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100 erste Tage an der Uni

Positiv bleiben

Autor:
Noelle

Rubrik:
studium

21.06.2013

Was uns nicht umbringt, macht uns stärker. Diesen Spruch habt ihr sicher alle schon mal zu hören bekommen. Und wer auch immer ihn erfunden hat, ich bewundere dessen grenzenlosen Optimismus. Ich schätze, davon sollte ich momentan eine großzügige Scheibe abschneiden. Gestern habe ich mein möbliertes Studentenzimmer in Bonn-Endenich bezogen. Wobei – das Einzige, was ich bezogen habe, ist das Bett, denn ansonsten werde ich aus dem Koffer leben wie ein Superstar auf Welttournee. Ich kann mich glücklich schätzen, eine so tolle Freundin an der Uni gefunden zu haben. Diese holte mich nämlich direkt vom Bahnhof ab und wagte sich zusammen mit mir auf das noch unbekannte Territorium. Ohne sie hätte ich vermutlich ganz schön die Hosen voll gehabt.

Das erste Hindernis bestand darin, dass der Vermieter in der Zwischenzeit die Zimmertür nicht aufgeschlossen hatte und so standen wir erstmal wie bestellt und nicht abgeholt im Flur herum. Bei der Gelegenheit konnte ich jedoch gleich einen meiner beiden Mitbewohner auf Zeit kennen lernen, denn – was ich erst gestern erfuhr – ich werde mir die nächsten Wochen mit zwei jungen Männern Küche und Bad teilen. Der eine kommt aus Süddeutschland, der andere aus Kolumbien.

Das Beste an meiner neuen Wohnsituation ist jedoch die Tatsache, dass ich ohne Fernseher und W-LAN viel Zeit für mein etwas eingeschlafenes Sozialleben haben werde. Nach sechs Stunden Uni sitze ich zum Beispiel gerade vor Starbucks und genieße die seltenen Sonnenstrahlen, bevor ich gleich mit meiner Freundin „mensen“ gehe.

Ich finde, in Sachen Optimismus mache ich mich doch gar nicht so schlecht. Meine größte Motivation ist und bleibt jedoch die Aussicht auf meinen Wechsel nach Göttingen. Eben in diesem Moment besichtigen meine Mutter und zwei meiner zukünftigen Mitbewohnerinnen Wohnung Nummer zwei. 130 Quadratmeter, sechs Zimmer und nicht einmal 300 Euro Warmmiete pro Person. Die Eckdaten klingen schon mal mehr als verlockend. Hoffentlich halten die vier Wände auch das, was sie versprechen. Und bis dahin: positiv bleiben!

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