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100 erste Tage an der Uni

(Sub)Optimales Zeitmanagement

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich in Sachen Zeitmanagement nicht das beste Vorbild bin. Eigentlich ist das sogar noch ziemlich euphemistisch ausgedrückt, ein „niemand, aber wirklich niemand sollte sich an mir orientieren“ wäre wohl passender. Ich erledige Sachen grundsätzlich auf den letzten Drücker, meine Hausarbeit vergangenes Jahr war um halb fünf Uhr morgens am Abgabetag fertig geschrieben und alle Essays, Protokolle und sonstige Aufgaben, die für Beteiligungsnachweise nötig waren, habe ich immer erst in der letzten Woche der Semesterferien in Angriff genommen – und das auch nur unter viel Gejammer und Ausrufen wie „ich kann das nicht“ und „warum habe ich nicht früher angefangen?“

Die letzte Februarwoche dieses Jahres war jedoch offensichtlich der Beweis dafür, dass mein Zeitmanagement doch funktioniert. Am Mittwoch hatte ich die erste mündliche Prüfung meiner Studienzeit. Die Prüfungsanmeldung war pünktlich abgegeben, das Thema (Homeschooling) mit dem Dozenten besprochen, die Ferien fingen an … und damit die nicht-vergessen-Phase. „Ja, ich muss mich ja noch auf meine Prüfung vorbereiten, ich geh demnächst mal in die Bib“ war wohl einer der häufigsten Sätze, die meine Mitmenschen von mir zu hören bekamen – ohne dass ich konkrete Pläne für einen Bibliotheksbesuch hatte, die Zeit bis zur Prüfung war ja noch lang. Etwas mehr Druck bekam ich, als mich eine Mail aus dem Sekretariat des betreffenden Dozenten erreichte: „Uns liegt die erste Hausaufgabe nicht vor, die zum Erwerb eines Beteiligungsnachweises vorliegen muss. Bitte reichen Sie die Fehlende bis zum 28.02.14 elektronisch ein.“

Jetzt war ein neuer Spruch mein Mantra: „Ich will ja mit dem Lernen anfangen, aber ich mag vorher noch diese blöde Hausaufgabe machen. Ein Essay über ‚Stiftungen im Vergleich‘, das ist so langweilig, ich kann mich überhaupt nicht motivieren, da irgendetwas für zu tun.“

Mit dieser Haltung brachte ich anderthalb weitere Wochen herum, bis ich feststellte, dass die Prüfung wirklich näher rückte und ich langsam wenigstens mit der Literaturrecherche anfangen sollte – ein Handout mit meiner Sekundärliteratur war schließlich eine Woche vor der Prüfung fällig. Zum Glück hatte ich die tolle Idee, einfach die Literaturliste der Homeschooling-Wikipediaseite in den ULB-Katalog einzugeben und fand so ausreichend Bücher, von denen immerhin nur eins entliehen war. Ich habe das Handout erstellt und pünktlich abgegeben und so kam das Wochenende vor der Prüfung.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 11, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 11, 2014

100 erste Tage an der Uni

Blinder Passagier (Teil 2)

Nach der Vorlesung ging es weiter in Richtung Mensa, doch der Ansturm zwischen den Veranstaltungen war so enorm, dass wir uns vorerst dazu entschieden, einen kleinen Abstecher in die Stadt zu machen. Danach war es in der Mensa schon deutlich leerer, sodass wir an den Kassen nicht ewig anstehen mussten. Die Platzsuche gestaltete sich dennoch schwierig. Wir quetschten uns letztendlich an einen Tisch und waren umgeben von einer Horde Chinesen und anderen Erasmus-Studenten. Mein Freund erlitt einen Kulturschock mittleren Ausmaßes.

Da half auch die anschließende Semantik-Vorlesung nicht mehr viel. Sein Bild über mein Studentenleben war fertig. Es ist aber auch witzig, wenn man sich bewusst wird, dass die Dozentin in schlimmstem spanischen Akzent auf Englisch über semantische Prozesse inklusive Lamda-Funktionen referiert und dabei wie ein Flummi von der einen zur anderen Seite des Hörsaals hüpft. Für Außenstehende muss sich das wirklich wie Mandarin anhören.

Als wir um vier Uhr am nachmittags dann wieder zu Hause waren, ließ sich mein Begleiter fix und fertig auf mein Sofa fallen und meinte, er sei vollkommen geplättet. Tja, so ist es nun mal, das süße Studentenleben!

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Mar 6, 2014
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Mar 6, 2014

100 erste Tage an der Uni

TEAM (Teil 2)

Es ging schließlich darum, die Umfrage mithilfe einer Software zu erstellen. Die Fragen meines Teils hatte ich mir schnell überlegt und zum Teil auch schon digital erstellt. Den Fragenkatalog stellte ich meinen Teamkolleginnen in der eigens dafür eingerichteten Facebook-Gruppe mit der Bitte zur Verfügung, möglichst schon weiter zu arbeiten, weil ich nicht wusste, ob ich mit all meinen Fragen rechtzeitig zur nächsten Sitzung fertig werden würde. Zwei Tage später hatte sich der Fragebogen noch um keine weitere Frage erweitert. Etwas sauer machte ich mich daran, die Fragen meiner Mitstreiter einzustellen und bat am Tag vor der Sitzung erneut um Hilfe. Wie bisher – keine Reaktion.

Weiterhin etwas verstimmt besprach ich am nächsten Tag quasi alleine mit dem Dozenten den in einer Nachtschicht fertig gestellten Fragebogen, während meine Teammitglieder sich hauptsächlich damit beschäftigten, im Internet zu surfen. Das Projekt lag mir jedoch am Herzen, deswegen arbeitete ich seine Änderungsvorschläge allein ein, um den Bogen anschließend ins Feld zu geben. Wir hatten ausgemacht, dass jeder von uns den Fragebogen bei Facebook posten würde, aber irgendwie war ich die einzige, die den Link in ihren Status nahm und offenbar auch die einzige, die die Statistik verfolgte und sich darum kümmerte, jeden im Umfeld dazu zu zwingen, den Fragebogen zu bearbeiten. Nach mehrfacher Erinnerung nahm EINE der anderen den Link am vorletzen Feldtag noch in ihren Status, mehr kam nicht.

Auch die Auswertung funktionierte im Wesentlichen nach dem Schema: Dozent erklärt vorne, was wie geklickt werden muss. Janna und eine Kollegin aus ihrem Team versuchen, genau das nachzuklicken. Die anderen drei reden. Wie genau wir die Auswertung bis zur letzten Sitzung hinbekommen wollen, weiß ich nicht, ich weiß nur, dass ich sie nicht komplett erstellen werde.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Feb 27, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Feb 27, 2014