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100 erste Tage an der Uni

Mädels-WG

Heute war es endlich soweit: Obwohl der Mietvertrag erst nächste Woche unterschrieben wird und damit noch nicht alles ganz in trockenen Tüchern ist, konnten wir heute die Schlüssel zu unserer neuen Wohnung abholen! Die Vormieter sind wirklich nett und auch der Mann der Immobiliengesellschaft, der für uns verantwortlich ist, ist sehr hilfsbereit. Und so scheint unser Traum von der 4er-Mädels-WG doch noch wahr zu werden.

Im Vorfeld konnte sich leider nur eine von uns die Wohnung ansehen. Wir hatten nicht wirklich damit gerechnet, dass das alles plötzlich doch so schnell geht, und so waren zwei von uns im Urlaub und ich war noch in Bonn. Doch die Bilder waren vielversprechend und heute konnten wir uns auch vor Ort davon überzeugen, dass wir einen echten Glückstreffer gelandet haben! Manchmal muss man einfach wirklich zur richtigen Zeit am richten Ort sein – oder die richtigen Websites aufrufen.

Unsere neue Mädels-WG besteht aus vier Zimmern, davon haben zwei etwa 14 und zwei etwa 18 Quadratmeter. Außerdem gibt es einen offenen Gemeinschaftsbereich mit funkelnagelneuer Einbauküche (und Spülmaschine!), einer riesigen Terrasse und zwei Bädern. Sie liegt zwar nicht gerade mitten in der Innenstadt, mit dem Bus ist das jedoch gar kein Problem und außerdem haben wir viele Einkaufsmöglichkeiten und ein Freibad direkt um die Ecke. Von den Vormietern müssen wir zwei oder drei Hochbetten übernehmen, aber ich finde die sogar richtig cool! Die sind nicht so wie früher im Kinderzimmer mit Rutsche und so. Die Betten sind 1,40m breit, schick in schwarz und groß genug, um ein Sofa oder einen Schreibtisch darunter zu stellen. Ich kann mir schon bildhaft meine Klappcouch an dieser Stelle vorstellen, eine Lichterkette und vielleicht ein paar lila Gardinen oder so etwas. Das kann man sich richtig kuschelig machen.

Unsere Einweihungsparty ist auch schon so gut wie geplant. Die große Terrasse lädt geradezu zum Grillen ein und da im restlichen Haus fast nur Studenten wohnen, wird sich wohl auch niemand über laute Musik beschweren.

Aber irgendwie habe ich auch ein bisschen Sorge, dass es wegen der Zimmeraufteilung den ersten Ärger geben könnte. Naja, noch ist ja nichts entschieden und ich möchte auch nicht jetzt schon den Teufel an die Wand malen. Wir haben uns unsere gemeinsame WG so sehr gewünscht, da werden wir auch dafür eine Lösung finden.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Aug 12, 2013
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Aug 12, 2013

100 erste Tage an der Uni

Methoden-Klausur: Geschafft!

Es ist ein Uhr nachts, aber noch warm genug, um im T-Shirt draußen zu sein und ich bin gerade einfach nur glücklich. Gerade hat mich eine Freundin mit dem Auto zu Hause abgesetzt, nachdem wir die Düsseldorfer Altstadt unsicher gemacht haben. Die gute Laune rührt allerdings nicht hauptsächlich daher, dass ich mich nach fast einem Jahr endlich wieder mit besagter Freundin treffen konnte, sondern vielmehr daher, dass ich endlich meine Methoden-Klausur hinter mich gebracht habe.

Nach knapp drei Wochen, die ich fast ausschließlich mit Lernen verbracht habe, saß ich heute in Hörsaal 5D, um nach über einem Jahr die erste Klausur seit dem Chemie-Abi zu schreiben. Gut vorbereitet hatte ich mich, mein Freund merkte beim gestrigen Ermutigungstelefonat an, dass er mich noch nie so hart arbeiten gesehen hätte, und beim Vorklausurgespräch mit ein paar Freunden war letztendlich ich diejenige, die auf alle Fragen eine Antwort wusste. Aber man weiß ja nie, was genau der Professor verlangt, und vor allem dessen Anmerkung aus der letzten Vorlesung vor der Klausur, dass es zwar möglich sei, volle Punktzahl zu erreichen, man dann aber auch wirklich eine Aufgabe nach der anderen zackzack herunterschreiben müsse, machte mir Sorgen, ob ich mit der Zeit hinkommen würde. Dementsprechend nervös, schlug ich nun die Klausur auf, fing an, die 36 Aufgaben zu bearbeiten und war nach 45 Minuten, also der Hälfte der Zeit, fertig. Eine halbe Stunde später hatte ich zweimal meine Antworten kontrolliert und gab ab.

Hundertprozentig sicher, alles richtig zu haben, bin ich mir nicht, bei ein paar Ankreuzaufgaben weiß ich nicht, ob der Professor die Frage so oder so gemeint hatte, aber gut bestanden habe ich vermutlich schon. Bis die Ergebnisse in ein paar Wochen da sind, habe ich zwar auch schon wieder einiges zu tun, mein Hausarbeitsthema muss genauer eingegrenzt werden und dann sind da noch das Protokoll und die fünf Arbeitsblätter, die zu erledigen sind, damit ich meine Beteiligungsnachweise erhalte, aber jetzt bin ich erst einmal frei!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jul 29, 2013
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jul 29, 2013

100 erste Tage an der Uni

Mir reicht es!

Inzwischen bin ich echt nicht mehr anspruchsvoll, was mein zukünftiges Reiseland angeht. Ich brauche nicht viel: ein Bett zum Schlafen, nette Gesellschaft beim Essen, Natur zum Bestaunen und eine Arbeit, die mich erfüllt. Ist denn das so schwer zu finden?!

Ich bin wieder daheim und allmählich nicht nur genervt, sondern regelrecht sauer. Eigentlich wollte ich nach Südamerika, aber ich sehe nicht ein, sechs Tage die Woche, sechs Stunden am Tag für ein Bett im Fünf-Bett-Zimmer und Verpflegung zu arbeiten. Eine andere Variante: Man legt sich erst gar nicht auf die Art der Arbeit und die Dauer fest. Südamerika war damit für mich gestorben. Ich fliege nicht auf einen fremden Kontinent, wo ich anscheinend als billige Arbeitskraft angesehen werde oder die Rahmenbedingungen nicht eindeutig geregelt sind.

Also verbuchte ich das als Pech und machte mich mit Optimismus erneut auf die Suche. Der Optimismus war leider fehl am Platz. Für Thailand erklärt man mir beispielsweise, ich solle mindestens zehn (!) Stunden am Tag arbeiten, in Südafrika sind es acht (!). Oder man möchte, dass ich bezahle, um überhaupt arbeiten zu dürfen. Zwischenzeitlich fragte ich mich, ob ich immer noch zu hohe Ansprüche hätte, allerdings bestätigte meine Familie mir dann, dass das oben genannte eher als Ausbeutung und nicht als Freiwilligenarbeit angesehen werden kann.

An alle, die sich nach der Schule oder dem Studium etwas ähnliches wie ich vorgenommen haben: Es lohnt sich, doch es kostet Nerven und man sollte immer vor der Anreise klären, auf was man sich einlässt. Versteht mich nicht falsch, ich würde es jederzeit wieder tun. Und etwas Gutes hat diese Art zu reisen auch: Man ist gezwungen, spontan zu sein, sonst ist man schneller wieder daheim als einem lieb ist.

Was ich jetzt mache? Weitersuchen. Etwas anderes bleibt mir nicht übrig. Ich muss positiv denken und das Ganze sportlich sehen. Herausforderungen sind schließlich dazu da, sie zu meistern.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jul 22, 2013
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jul 22, 2013