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100 erste Tage an der Uni

Sex, Drugs & Rock'n'Roll

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

24.01.2013

Um eine Umfrage zu erstellen, muss man sich erst einmal überlegen, was man mit dieser Umfrage erreichen will. Mit welchem Thema soll sich die Umfrage befassen? Diese Frage war zum Glück relativ schnell geklärt: Nach einer Abstimmung fielen „unterschiedliche Kleidungsstile“ und „soziale Ungleichheit“ raus und zu den Themen „Homophobie“ und „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“ bildete sich jeweils ein Team.
Während sich das Team „Homophobie“ einen Fragebogen überlegte, um ihre These „Je gebildeter ein Mensch ist, desto weniger homophob ist er“ zu überprüfen, befasste sich mein Team „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“ mit dem „Einstiegsalter“ zu diversen Sachen. Unsere These lautete: „Früher wurde signifikant später damit angefangen, zu rauchen, Alkohol zu trinken, feste Beziehungen einzugehen und so weiter.“

Nachdem wir diese These aufgestellt hatten, brauchten wir natürlich Fragen, um sie überprüfen zu können. Ich hatte mir ein vermeintlich einfaches, aber dennoch wichtiges Gebiet ausgesucht: die demographischen Daten. Neben Daten wie Geschlecht und Alter wollte ich auch den Schulabschluss, die hauptberufliche Tätigkeit, die Stadtgröße oder den Familienstand der Probanden erheben. Wofür das gut ist, wenn die eigentliche These sich doch nur aufs Alter bezieht? Damit man Kontrollvariablen hat. Es könnte schließlich beispielsweise herauskommen, dass man aus den erhobenen Daten ablesen kann, dass jüngere Befragte früher das erste Mal Alkohol getrunken haben als ältere Befragte. Wenn man sich dann allerdings zusätzlich die Stadtgröße ansieht, stellt man fest, dass alle jüngeren Befragten aus Dörfern mit weniger als 8.000 Einwohnern kommen, während die älteren Befragten alle in Großstädten oder Millionenstädten leben. Und schon besteht die Möglichkeit, dass die Ergebnisse auch auf die Stadtgröße und nicht nur auf das Alter zurückzuführen sind.

 

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