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100 erste Tage an der Uni

Lieblingsseminar

Auch wenn ich Germanistik mit Leidenschaft studiere, muss ich zugeben, dass die Veranstaltungen, die ich in diesem Semester für Soziologie belege, die interessanteren sind. In „Das deutsche Bildungssystem“ diskutieren wir jede Woche neunzig Minuten lang mit einem extrem coolen Prof über Themen, für die damals im Pädagogik-Unterricht nicht so viel Zeit blieb wie ich mir gewünscht hätte.

Mein Highlight aber: „Online-Befragungen zu Themen der gesellschaftlichen Partizipation“. Schon die Methoden-Vorlesung im letzten Studienjahr fand ich ziemlich interessant – im Seminar jetzt gibt es die Möglichkeit, alles Gelernte auch noch praktisch anzuwenden. Ziel der Veranstaltung ist es, einen Fragebogen für eine Online-Befragung zu erstellen, um eine selbstgewählte These zu überprüfen.

Dafür mussten wir zuerst der Umgang mit entsprechenden Programm lernen. Bei Textfeldern kann man zum Beispiel angeben, welche Antworten gegeben werden sollen. Fragt man beispielsweise nach dem Alter der Person und setzt die Ausfüllanweisung hinzu, dass das Alter als ganze Zahl angegeben werden soll, ist es sinnvoll, die Option „Nur Zahlen“ auszuwählen. Wenn der Befragte jetzt einen Buchstaben oder ein Sonderzeichen in das Textfeld eingibt, leuchtet dieses rot auf und ein Klick auf „Weiter“ wird von einer Fehlermeldung begleitet. Tippfehler kann man so ganz gut vermeiden.

Daneben gibt es natürlich noch eine Menge anderer Sachen, auf die man achten muss. Zum Beispiel Frageformulierungen. Neben der eigentlichen Frage („Wie alt sind Sie?“) muss immer noch eine zusätzliche Ausfüllanweisung gegeben werden („Bitte geben Sie Ihr Alter als ganze Zahl an.“) und dann gegebenenfalls auch noch einen Hilfstext („Beispiel: 32“).

Solange man nur demographische Daten wie Alter und Geschlecht abfragt, ist die eigentliche Formulierung der Frage allerdings noch relativ einfach. Schwieriger wird es bei Fragen, mit denen man nicht nur leicht messbare Daten erheben möchte, sondern zum Beispiel Meinungen zu einem Thema. Je nachdem, wie man die Frage formuliert, beeinflusst man nämlich das Antwortverhalten.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 14, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 14, 2014

100 erste Tage an der Uni

Mit alten Zweifeln ins neue Jahr?

Es ist Nachmittag, die Sonne scheint. Ich sitze im Café Central meiner Uni und höre Musik. Trotzdem höre ich die Stimmen der Studentinnen am Nebentisch, die sich über ihren Neujahrsvorsatz unterhalten, endlich mehr Sport zu machen. Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt und vermutlich ist es ein bisschen früh, die erste Zwischenbilanz zu ziehen. Trotzdem kommt es mir vor, als hätte sich alles geändert – und auch wieder nicht. Das klingt nicht nur kompliziert, das ist es auch.

Manchmal frage ich mich, wie andere Studenten so in ihren WGs wohnen – und vor allem mit wem. In Bonn habe ich ja kurzzeitig mit zwei völlig Fremden zusammengewohnt und ich könnte mir niemals vorstellen, auf Dauer so zu leben. Es gibt schließlich immer irgendeinen Grund, um aneinander zu geraten, ob es nun das verdreckte Flusensieb ist oder der Müll, der überquillt. Bisher habe ich ja nur in höchsten Tönen über meine Mädels-WG gesprochen, aber inzwischen habe ich das Gefühl, dass das Problem gerade darin bestehen kann, dass man sich zu gut kennt.

Seit gut drei Monaten wohnen wir vier nun in unserer Studentenbude und bisher hätte es nicht besser laufen können. Es gab weder Streit darüber, wer zuerst ins Bad darf, noch wer als nächstes den Vorrat an Klopapier aufstocken muss. Alles schien perfekt – doch vielleicht war das ja ein wenig zu viel eitel Sonnenschein?

Manchmal muss einfach eine Bombe platzen, doch wieso müssen es gerade unsere engsten Freunde sein, die diese Lawine ins Rollen bringen? Es heißt, ein Freund ist ein Mensch, der dich mag, obwohl er dich kennt. Hm, leider bedeutet das auch, dass ein Freund deine schlimmsten Macken kennt und somit genau weiß, wie er dich verletzen kann. Und da sind sie wieder, die Selbstzweifel. Irgendwas muss schließlich dran sein an den Dingen, die einem die beste Freundin an den Kopf knallt, oder?

Inzwischen sind gut zwei Wochen seit unserem freundschaftlichen GAU vergangen und das Leben in der WG fühlt sich für mich auf einmal irgendwie angespannt an. Manchmal sollte man wahrscheinlich vorsichtig mit seinen Lobhudeleien sein, denn die Dinge ändern sich viel schneller, als man denkt. Ein klärendes Gespräch muss her, das weiß ich, aber eigentlich hasse ich solche Dinge. Ich kann besser schreiben als reden. Das weiß auch meine Freundin und somit hatte sie einen weiteren meiner wunden Punkte getroffen. Aber egal, wie das ausgehen wird, eine Sache habe ich mir geschworen: Mein Neujahrsvorsatz wird sein, nicht mit den alten Zweifeln weiterzumachen.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Jan 13, 2014
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Jan 13, 2014

100 erste Tage an der Uni

Stresszember und Arbeitsnachten

Der Kalender sagt es ist Dezember, die meisten Türchen des Adventskalenders sind auch schon geöffnet und nachdem ich letzte Woche schon einmal alleine auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken war, bin ich in den nächsten Tagen gleich zweimal mit Freundinnen zum gemeinsamen Geschenkeshoppen verabredet.

Die Adventszeit ist für mich eigentlich immer die schönste Zeit des Jahres. Ich liebe es, mir Gedanken zu machen, was man wem schenken könnte, Päckchen liebevoll einzupacken, Weihnachtskarten zu schreiben oder einfach nur durch die Straßen zu schlendern und die vielen Lichter an den Fenstern zu sehen. Ich könnte den ganzen Tag nichts anderes tun, als Gedanken an Weihnachten zu verschwenden, nur leider gibt es da etwas, das sich Uni nennt …

Germanistik und Soziologie sind beides eigentlich Studienfächer, die zumindest im Vergleich eher wenig Aufwand bereiten. Nur kommt jetzt im Dezember alles zusammen: In den letzten Wochen musste ich zwei Referate halten, zwei Tests bearbeiten, einen Essay schreiben, eine Fragestellung für das Projekt in „Online-Befragungen“ entwickeln, die noch immer nicht fertig ist.

Dazu kommen die typischen vorweihnachtlichen Aufgaben wie Zimmer aufräumen, viele kleine Sachen für meine Weihnachtspäckchen kaufen, Briefe schreiben, die genau wie die Päckchen natürlich auch pünktlich abgeschickt werden müsse. Ich muss mit meinem Freund absprechen, wann wir uns an den Weihnachtsfeiertagen bei wem treffen, Plätzchen habe ich auch noch nicht gebacken und die Einladungen zum Weihnachtsteetrinken häufen sich ebenfalls.

Es ist vielleicht meine eigene Schuld, dass ich den Friseurtermin und das Treffen zum Kochen mit Freunden auch genau in diese Wochen gelegt habe, aber der Geburtstag einer Freundin, der Weihnachtsmarktbesuch mit dem Tutorium und das Klassentreffen waren nun wirklich nicht zu verschieben.

Sollte Weihnachten nicht eigentlich ruhig und besinnlich sein? Eigentlich schon. Aber eigentlich haben wir auch noch nicht Weihnachten und sobald ich am 24. Dezember ruhig und besinnlich mit der Familie Geschenke auspacken kann, werde ich den Stress der letzten Wochen bestimmt vergessen haben.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Dec 20, 2013
Autor: Janna
Rubrik: studium
Dec 20, 2013