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100 erste Tage an der Uni

Schlüsselspiel

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

25.10.2013

Nein, es handelt sich bei dem Titel nicht um das Schlüsselklimpern vor der Haustür nach einem gelungenen Rendezvous, das laut „Hitch, der Date-Doktor“ anzeigt, dass ein Kuss erwünscht, erwartet oder erlaubt wird. Es handelt sich auch nicht um einen Teil eines Harry-Potter-Computerspiels, in dem man einen Schlüssel finden oder fangen muss. Nein, das Schlüsselspiel ist das wohl beliebteste Kennenlern-Spiel der Fachschaft Germanistik. Man erklärt anhand seines Schlüsselbunds, wer man ist. Bei mir sähe das zum Beispiel so aus: „Das hier sind die drei Schlüssel fürs Wohnheim: Haustür, Briefkasten und Wohnungstür. Seit Februar wohne ich dort und bin echt zufrieden damit. Das hier ist mein Haustürschlüssel für zu Hause, wo ich am Wochenende eigentlich immer bin. Dann habe ich hier noch einen Schlüsselanhänger, den meine beste Freundin und ich uns in der siebten Klasse auf Klassenfahrt gekauft haben, das ist ein Chip für Einkaufswagen. Meiner zeigt das Sternzeichen Waage, weil ich am 14. Oktober Geburtstag habe. Und das hier ist ein gepresster Cent mit der Freiheitsstatue drauf, eine Erinnerung an den USA-Urlaub 2010, der wirklich toll war und wo ich auf jeden Fall nochmal hin möchte.“

Aber was ist überhaupt der Sinn dahinter? Ich renne schließlich nicht über den Campus und erzähle jedem, der nicht bei drei auf dem Baum ist, was mein Schlüsselbund über mich aussagt. Nun, wie schon erwähnt, gebe ich in diesem Semester ein Orientierungs-Tutorium. An einem Wochenende Anfang Oktober fand eine Schulung statt, in der wir nach einer kurzen Namensrunde direkt zu Praxisübungen übergingen und uns in Kleingruppen unsere Schlüsselbunde erklärten.

Außerdem mussten wir Problemsituationen nachstellen, die jeweils von zwei Tutoren im Team gelöst werden sollten. Ich war heilfroh, dass ich nicht vorne vor den anderen stehen musste, viel lustiger war es ohnehin, sich in der Gruppe zu streiten, überhaupt nichts zu fragen oder überwissbegierig zu sein und als „nervöser Ersti“ vollkommen panisch tausend Fragen auf einmal zu stellen. Wie man mit solchen Situationen umgeht, weiß ich jetzt und auch sonst habe ich das Gefühl, dass ich insgesamt sehr gut auf das Tutorium vorbereitet bin. Sicherheit gibt mir auch die Tatsache, dass mein Tutoriumspartner Robin nicht zum ersten Mal dabei ist, sondern schon mehrere Male ein Orientierungs-Tutorium gegeben und somit Erfahrung damit hat – auch in Sachen Schlüsselspiel.

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