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100 erste Tage an der Uni

Von der anderen Seite

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

09.12.2013

Der wesentliche Unterschied der diesjährigen Erstifahrt zur letztjährigen: Geschneit hat es nicht. Aber halt! Es gab noch einen: Ich bin nicht als Erstsemesterin mitgefahren, sondern als Tutorin. Auf den ersten Blick mag das nicht so ausschlaggebend gewesen sein. Ich wurde mehrmals überrascht gefragt: „Was, du bist Tutorin? Ich dachte, du wärst auch Ersti. Und was, du bist jünger als ich?“

Was genau ist nun so anders daran, Tutorin zu sein? Nun, zuerst wäre da die Tatsache, dass man als Begleiter gewisse Privilegien gegenüber den Erstis genießt. Kurz: Die beiden Hütten mit eigenem Bad gehörten uns! Dadurch wurde eine gewisse Distanz zwischen die Erstis und uns gebracht. Vielleicht auch ein Grund, weswegen ich an diesem Wochenende weniger neue Bekanntschaften gemacht habe als im letzten Jahr.

Zudem habe ich mich als Tutorin deutlich verantwortlicher gefühlt denn als Ersti. Dem Putzen am letzten Tag hatte ich mich letztes Jahr so weit wie möglich entzogen.

Vorm Wischen und Kloputzen konnte ich mich dieses Jahr auch weitestgehend drücken, aber dafür war ich früher wach als viele andere, habe Bierbänke zusammengeklappt, Böden gefegt, Flaschen sortiert, Müll eingesammelt und den Küchenputzern jedes gewünschte Gerät so schnell wie möglich besorgt.

Und während es mir im letzten Jahr absolut egal war, wer wo wann seiner Nikotinsucht nachging, wurde ich diesmal wirklich sauer, als eine Tutorin (!) meinte, unbedingt in der Hütte rauchen zu müssen. Mal abgesehen davon, dass man auf Nichtraucher Rücksicht nehmen sollte, stand in der Hausordnung ausdrücklich etwas von Rauchverbot in den Räumen. Sich als Person, die eigentlich Verantwortung tragen sollte, so zu verhalten, finde ich nicht gerade professionell.

Trotzdem war die Erstifahrt ein toller Erfolg. Ich verstehe mich mit den anderen Tutoren noch besser als vorher, habe auch unter den Erstis ein paar neue Leute kennengelernt und Spaß gemacht hat es auch. Wenn ich nächstes Jahr erneut Tutorin sein darf, fahre ich auf jeden Fall wieder mit!

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