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100 erste Tage an der Uni

Lieblingsseminar

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

14.01.2014

Auch wenn ich Germanistik mit Leidenschaft studiere, muss ich zugeben, dass die Veranstaltungen, die ich in diesem Semester für Soziologie belege, die interessanteren sind. In „Das deutsche Bildungssystem“ diskutieren wir jede Woche neunzig Minuten lang mit einem extrem coolen Prof über Themen, für die damals im Pädagogik-Unterricht nicht so viel Zeit blieb wie ich mir gewünscht hätte.

Mein Highlight aber: „Online-Befragungen zu Themen der gesellschaftlichen Partizipation“. Schon die Methoden-Vorlesung im letzten Studienjahr fand ich ziemlich interessant – im Seminar jetzt gibt es die Möglichkeit, alles Gelernte auch noch praktisch anzuwenden. Ziel der Veranstaltung ist es, einen Fragebogen für eine Online-Befragung zu erstellen, um eine selbstgewählte These zu überprüfen.

Dafür mussten wir zuerst der Umgang mit entsprechenden Programm lernen. Bei Textfeldern kann man zum Beispiel angeben, welche Antworten gegeben werden sollen. Fragt man beispielsweise nach dem Alter der Person und setzt die Ausfüllanweisung hinzu, dass das Alter als ganze Zahl angegeben werden soll, ist es sinnvoll, die Option „Nur Zahlen“ auszuwählen. Wenn der Befragte jetzt einen Buchstaben oder ein Sonderzeichen in das Textfeld eingibt, leuchtet dieses rot auf und ein Klick auf „Weiter“ wird von einer Fehlermeldung begleitet. Tippfehler kann man so ganz gut vermeiden.

Daneben gibt es natürlich noch eine Menge anderer Sachen, auf die man achten muss. Zum Beispiel Frageformulierungen. Neben der eigentlichen Frage („Wie alt sind Sie?“) muss immer noch eine zusätzliche Ausfüllanweisung gegeben werden („Bitte geben Sie Ihr Alter als ganze Zahl an.“) und dann gegebenenfalls auch noch einen Hilfstext („Beispiel: 32“).

Solange man nur demographische Daten wie Alter und Geschlecht abfragt, ist die eigentliche Formulierung der Frage allerdings noch relativ einfach. Schwieriger wird es bei Fragen, mit denen man nicht nur leicht messbare Daten erheben möchte, sondern zum Beispiel Meinungen zu einem Thema. Je nachdem, wie man die Frage formuliert, beeinflusst man nämlich das Antwortverhalten.

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