interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Neue Ziele

Autor:
Noelle

Rubrik:
studium

22.05.2013

Manchmal reicht eine einzige Sekunde, um zu erkennen, dass man etwas ändern muss – und zwar radikal. Und dann muss alles ganz, ganz schnell gehen. Es kommt mir selbst noch vor, als wären die gesamten letzten Wochen ein nicht enden wollender böser Traum. Jetzt sitze ich daheim und fühle mich, als wäre ich zu Zwangsurlaub verdonnert worden. So weit weg von der Uni ist an Vorlesungen und Seminare natürlich nur schwer zu denken. Trotzdem habe ich die nötige Motivation gefunden, mich mit der ersten Lautverschiebung zu befassen. Und ich bin fast schon gerührt, wie viel Verständnis manche Professoren für einen aufbringen. Naja, vielleicht können sie sich selbst noch lebhaft an ihre Studentenzeit erinnern und wissen, dass alles manchmal ziemlich kompliziert sein kann.

Nun muss ich nur noch irgendwie das laufende Semester über die Bühne kriegen. Aber für mich steht fest: Was ich angefangen habe, führe ich auch zu Ende! Aber dann ist Schluss.

Natürlich werde ich meine neuen Freunde ziemlich vermissen und auch, wenn ich mich gerade ein wenig eingelebt hatte: Im Rheinland hält mich nichts mehr. Vielleicht bleibe ich eben doch immer das kleine Mädchen vom Land, das in der Stadt – außer zum Shoppen versteht sich – nichts verloren hat. Das wurde mir in den letzten Wochen schmerzlich bewusst. Nun wieder angekrochen zu kommen, fühlt sich zwar alles andere als souverän an, aber zum Glück warten meine Freunde auf mich und das macht alles wieder wett!

Und wir schmieden schon große Pläne: eine Mädels-WG zu viert? Also, liebe Göttinger Vermieter, drei Studentinnen und eine angehende Kinderkrankenschwester suchen Traumwohnung für ein neues Leben mit ganz viel Frauenpower.

Diesen Artikel teilen