interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Lernen ist blöd

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

03.07.2013

Irgendwie ist Uni doch schwieriger als Schule – das ist das Fazit der letzten Tage. Nachdem ich am Donnerstag feststellte, dass die Methodenklausur schon in drei Wochen ist, wurde mir klar, dass ich dringend anfangen muss zu lernen.

Der Stoff ist zwar zum Großteil nicht schwer, aber sehr komplex, von daher hatte ich die Idee, dieselbe Methode wie für die Abiprüfung in Pädagogik anzuwenden, die mir immerhin 14 Punkte einbrachte. Ich muss dem Stoff erst einmal die Furcht nehmen, indem ich alles auf Karteikarten banne, was ich können muss. Dann muss ich einfach alles noch ein paar Mal wiederholen, bis es sitzt. So kann ich in die Klausur gehen und mit einer eins vor dem Komma wieder herauskommen. Soweit die Theorie. Die Praxis sah dann natürlich ganz anders aus.

Übers Wochenende wollte ich von Düsseldorf nach Hause fahren, ein bisschen lernen und noch etwas mit Freunden unternehmen. Im Gegensatz zu den Wochenenden davor (als ich eigentlich auch schon mit dem Lernen anfangen wollte) hatte ich sowohl mein Methoden-Notizbuch eingepackt – da man ohne Anmerkungen nicht alles von den Präsentationen verstehen kann – und die Garantie auf Internet in meinem Zimmer. Dafür klauten mir die öffentlichen Verkehrsmittel die Zeit. Normalerweise brauche ich ziemlich genau eine Stunde vom Wohnheim nach Hause, jetzt fiel anscheinend ein Bus aus, wodurch die nächste Verbindung erst eine halbe Stunde später und vor allem eine halbe Stunde länger angezeigt wurde. Dann verpasste ich an einer Umsteigestation auch noch meinen Anschlussbus… Meine Mutter konnte mich zum Glück mit dem Auto abholen, damit ich wenigstens noch pünktlich zum Treffen mit meinen Freunden kam, aber Zeit zum Lernen blieb leider nicht.

Am Samstag ging es weiter mit den Komplikationen. „Ich brauche einen funktionierenden Kuli! Und Karteikarten! Und ich habe beides nicht!“ Supermama, die ohnehin einkaufen wollte, rettete mir den Tag und brachte mir alles mit. Aber weit kam ich an jenem Abend trotzdem nicht. „Ich will das chronologisch machen und da muss ich dann wirklich alles verstehen, darum kann ich nicht weiter machen, bis ich weiß, warum es hier zwei verschiedene Formeln für die Standardabweichung gibt!“

Und auch am Sonntag ging es nur mühsam voran, weil ich zwischendurch immer wieder eine Freundin fragen oder das Internet konsultieren musste, wenn mir kleinere Sachen nicht klar waren. Mittlerweile habe ich die erste Präsentation halb durch – danach kommen noch ungefähr 20 weitere. Ich kann nur hoffen, dass es sich um Startschwierigkeiten handelt, die vielleicht daran liegen, dass ich zu Anfang nicht beim Tutorium war, sodass ich später schneller vorankomme.

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