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100 erste Tage an der Uni

Studier doch lieber ...

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

25.04.2014

Ich liebe meine Eltern! Das ist mir in den letzten Tagen wirklich bewusst geworden. Warum? Nun, ich will versuchen, das an einem Beispiel darzustellen: Es ist Sonntag, wir sitzen beim Abendessen und jeder erzählt von seiner Woche. Mein Bruder schildert ein paar Anekdoten aus der Schule, meine Schwester berichtet von den Vorbereitungen für die Abistreiche, meine Eltern bringen das ein oder andere ein, was in ihrem Umfeld passiert ist.

„Und, Janna, wie läuft’s mit der Uni?“

„Joa, gut, den Essay hab ich ja endlich hingekriegt, jetzt freu ich mich ehrlich gesagt schon auf den Semesterbeginn.“

„Musst du jetzt noch was Wichtiges machen?“

„Ja, die Hausarbeit, die ist bis Juni fällig. Aber da kümmere ich mich erst ab nächster Woche drum. Und die andere Hausarbeit. Aber da konnte ich hoffentlich mit dem Essay schon eine Grundlage schaffen.“

„Schön. Wir finden es toll, wie du dich da so um alles kümmerst! Wenn du noch Hilfe brauchst, sag Bescheid, wobei wir dich unterstützen können.“

Wenn ich von Kommilitonen höre, dass ihre Eltern dafür plädieren, dass sie „was Ordentliches“ studieren sollten und das Studium nicht ganz ernst nehmen, finde ich das nicht in Ordnung. Eltern sollten doch eigentlich vorbehaltlos hinter einem stehen. Ganz besonders, wenn man sein Studium ernst nimmt, vernünftig dafür lernt und sich auch um Praktika kümmert, damit man nach dem Bachelor oder Master nicht ohne Berufserfahrung dasteht. Es gibt genug Leute, die sich bewusst für ein Germanistik- oder Soziologiestudium entschieden haben, weil sie gezielt einen Beruf anstreben. Von daher, liebe Eltern: Unterstützt eure Kinder, lasst sie das studieren, was sie wollen, und helft ihnen lieber dabei, sich für den einen oder anderen Weg zu entscheiden, als das Studium schlecht zu reden.

Und Mama und Papa: Danke, dass ihr für mich da seid.

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