interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Filmproduktion (Teil 2)

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

09.07.2014

Wir haben also den Schauplatz hergerichtet, um das Ganze dramatischer zu gestalten. Ein Passant, der einen Stock betrachtet und diesen eigentlich seinem Hund zuwirft, wird als Experte dargestellt und so live, wie die Moderatorin tut, ist der Beitrag auch nicht. Um den Film lustiger zu gestalten, bauten wir noch ein paar schräge Charaktere ein. Die arrogante Moderatorin, die die ganze Zeit nach ihrer kaugummikauenden Visagistin ruft, den gelangweilten Kameramann, der als einziger die Ruhe selbst ist, und meine Rolle: Die Praktikantin, die die ganze Zeit nur am Handy hängt.

Am zweiten Tag begann dann die Umsetzung. Auch wenn wir einige Szenen grob geplant hatten, haben wir relativ frei gespielt. Es machte ziemlich viel Spaß und aus der einen oder anderen Situation entstanden weitere Gags, die sich prima einbauen ließen: Zum Beispiel die Regieassistentin, die – wie man aus der „Making-Of“-Kamera sieht – einen Ast über die Moderatorin hält, sodass es in der „richtigen“ Kamera aussieht, als würde sie unter einem Baum stehen. Uns war es wichtig, den Film nicht zu ernst zu nehmen. Er sollte weniger tiefgründig sein als die Filme, die wir bisher gesehen hatten.

Der dritte Seminartag eine Woche später war zwar regnerisch, aber das störte uns wenig, die Dreharbeiten waren schließlich abgeschlossen. Während Hannah in einem Raum das Material schnitt, nahmen Aida, Sabrina, Johanna und ich in einem anderen Raum Musik für eine Zeitraffersequenz und den Abspann auf. Vorher und zwischendurch haben wir immer mal wieder beim Schneiden zugeguckt und beraten. „Nehmen wir diesen Take oder doch den anderen?“ – „Kann man hier nicht schneiden?“ – „Die Zwischensequenz passt vielleicht besser an den Anfang.“

Um fünf Uhr war der Film endlich fertig und auch wenn wir das Bildmaterial mittlerweile auswendig kannten, mussten wir bei der finalen Vorführung immer noch lachen. Ob das nur daran lag, dass wir beim Dreh dabei waren und die Gedanken dahinter kannten, oder der Film wirklich lustig ist, wird sich dann wohl zeigen, wenn ich ihn mir in ein paar Wochen auf DVD abholen und mit meiner Familie und meinen Freunden anschauen kann.

Diesen Artikel teilen