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100 erste Tage an der Uni

Prüfungsstress

Autor:
Noelle

Rubrik:
studium

04.08.2014

Es ist der letzte Tag der Vorlesungszeit, doch von Ferien ist bei mir noch nicht viel zu spüren. Ganz im Gegenteil: Ich fühle mich müde und gestresst.

Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber diesmal habe ich das Gefühl, das Semester war besonders hart. Nicht nur wegen meinem vollen Stundenplan und der vielen verschiedenen Themenbereiche, auf die ich mich einlassen musste (und da war von Shakespeare über Syntax bis Sprachpraxis wirklich alles dabei!). Dieses Mal sitzen mir besonders die Prüfungen im Nacken. Ich bin zwar nicht die schlechteste Studentin, aber jetzt kommt es mir zum ersten Mal so vor, als wäre ich kurz davor, richtig zu versagen.

Als ich vor einigen Wochen meiner Mutter verkündete, dass ich sehr wahrscheinlich durch die mündliche Englischprüfung durchfallen werde, war sie richtig geschockt. Wie könnte ich ihr das auch verübeln? Bisher habe ich es immer noch irgendwie durch alle Prüfungen geschafft – mal besser und mal schlechter. Aber wenn ich an das Oral Competence Exam denke, bekomme ich das Gefühl, zu meiner eigenen Exekution zu gehen. Und meine Zweifel kommen nicht von ungefähr: Ich mag Englisch, war in der Schule immer eine der Besten. Zwar still, wenn es darum ging, etwas zu sagen, aber inhaltlich immer ganz weit vorne. Und genau das wird mir jetzt zum Verhängnis. Im Gegensatz zu mir waren nämlich 90 Prozent meiner Kommilitonen nach der Schule mindestens ein Jahr im Ausland oder sind sogar dort aufgewachsen. Da kann ich schlichtweg nicht mithalten und da ich sowieso lieber lese oder schreibe statt rede … Es heißt ja immer, man soll sein Bestes geben, und das werde ich auch. Leider wird es dieses Mal jedoch nicht reichen, und das fühlt sich schon ziemlich mies an.

Aber es ist nicht nur die mündliche Englischprüfung, die mir Sorgen bereitet. Da gibt es nämlich auch noch so ein kleines, fieses Modul, das sich „Introduction to Syntactic Theory“ nennt. Letztes Semester dachte ich schon, Semantik wäre schwer. Darüber kann ich jetzt nur noch lachen, genau wie über die 1,7, mit der ich das Modul abschloss.

Immerhin bin ich nicht die Einzige, der es so ergeht. Obwohl das auch nur ein schwacher Trost ist. Aber auch wenn ich weiß, dass im Oktober der ganze Stress von vorne losgeht, wiegt der Gedanke an ein paar unifreie Wochen alles auf.

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