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100 erste Tage an der Uni

T E A M (Teil 1)

Gruppenarbeiten sind schon eine tolle Erfindung. Man teilt sich die Arbeit, ergänzt sich gegenseitig und hat immer einen Ansprechpartner, der vom Thema Ahnung hat. Das ist zumindest die Theorie. In der Praxis hatte das eigentlich bisher auch immer sehr gut geklappt. In der Schule bestand mein übliches Gruppenarbeitsteam bis zur zehnten Klasse in der Regel immer aus demselben gut zusammen passenden Dreiergespann und mehrfach kam statt einem Referat gleich ein Film dabei heraus, man hatte ja Zeit, Motivation und das Thema war so interessant! Auch in der Oberstufe und jetzt in der Uni waren meine Referats- oder Arbeitspartner eigentlich immer Leute, mit denen man gut zusammen arbeiten konnte.

Nun, die Zeiten haben sich geändert. Die Aufgabe: ein Umfrageprojekt. Die Teilnehmer: fünf Soziologie-Studentinnen. Die Aufgaben-Verteilung: nicht gleichmäßig.

Die anderen in meinem Team verstehen unter dem Begriff eher „Toll, ein anderer macht’s“, sodass bisher der Großteil der Arbeit an mir hängen blieb. Das Thema, die Thesen, die abzufragenden Bereiche wurden noch in der Gruppe besprochen. Bei der Erstellung der Fragen hat sich auch noch jede beteiligt. Doch schon bei der ersten Besprechung mit dem Dozenten hatte ich das Gefühl, mit meinem Team nicht unbedingt einen Glückstreffer gelandet zu haben. Leider mussten wir den Sprechstunden-Termin etwas überziehen, um noch alle seine Anmerkungen zu unserem Fragenkatalog loszuwerden. Während ich eifrig mitschrieb, packte eine Mitstudentin nach der anderen ihre Sachen ein und verdrückte sich. Gut, eine von uns musste die halbe Stunde Überziehungszeit opfern und warum sollten fünf weitere Leute Busse und Bahnen verpassen? Damit waren die Probleme in unserem Team aber nicht gelöst …

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Feb 7, 2014

100 erste Tage an der Uni

Sex, Drugs und Rock'n'Roll (Teil 2)

Während ich mit den demographischen Daten kämpfte, erstellten die anderen aus meinem Team Fragen zu unseren Überthemen Alkohol, Zigaretten, Drogen, Sex und Beziehungen. Und ganz ehrlich: Fragen zu erstellen, ist schon ziemlich schwierig! Selbst bei den demographischen Daten, die doch eigentlich relativ einfache Antworten voraussetzen, war ich mehrfach unsicher. Ein offenes Feld bei der hauptberuflichen Tätigkeit wäre möglicherweise nicht anonym genug. Aber wie heißen die einzelnen Berufsgruppen? Schüler, Student und Azubi waren noch recht einfache Antwortmöglichkeiten, aber der Rest… Und in welchen Bevölkerungs-Intervallen ist die Angabe der Stadtgrößen sinnvoll? Fragen über Fragen, die anschließend noch mit dem Dozenten abgesprochen werden mussten.

Letztendlich konnten wir den Fragebogen in vier Hauptteile unterteilen. Der erste Teil lag in meinem Zuständigkeitsbereich. Hier ging es um Alter, Geschlecht und Bildungsstand. Im nächsten Teil ging es ums Rauchen. Wir wollten dabei auch die Hintergründe beleuchten und ein Vertrauensverhältnis zu den Befragten aufbauen – und natürlich auch alle Möglichkeiten der Software ausschöpfen. Der dritte Teil befasste sich mit Alkohol, im vierten Teil ging es um das heikelste Thema: die ersten sexuellen Erlebnisse. Ein kleines Gewinnspiel, bei dem man einen zehn-Euro-Gutschein gewinnen konnte, rundete unseren ersten eigenen Fragebogen ab.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 29, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 29, 2014

100 erste Tage an der Uni

Lieblingsseminar

Auch wenn ich Germanistik mit Leidenschaft studiere, muss ich zugeben, dass die Veranstaltungen, die ich in diesem Semester für Soziologie belege, die interessanteren sind. In „Das deutsche Bildungssystem“ diskutieren wir jede Woche neunzig Minuten lang mit einem extrem coolen Prof über Themen, für die damals im Pädagogik-Unterricht nicht so viel Zeit blieb wie ich mir gewünscht hätte.

Mein Highlight aber: „Online-Befragungen zu Themen der gesellschaftlichen Partizipation“. Schon die Methoden-Vorlesung im letzten Studienjahr fand ich ziemlich interessant – im Seminar jetzt gibt es die Möglichkeit, alles Gelernte auch noch praktisch anzuwenden. Ziel der Veranstaltung ist es, einen Fragebogen für eine Online-Befragung zu erstellen, um eine selbstgewählte These zu überprüfen.

Dafür mussten wir zuerst der Umgang mit entsprechenden Programm lernen. Bei Textfeldern kann man zum Beispiel angeben, welche Antworten gegeben werden sollen. Fragt man beispielsweise nach dem Alter der Person und setzt die Ausfüllanweisung hinzu, dass das Alter als ganze Zahl angegeben werden soll, ist es sinnvoll, die Option „Nur Zahlen“ auszuwählen. Wenn der Befragte jetzt einen Buchstaben oder ein Sonderzeichen in das Textfeld eingibt, leuchtet dieses rot auf und ein Klick auf „Weiter“ wird von einer Fehlermeldung begleitet. Tippfehler kann man so ganz gut vermeiden.

Daneben gibt es natürlich noch eine Menge anderer Sachen, auf die man achten muss. Zum Beispiel Frageformulierungen. Neben der eigentlichen Frage („Wie alt sind Sie?“) muss immer noch eine zusätzliche Ausfüllanweisung gegeben werden („Bitte geben Sie Ihr Alter als ganze Zahl an.“) und dann gegebenenfalls auch noch einen Hilfstext („Beispiel: 32“).

Solange man nur demographische Daten wie Alter und Geschlecht abfragt, ist die eigentliche Formulierung der Frage allerdings noch relativ einfach. Schwieriger wird es bei Fragen, mit denen man nicht nur leicht messbare Daten erheben möchte, sondern zum Beispiel Meinungen zu einem Thema. Je nachdem, wie man die Frage formuliert, beeinflusst man nämlich das Antwortverhalten.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 14, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 14, 2014