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100 erste Tage an der Uni

Procrastinatio acuta

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

03.04.2014

Die vorlesungsfreie Zeit neigt sich dem Ende zu und all das, was ich in den letzten Wochen vor mir hergeschoben habe, macht sich plötzlich bemerkbar. Jetzt heißt es, schnell die letzten Essays, Hausarbeiten und Aufgabenblätter bearbeiten, damit alles fristgerecht erledigt werden kann. Und gerade in dieser letzten angespannten Zeit leiden gefühlt alle Studenten an derselben Krankheit: „procrastinatio acuta“.

Zum Krankheitsbild zählt vor allem die Vernachlässigung zu erledigender Aufgaben zu Gunsten angenehmerer Sachen. Symptome dieser Krankheit sind nicht klar definiert, erhöhter Konsum elektronischer Medien und fachfremder Literatur gehört jedoch meist dazu. Häufiger anzutreffen sind Phrasen wie „Eigentlich müsste ich gerade lernen, aber…“ oder „Ach scheiß drauf, Hauptsache bestanden“.

Besonders häufig sind von dieser Krankheit Studenten in der vorlesungsfreien Zeit sowie in Klausurenphasen betroffen, Schüler werden des Öfteren während des Abiturs befallen. Selbst berufstätige Personen sind offenbar nicht davor gefeit, gerade wenn sie bei ihrer Arbeit Abgabefristen einhalten müssen. Merkwürdigerweise sind die sonst besonders krankheitsanfälligen Risikogruppen kleine Kinder und alte Leute die einzigen, bei denen „procrastinatio acuta“ äußerst selten auftritt.

Einen sicheren Vorsorgeschutz gibt es bisher noch nicht, da noch nicht ganz sicher ist, wodurch „procrastinatio acuta“ hervorgerufen wird. Bekannt ist derzeit nur, dass es sich weder um einen Virus, noch um eine bakterielle Infektion handelt. Experten vermuten, dass es sich um eine Erkrankung des Gehirns handelt. Erste Tests mit elektronischen Stimulationen sind geplant, falls die Krankheit genauer lokalisiert werden kann.

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