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100 erste Tage an der Uni

Oder doch Medizin?

Medizin. Lange war das mein Plan gewesen, eigentlich von der ersten bis einschließlich zehnten Klasse, doch irgendwie hatte mich in der Oberstufe dann Physik mehr gepackt und ich hatte mich über gar nichts anderes informiert. Also wurde es ein Physikstudium. Mit fortschreitendem Studium allerdings wuchsen die Zweifel. Ein, zwei Blicke wurden zur Seite geworfen, bis ich schließlich einen Großteil der Zeit darauf verwendete, mich über alle möglichen Studiengänge zu informieren. Zugegeben, etwas spät, diese Einsicht.

Dann eines Tages, packte mich der Gedanke: „Oder vielleicht doch lieber Medizin?“ Sobald mich diese Idee einmal erfasst hatte, ließ sie mich auch nicht mehr los, spukte ständig in meinem Kopf herum. Die ziemlich breit gefächerte naturwissenschaftliche Basis sowie die Aussicht, Menschen tatsächlich helfen zu können, erschienen mir immer attraktiver. Außerdem die – vielleicht etwas engstirnige – Ansicht, als Mediziner wenigstens noch mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, während man als Physiker letztlich vor wissenschaftlichen Rechenprogrammen sitzt und Daten auswertet. Von meiner Familie wurde ich bestärkt, kein Wunder, mit einem Arzt als Vater. Auch der komplette Rest meiner Verwandtschaft arbeitet irgendwie in medizinischen Einrichtungen, wobei das Spektrum hier sehr breit gefächert ist.

Also beschloss ich die Sache: Kurz vor Bewerbungsschluss sendete auch ich meine Unterlagen an hochschulstart.de, ehemals ZVS. Das ist nötig, da die Medizin-Studienplätze zentral vergeben werden.

Das bange Warten kommt nun, zum 12. Februar weiß ich frühestens, ob mein Abi-Schnitt noch für eine Auswahl durch die Abiturbestenquote ausreicht. Da dies allerdings knapp wird, ist es wahrscheinlicher, dass ich erst im März einen Bescheid erhalte, wenn es ganz hart wird sogar erst Anfang April. Wohin es dann geht, steht noch in den Sternen. Ich werde aber wohl sehr spontan eine Wohnung finden müssen, nachdem die Vorlesungen bereits Mitte April beginnen. Aber sich da jetzt schon zu stressen hilft auch nichts. Von daher sehe ich dem Ganzen gelassen entgegen und hoffe einfach auf das Beste.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jan 29, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jan 29, 2013

100 erste Tage an der Uni

Sex, Drugs & Rock'n'Roll

Um eine Umfrage zu erstellen, muss man sich erst einmal überlegen, was man mit dieser Umfrage erreichen will. Mit welchem Thema soll sich die Umfrage befassen? Diese Frage war zum Glück relativ schnell geklärt: Nach einer Abstimmung fielen „unterschiedliche Kleidungsstile“ und „soziale Ungleichheit“ raus und zu den Themen „Homophobie“ und „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“ bildete sich jeweils ein Team.
Während sich das Team „Homophobie“ einen Fragebogen überlegte, um ihre These „Je gebildeter ein Mensch ist, desto weniger homophob ist er“ zu überprüfen, befasste sich mein Team „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“ mit dem „Einstiegsalter“ zu diversen Sachen. Unsere These lautete: „Früher wurde signifikant später damit angefangen, zu rauchen, Alkohol zu trinken, feste Beziehungen einzugehen und so weiter.“

Nachdem wir diese These aufgestellt hatten, brauchten wir natürlich Fragen, um sie überprüfen zu können. Ich hatte mir ein vermeintlich einfaches, aber dennoch wichtiges Gebiet ausgesucht: die demographischen Daten. Neben Daten wie Geschlecht und Alter wollte ich auch den Schulabschluss, die hauptberufliche Tätigkeit, die Stadtgröße oder den Familienstand der Probanden erheben. Wofür das gut ist, wenn die eigentliche These sich doch nur aufs Alter bezieht? Damit man Kontrollvariablen hat. Es könnte schließlich beispielsweise herauskommen, dass man aus den erhobenen Daten ablesen kann, dass jüngere Befragte früher das erste Mal Alkohol getrunken haben als ältere Befragte. Wenn man sich dann allerdings zusätzlich die Stadtgröße ansieht, stellt man fest, dass alle jüngeren Befragten aus Dörfern mit weniger als 8.000 Einwohnern kommen, während die älteren Befragten alle in Großstädten oder Millionenstädten leben. Und schon besteht die Möglichkeit, dass die Ergebnisse auch auf die Stadtgröße und nicht nur auf das Alter zurückzuführen sind.

 

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 24, 2013
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 24, 2013

100 erste Tage an der Uni

NCs und andere Ungerechtigkeiten

Ja, ich weiß, zur Uni gehen heißt, sich selbst um das zu kümmern, was man möchte. Aber trotzdem habe ich heute mal wieder das Gefühl, dass man mir mehr unter die Arme hätte greifen sollen.

Woran das liegt? Nun, an meinem Ergänzungsfach. Wie ich schon erzählt habe, studiere ich Germanistik als Kernfach und Soziologie als Ergänzungsfach. Mit Germanistik bin ich mehr als zufrieden, ich liebe meine Seminare und Tutorien und die Vorlesungen eignen sich – auch wenn sie langweilig sind – zumindest zum Erledigen von anderen wichtigen Aufgaben (längst fällige Briefe schreiben, Mittelhochdeutsch üben, malen).

Nur mit Soziologie werde ich nicht wirklich warm. Ich hatte mich auch eigentlich für Kommunikations- und Medienwissenschaften als Ergänzungsfach beworben, Soziologie war mehr eine Spontanentscheidung, als ich mich im Internet beworben hatte. Man kann sich ja nicht für genug Fächer bewerben. Eigentlich hatte ich ja Linguistik als Plan B für das Ergänzungsfach angepeilt, aber mir dann gedacht, dass das womöglich etwas zu nah am Germanistik-Themengebiet läge und mir den Spaß an der ganzen Sache nehmen könnte. Also Soziologie, weil ich für Kommunikations- und Medienwissenschaft nicht zugelassen wurde.

Mittlerweile finde ich es einfach nur schade. Eine meiner Unifreundinnen studiert „MeKoWi“ im Ergänzungsfach und was sie so davon erzählt, klingt einfach nur furchtbar interessant und genau wie das, was ich eigentlich machen möchte. Im Gegensatz dazu ist mein Soziologie-Grundkurs zwar okay, aber jetzt auch nicht so überragend toll, dass ich nicht darauf verzichten würde. Die Vorlesung zu Soziologie kann ich außerdem leider nicht besuchen, weil sie sich mit einer Germanistikvorlesung überschneidet. Und die dritte Vorlesung, Methodik, haben die Soziologen mit Politikwissenschaftlern und „MeKoWis“ zusammen.

Was mich an der ganzen Situation stört, sind nun zwei Sachen:

1. Die Tatsache, dass ich nicht für das Fach zugelassen wurde, das ich eigentlich als Ergänzungsfach studieren wollte. Laut Internet lag der NC für das Ergänzungsfach Kommunikations- und Medienwissenschaften bei 1,8. Mein Notendurchschnitt lag bei 2,0. Ja, ich weiß, ich bin selbst daran schuld, dass ich keinen besseren Schnitt habe. Könnte ich noch einmal Abi machen, würde ich Vieles anders machen.

2. In den Weihnachtsferien habe ich erfahren, dass man theoretisch sein Ergänzungsfach wechseln kann. Ein Mädchen aus meinem Soziologie-Grundkurs, die eigentlich Anglistik und Soziologie studiert, möchte in den Sozialwissenschafts-Bachelor wechseln und besucht deswegen neben den Soziologie- und Anglistikveranstaltungen noch die für Sozialwissenschaft notwendigen anderen Fächer.

Bei mir hätte sich das eigentlich auch angeboten. Ich habe keinen besonders vollen Stundenplan, könnte die nötigen Veranstaltungen also besuchen und zum zweiten Semester wechseln. Mittlerweile ist das erste Semester allerdings fast vorbei, die vorlesungsfreie Zeit rückt näher und ich habe keine Chance mehr, Credit Points in den wichtigen „MeKoWi“-Veranstaltungen zu bekommen. Ich werde mich an die Studienberatung wenden müssen.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 18, 2013
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 18, 2013