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100 erste Tage an der Uni

Modulfragen (Teil 2)

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

06.06.2014

Mediävistik habe ich ebenfalls in die engere Wahl gezogen. Beim Einführungstutorium im ersten Semester kündigte meine Tutorin an: „Alle denken immer, Mediävistik sei so scheiße, aber eigentlich ist das cool!“ Sie hatte recht. Es mag nicht jedermanns Sache sein, sich ein Semester lang mit Mittelhochdeutsch zu befassen – mir hat es Spaß gemacht, ich fand es wie Latein in verständlich – aber mit den richtigen Seminaren und den richtigen Dozenten kann es auf jeden Fall Spaß machen. Wer hätte gedacht, dass man Tristan und Isolde so gut diskutieren kann? Und klar, es ist ziemlich viel Drumherum, bis die beiden überhaupt einander begegnen, aber die angesprochenen Themen sind geradezu skandalös für die damalige Zeit. Und das trifft genau meinen Geschmack. Bei Mediävistik kommt es daher ebenfalls darauf an, was für Fachmodule angeboten werden.

Ähnlich sieht es mit Kommunikation der Schriftlichkeit und Mündlichkeit aus. Über mein Radio-Moderations-Seminar hatte ich ja bereits im letzten Jahr zwei begeisterte Blog-Artikel geschrieben, „Rede-Rhetorik“ und „Gesprächsführung“ waren auch nicht uninteressant – auch wenn ich gerade wieder prokrastinierend den Vergleich der Rhetorik von Adolf Hitler und dem NPD-Politiker Udo Pastörs für meine Hausarbeit vor mir herschiebe. Allerdings hat dieses Modul seinen Namen kürzlich zu „Theorie und Geschichte der mündlichen und schriftlichen Kommunikation“ geändert, was nicht nur langweiliger klingt, sondern auch langweiliger ist. Diejenigen meiner Kommilitonen, die das Modul erst in diesem Studienjahr gewählt haben, hatten deutlich uninteressantere und vor allem auch weniger praxisbezogene Seminare zur Auswahl als ich damals. Von daher bin ich auch hier unsicher, ob dieser Bereich sich als Fachmodul eignet.

Letztendlich wird es eine Entscheidung sein, die darauf fußt, welche Seminare angeboten werden – und bis Herbst ist ja zum Glück auch noch eine Weile Zeit.

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