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100 erste Tage an der Uni

Schlüsselspiel

Nein, es handelt sich bei dem Titel nicht um das Schlüsselklimpern vor der Haustür nach einem gelungenen Rendezvous, das laut „Hitch, der Date-Doktor“ anzeigt, dass ein Kuss erwünscht, erwartet oder erlaubt wird. Es handelt sich auch nicht um einen Teil eines Harry-Potter-Computerspiels, in dem man einen Schlüssel finden oder fangen muss. Nein, das Schlüsselspiel ist das wohl beliebteste Kennenlern-Spiel der Fachschaft Germanistik. Man erklärt anhand seines Schlüsselbunds, wer man ist. Bei mir sähe das zum Beispiel so aus: „Das hier sind die drei Schlüssel fürs Wohnheim: Haustür, Briefkasten und Wohnungstür. Seit Februar wohne ich dort und bin echt zufrieden damit. Das hier ist mein Haustürschlüssel für zu Hause, wo ich am Wochenende eigentlich immer bin. Dann habe ich hier noch einen Schlüsselanhänger, den meine beste Freundin und ich uns in der siebten Klasse auf Klassenfahrt gekauft haben, das ist ein Chip für Einkaufswagen. Meiner zeigt das Sternzeichen Waage, weil ich am 14. Oktober Geburtstag habe. Und das hier ist ein gepresster Cent mit der Freiheitsstatue drauf, eine Erinnerung an den USA-Urlaub 2010, der wirklich toll war und wo ich auf jeden Fall nochmal hin möchte.“

Aber was ist überhaupt der Sinn dahinter? Ich renne schließlich nicht über den Campus und erzähle jedem, der nicht bei drei auf dem Baum ist, was mein Schlüsselbund über mich aussagt. Nun, wie schon erwähnt, gebe ich in diesem Semester ein Orientierungs-Tutorium. An einem Wochenende Anfang Oktober fand eine Schulung statt, in der wir nach einer kurzen Namensrunde direkt zu Praxisübungen übergingen und uns in Kleingruppen unsere Schlüsselbunde erklärten.

Außerdem mussten wir Problemsituationen nachstellen, die jeweils von zwei Tutoren im Team gelöst werden sollten. Ich war heilfroh, dass ich nicht vorne vor den anderen stehen musste, viel lustiger war es ohnehin, sich in der Gruppe zu streiten, überhaupt nichts zu fragen oder überwissbegierig zu sein und als „nervöser Ersti“ vollkommen panisch tausend Fragen auf einmal zu stellen. Wie man mit solchen Situationen umgeht, weiß ich jetzt und auch sonst habe ich das Gefühl, dass ich insgesamt sehr gut auf das Tutorium vorbereitet bin. Sicherheit gibt mir auch die Tatsache, dass mein Tutoriumspartner Robin nicht zum ersten Mal dabei ist, sondern schon mehrere Male ein Orientierungs-Tutorium gegeben und somit Erfahrung damit hat – auch in Sachen Schlüsselspiel.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 25, 2013
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 25, 2013

100 erste Tage an der Uni

Oktoberfest down under

Meine beste Freundin und ich waren uns einig: Dieses Jahr wollten wir etwas Großes erleben, und was ist schon größer als das Oktoberfest in München? Jährlich strömen über sechs Millionen Besucher auf die Theresienwiese und diesmal waren wir zwei von ihnen.

Ausgestattet mit waschechten Dirndln machten wir uns also auf in Richtung Abenteuer. Dass wir auf dem Hinweg im ICE bis Nürnberg auf dem Fußboden sitzen mussten, konnte unsere Vorfreude nur leicht bremsen.

Am ersten Tag unseres Kurztrips hatten wir riesiges Glück mit dem Wetter. Wir versuchten zwar, in einem der Zelte, in die Tausende von Menschen passen, einen Platz zu ergattern, doch das stellte sich schnell als aussichtslos heraus. Häufig wurden die Zelte schon am Mittag dicht gemacht, weil darin kein Blatt mehr zu Boden fallen konnte. Am Ende konnten wir jedoch im Biergarten noch ein freies Plätzchen finden.

Der schönste Tag war allerdings der Freitag. Obwohl es ein wenig nieselte, setzten wir uns draußen auf eine freie Bank. Die Schotten am Nebentisch hielten mit ihren Gesängen den ganzen Biergarten auf Trab, weshalb die Sicherheitsleute sie bald freundlich darauf hinwiesen, doch lieber das Weite zu suchen. Nach einer Weile gesellten sich ein paar junge Australier zu uns, die etwas gesitteter an die Sache heran gingen. Auch sie waren in traditionellen Trachten gekleidet und die Lederhosen standen ihnen wirklich gut. Wir verstanden uns auf Anhieb super, redeten über Studium, Arbeit und Freizeit. Es war eine perfekte Gelegenheit, mein Englisch aufzufrischen. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag miteinander und zogen sogar noch gemeinsam weiter.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Oct 23, 2013
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Oct 23, 2013

100 erste Tage an der Uni

Hausarbeit: geschafft!

Der Oktober hat begonnen und damit ist das zweite Semester zu Ende. Und ich muss sagen, es war gerade in den letzten Tagen ziemlich hektisch. Die Tutoriumsunterlagen mussten abgegeben werden und dann musste ich ja auch noch eine Hausarbeit schreiben. Am letzten September-Wochenende habe ich mir nicht mehr als sieben Stunden Schlaf pro Nacht gegönnt und dann von morgens bis abends mit Primär- und Sekundärliteratur vor dem Laptop gesessen.

Wobei gerade die Literatur ein Problem darstellte: Fast alle Bücher, die ich brauchte, standen entweder in der Verbundbibliothek oder im Semesterapparat. Aus Semesterapparaten kann man aber nichts ausleihen, aus der Verbundbibliothek nur übers Wochenende. Und als die Semesterapparate aufgelöst wurden und die Bücher daraus zurück in die Regale gestellt wurden, war auch noch ein Buch verschollen …

Nachdem die letzte Nachtschicht vor der Abgabe um halb fünf morgens eine fertige Hausarbeit ergeben hatte, durfte mein Vater am Montagmorgen noch einmal kritisch lesen. Und das war echt deprimierend. Während mein Freund und eine Freundin als Gegenleser zwar ein paar Stellen anmerkten, aber insgesamt eher positiv angetan waren, hieß es jetzt bei jedem zweiten Satz: „Das ist blümerant.“ Den Schluss sollte ich sogar komplett neu schreiben. Und das nach nur drei Stunden Schlaf!

Der Druck und die Erstellung des Deckblatts waren dann nur noch Formalitäten, aber weil die Bücher aus der Verbundbibliothek pünktlich um halb zwölf wieder an der Uni sein mussten, wurde es etwas hektisch und ich merkte erst viel zu spät auf dem Weg, dass der Schnellhefter mit der Hausarbeit noch zu Hause lag. Also Bücher zurückbringen, wieder nach Hause fahren, Hausarbeit holen, wieder zur Uni fahren.

Und dann musste ich auch noch herausfinden, wo man eine Hausarbeit abgibt. Im Büro des Dozenten? Gute Idee, nur leider ist das Büro abgeschlossen und niemand da. Dann vielleicht im Mediävistik-Sekretariat? Kein schlechter Gedanke. Nachdem ich zweimal durch den Mediävistik-und-Sprachwissenschafts-Korridor geschlendert war, hatte ich die rettende Idee: In den Bibliotheken stehen Computer. Dort fand ich heraus, wo sich das Sekretariat befindet und endlich konnte ich die Arbeit abgeben. Jetzt kann das neue Semester beginnen!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 10, 2013
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 10, 2013