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100 erste Tage an der Uni

Jounalistin? Ich? Niemals!

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

29.05.2013

Das dachte ich eigentlich bisher. Die Zeitungsbranche ist so ungefähr der einzige Medienbereich, der mich überhaupt nicht interessiert. Wenn überhaupt, könnte ich mir vorstellen, bei einer Frauenzeitschrift zu arbeiten, aber eine Zeitung, die sich hauptsächlich ums Informieren bemüht? Das ist doch langweilig!

Trotzdem war in der letzten Ausgabe der Unizeitung ein Artikel von mir zu finden. Wie es dazu kam? Nun, dafür muss ich etwas weiter ausholen. Zu Anfang des Semesters postete jemand in die Facebookgruppe der Germanistik-Erstis 2012 einen Aufruf, dass Ex-Erstis gesucht würden, die man für die Unizeitung „Campus Delicti“ interviewen wollte. Wie es nur allzu oft bei Freiwilligen-Aktionen der Fall ist, blieb dieser Aufruf zunächst unbeachtet, sodass ich mir ein Herz fasste und die Posterin fragte, ob der Aufruf noch aktuell sei. Eine Woche später wurde ich in einem Café interviewt, wie mein erstes Semester so gelaufen sei, und, redefreudig wie ich bin, erzählte ich nicht nur von meinem ersten Semester, sondern auch noch mein halbes restliches Leben, bis die Reporterin der „Campus Delicti“ einhakte: „Du hast bei einem Y-Titty-Video mitgespielt?“ „Ja, gegen Ende der Semesterferien habe ich mich mit einer Freundin spontan dafür gemeldet, als die Komparsinnen gesucht haben.“

Und ehe ich mich versah, wurde ich dazu rekrutiert, doch einen Artikel über dieses Erlebnis mit den meistabonnierten Youtubern Deutschlands zu schreiben. Vor dem geöffneten Word-Dokument war das dann doch irgendwie schwieriger als gedacht. Wie schreibt man nochmal einen Artikel? Ach hm, ich versuche einfach, so ähnlich zu schreiben wie bei meinen Blogs. Das klappte ganz gut, ein Foto vom Dreh war auch schnell gefunden und mit einer Mail an Y-Titty hatte ich dann auch die Abdruckerlaubnis. Am übernächsten Donnerstag lag dann die „Campus Delicti“ mit meinem Artikel aus, was sich schon irgendwie ziemlich cool angefühlt hat.

Trotzdem bleibe ich dabei: Journalistin möchte ich nicht werden. Als Gastschreiberin für die Unizeitung werde ich vielleicht doch noch das eine oder andere Mal einen Artikel zur Veröffentlichung bringen. Aber diese Ausflüge werden eher rar gesät sein.

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