dort, was heißt, dass er irgendwo auf meinem Weg nicht mit mir ausgestiegen ist und jetzt weiter Bus oder Bahn fährt …

Einige Telefonate später hatte ich noch immer keine Gewissheit über das Schicksal meines Klapprechners, aber immerhin eine Nummer, bei der ich am nächsten Tag gegen Mittag noch einmal anrufen sollte. In der Nacht konnte ich kaum schlafen und am nächsten Morgen war ich viel zu früh wach, sodass die Frage einer Unifreundin, ob ich mit zum Shoppen käme, sehr gelegen kam, um mich abzulenken … und später Beistand beim Telefonieren zu haben!

„Hallo, ich habe meinen Laptop im Bus oder in der Bahn vergessen. Er befindet sich in einer pinken Laptoptasche und er könnte in einem von diesen drei Bussen oder in der Bahn gewesen sein … So einen haben Sie in der Rheinbahn gefunden? ... DANKESCHÖN!“

Nachdem ich mich von meiner Unifreundin verabschiedet hatte, machte ich mich sofort auf den Weg ins Fundbüro, zu dem der Mitarbeiter der Rheinbahn mir am Telefon den Weg erklärt hatte. Leider – und mir ist bis jetzt nicht klar, wie es dazu kam, weil ich mich eigentlich mittlerweile sehr gut mit den für mich notwendigen Bahnen und Bussen auskenne und lieber einmal zu viel auf die Nummer achte – schaffte ich es irgendwie, die U74 und die U75 miteinander zu verwechseln, was mir auch erst nach ein paar Stationen auffiel, sodass ich zurück fahren musste und damit erst um 15:37 vor dem Rheinbahnfundbüro stand. Sieben Minuten, nachdem dieses geschlossen hatte.

Immerhin, der Laptop war nicht weg und am nächsten Morgen stand ich pünktlich vor der Tür des Fundbüros, um ihn in Empfang zu nehmen und kann jetzt diesen Blogeintrag darauf tippen. Danke Rheinbahn!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 24, 2013
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 24, 2013

100 erste Tage an der Uni

Neue Ziele

Manchmal reicht eine einzige Sekunde, um zu erkennen, dass man etwas ändern muss – und zwar radikal. Und dann muss alles ganz, ganz schnell gehen. Es kommt mir selbst noch vor, als wären die gesamten letzten Wochen ein nicht enden wollender böser Traum. Jetzt sitze ich daheim und fühle mich, als wäre ich zu Zwangsurlaub verdonnert worden. So weit weg von der Uni ist an Vorlesungen und Seminare natürlich nur schwer zu denken. Trotzdem habe ich die nötige Motivation gefunden, mich mit der ersten Lautverschiebung zu befassen. Und ich bin fast schon gerührt, wie viel Verständnis manche Professoren für einen aufbringen. Naja, vielleicht können sie sich selbst noch lebhaft an ihre Studentenzeit erinnern und wissen, dass alles manchmal ziemlich kompliziert sein kann.

Nun muss ich nur noch irgendwie das laufende Semester über die Bühne kriegen. Aber für mich steht fest: Was ich angefangen habe, führe ich auch zu Ende! Aber dann ist Schluss.

Natürlich werde ich meine neuen Freunde ziemlich vermissen und auch, wenn ich mich gerade ein wenig eingelebt hatte: Im Rheinland hält mich nichts mehr. Vielleicht bleibe ich eben doch immer das kleine Mädchen vom Land, das in der Stadt – außer zum Shoppen versteht sich – nichts verloren hat. Das wurde mir in den letzten Wochen schmerzlich bewusst. Nun wieder angekrochen zu kommen, fühlt sich zwar alles andere als souverän an, aber zum Glück warten meine Freunde auf mich und das macht alles wieder wett!

Und wir schmieden schon große Pläne: eine Mädels-WG zu viert? Also, liebe Göttinger Vermieter, drei Studentinnen und eine angehende Kinderkrankenschwester suchen Traumwohnung für ein neues Leben mit ganz viel Frauenpower.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  May 22, 2013
Autor: Noelle
Rubrik: studium
May 22, 2013

100 erste Tage an der Uni

Ich als Radiomoderatorin

Der Donnerstag beginnt wieder mit Theorie, diesmal über Anmoderationen. Das Wort gehörte vorher noch nicht wirklich zu meinem aktiven Wortschatz, aber eigentlich ist klar, was gemeint ist: Eine Anmoderation ist die Überleitung zu einem Beitrag im Radio. Dabei wird meist auch kurz erklärt, worum es geht, damit der Hörer vorbereitet ist.

Mit den Anmoderationen haben wir dann auch die Basics gelernt, die man für eine Radiosendung braucht. Dann heißt es im größeren Rahmen produktiv werden. Wir sollen uns in Gruppen zusammenfinden und eine eigene Sendung erstellen. Genug Themenvorschläge sind schnell gesammelt, aber leider nicht nur genug, sondern zu viele. „Wir können keine acht Gruppen machen, das schaffen wir zeitlich überhaupt nicht“, meint die Dozentin und als später immer noch keine wirkliche Lösung gefunden ist: „Ich gehe jetzt raus und in fünf Minuten habt ihr euch zu fünf Arbeitsgruppen zusammengeschlossen.“

Diese Methode funktioniert überraschend gut und neben Gruppen, die sich mit Fußball, Scientology, Nordkorea und Nachtschichtarbeit befassen, sitze ich mit zwei Jungs und fünf anderen Mädchen in der Kino-Gruppe. Was für eine Zielgruppe wir ansprechen wollen, ist schnell geklärt („Wie EinsLive. Also 14- bis 35-jährige“), wann wir senden wollen auch („Mittwochnachmittag wäre doch ganz gut, oder? Donnerstags kommen ja die Filme in die Kinos und unser Kino-Beitrag klärt dann darüber auf, was gut ist und was nicht.“) und sogar ein Name für unseren Radiosender ist schnell gefunden. („Was haltet ihr von LautStark FM?“). Nach einiger Zeit haben wir uns dann auch darauf geeinigt, dass die Sendung „Top oder Flop“ heißen soll und jeweils einen Top- und einen Flop-Film der Woche vorgestellt wird. Dann wird es schwierig: Was genau bringen wir alles ein? Und wer übernimmt was?

Auf die erste Frage ist die Lösung noch halbwegs zügig gefunden. Wir brauchen mindestens zwei Moderatoren, Jingles, ein Statement von einem Regisseur, ein Interview mit einem Schauspieler und einen Kinoexperten, der die Top- und Flop-Filme vorstellt. Aber damit fängt die Zeitvergeudung an. Wir halten uns an wirklich winzigen Details auf. „Was für einen Film nehmen wir denn?“ – „Zu welchem Film interviewen wir denn den Regisseur?“ – „Wir haben nicht genug Rollen, sodass jeder etwas übernehmen kann.“ – „Wir könnten eine ausländische Schauspielerin nehmen, dann kann jemand noch die Übersetzerin machen.“ – „Kann jemand von euch so gut Englisch, dass man ihr die Amerikanerin abnimmt?“ – „Also ich kann ganz gut Spanisch vorlesen.“ – „Dann brauchen wir einen Film, in dem eine Spanierin vorkommt…“

Die Diskussion ist anstrengender als erwartet. Aber irgendwann sind die Rollen vergeben und auch für das Problem, dass drei Moderatoren für eine Sendung vielleicht etwas viel sind, gibt es eine Lösung: „Hendrik und ich sind quasi die Standard-Moderatoren vom Mittwochnachmittag, ich mache die Anmoderation, dann leitet Hendrik später zu Dion über, der irgendein Moderator von LautStark FM ist und das Interview mit Liza führt, und dann am Ende mache ich die Abmoderation, okay?“ Mit meiner Idee sind die anderen einverstanden und dann heißt es erst einmal: Texte schreiben.

Eine halbe Stunde später sind wir fertig und stellen unsere Ergebnisse vor. Ehemals so groß wirkende Probleme werden jetzt einfach behoben („Ist doch egal, dass es in Iron Man 3 um was ganz anderes geht, dann ist da halt nicht dieser Mandarin, sondern eine Lateinamerikanerin die Gegenspielerin von Tony Stark“). Die Durchlaufproben klappen so gut, dass wir an dem Tag schon ein paar Teile der Sendung aufnehmen können.

Am nächsten Tag geht es leider etwas hektischer zu, weil auch die anderen Gruppen ins Studio müssen, aber wir kommen noch dazu, unsere Sendung fertig zu stellen und zu präsentieren. Der Beitrag unserer Kinoexpertin ist leider ein bisschen lang und dadurch etwas eintönig geworden, aber sonst bekommen wir fast nur Lob und gerade die Idee, ein Interview mit Übersetzerin einzubauen, findet großen Anklang.

Insgesamt hat mir das Seminar auf jeden Fall Spaß gemacht, schreibe ich auf den Feedback-Bogen. Ich kann es nur weiter empfehlen und spiele für ein paar Tage mit dem Gedanken, vielleicht doch Radiomoderatorin zu werden.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 13, 2013
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 13, 2013