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100 erste Tage an der Uni

Auf Umwegen zur Einführungsveranstaltung

Vergangene Woche war die offizielle Einführungsveranstaltung zu meinem Studium an der Fernuniversität in Hagen. In meinem Fall fand sie in Frankfurt statt. Grundlegende Fragen hatte ich zu dem Zeitpunkt zwar keine, jedoch war ich angemeldet und freute mich, meine Kommilitonen kennenzulernen.

Da ich gerne Auto fahre, beschloss ich, auf diese Weise nach Frankfurt zu kommen. Den Schauergeschichten aus meinem Bekanntenkreis schenkte ich keine Beachtung: Von kilometerlangen Staus war die Rede, Verkehrschaos und rücksichtslosen Autofahrern. Gut gelaunt stieg ich an dem Morgen ins Auto, fuhr auf die Autobahn und alles lief problemlos bis ich kurz vor dem Ziel auf einer fünfspurigen Autobahn doch im Stau stand... Jedenfalls kam ich rechtzeitig im Regionalzentrum an. Etwas Neues habe ich an diesem Tag zwar nicht gelernt, aber ich traf eine ehemalige Klassenkameradin wieder und konnte ein paar neue Kontakte knüpfen.

Nach der dreistündigen Veranstaltung musste ich natürlich auch wieder aus dem Großstadtdschungel Frankfurt hinaus, dafür hatte ich extra mein Navi mitgenommen. Nur leider interessierte das meine Heimreise wenig bis gar nicht, die Route wurde gefühlte 30 Minuten lang berechnet. Nun gestaltet es sich schwierig bis unmöglich, in einer Großstadt eine Stelle zum Halten zu finden, wenn man sie mal dringend braucht. Ich weiß wirklich nicht, wie oft ich an diesem Tag angehupt worden bin.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Oct 23, 2014
Autor: Nele
Rubrik: studium
Oct 23, 2014

100 erste Tage an der Uni

Der frühe Vogel ...

… fängt den Wurm. So heißt es in dem allseits bekannten Sprichwort. Und weil ich mir ja vorgenommen hatte, in Zukunft nicht alles auf den letzten Drücker zu erledigen, wollte ich die Wochen zwischen den Klausuren und der Anmeldung für die mündliche Prüfung und die Hausarbeit dafür nutzen, ein wenig in Richtung meines neuen Plan A zu recherchieren. Der sieht nämlich vor, dass ich in ein paar Jahren am Gymnasium unterrichte.

Ich will in Nordrhein-Westfalen bleiben, das stand von Anfang an fest, und hier gibt es elf Unis, die Lehramt für Mathe und Deutsch anbieten: Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Dortmund, Duisburg-Essen, Köln, Münster, Paderborn, Siegen und Wuppertal. Nach eingehender Betrachtung von Lage, Erreichbarkeit und Qualität der Unis (laut Zeit-Studienranking und Mundpropaganda), kristallisierten sich für mich zwei Favoriten heraus: Bonn und Münster. Die Internetseite der Uni Bonn bescheinigte mir dank eines Tests immerhin eine 87-prozentige Eignung für ein Mathe-Studium, ein Besuch bei der dortigen Studienberatung sollte alle weiteren Fragen klären. So die Theorie, die sich ja bekanntlich leider immer von der Praxis unterscheidet.

Versuch 1: Janna fährt anderthalb Stunden lang nach Bonn. Bei der Studienberatung bringt sie ihr Anliegen vor, woraufhin ihr die Studienberaterin einen Flyer in die Hand drückt und auf das BZL, das Bonner Zentrum für Lehrerbildung, verweist, das leider an diesem Tag schon zu hat. Janna bedankt sich und fährt anderthalb Stunden lang wieder nach Hause.

Versuch 2: Janna fährt anderthalb Stunden lang nach Bonn. Nach einem Labyrinth aus Gängen und Büros im Gebäude des BLZ findet sie die passende Ansprechpartnerin, die ihr in fünf Minuten sagt, sie solle doch bitte einfach den Hinweis auf der Website lesen und sei viel zu früh. Vor Mai 2015 könne man noch gar nichts sagen. Janna bedankt sich und fährt dank diverser Zugausfälle und Verspätungen drei Stunden lang nach Hause.

Die Moral von der Geschichte: Manchmal ist eine genauere Recherche im Netz zeitsparend. Und vielleicht fängt der frühe Vogel zwar den Wurm, hätte aber trotzdem länger schlafen können, weil der Wurm später auch noch da gewesen wäre.

Einenhalb Stunden Bahnfahrt nach Münster habe ich mir daher fürs Erste gespart, eine Studienberatung dort plane ich Anfang nächsten Jahres. Dafür beginne ich ab Schuljahresbeginn damit, eine geeignete Schule für ein Eignungspraktikum in den nächsten Semesterferien zu suchen. Ich möchte herausfinden, ob der Lehrerberuf wirklich etwas für mich ist und möglichst alle Barrieren aus dem Weg räumen.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Aug 15, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Aug 15, 2014

100 erste Tage an der Uni

Prüfungsstress

Es ist der letzte Tag der Vorlesungszeit, doch von Ferien ist bei mir noch nicht viel zu spüren. Ganz im Gegenteil: Ich fühle mich müde und gestresst.

Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber diesmal habe ich das Gefühl, das Semester war besonders hart. Nicht nur wegen meinem vollen Stundenplan und der vielen verschiedenen Themenbereiche, auf die ich mich einlassen musste (und da war von Shakespeare über Syntax bis Sprachpraxis wirklich alles dabei!). Dieses Mal sitzen mir besonders die Prüfungen im Nacken. Ich bin zwar nicht die schlechteste Studentin, aber jetzt kommt es mir zum ersten Mal so vor, als wäre ich kurz davor, richtig zu versagen.

Als ich vor einigen Wochen meiner Mutter verkündete, dass ich sehr wahrscheinlich durch die mündliche Englischprüfung durchfallen werde, war sie richtig geschockt. Wie könnte ich ihr das auch verübeln? Bisher habe ich es immer noch irgendwie durch alle Prüfungen geschafft – mal besser und mal schlechter. Aber wenn ich an das Oral Competence Exam denke, bekomme ich das Gefühl, zu meiner eigenen Exekution zu gehen. Und meine Zweifel kommen nicht von ungefähr: Ich mag Englisch, war in der Schule immer eine der Besten. Zwar still, wenn es darum ging, etwas zu sagen, aber inhaltlich immer ganz weit vorne. Und genau das wird mir jetzt zum Verhängnis. Im Gegensatz zu mir waren nämlich 90 Prozent meiner Kommilitonen nach der Schule mindestens ein Jahr im Ausland oder sind sogar dort aufgewachsen. Da kann ich schlichtweg nicht mithalten und da ich sowieso lieber lese oder schreibe statt rede … Es heißt ja immer, man soll sein Bestes geben, und das werde ich auch. Leider wird es dieses Mal jedoch nicht reichen, und das fühlt sich schon ziemlich mies an.

Aber es ist nicht nur die mündliche Englischprüfung, die mir Sorgen bereitet. Da gibt es nämlich auch noch so ein kleines, fieses Modul, das sich „Introduction to Syntactic Theory“ nennt. Letztes Semester dachte ich schon, Semantik wäre schwer. Darüber kann ich jetzt nur noch lachen, genau wie über die 1,7, mit der ich das Modul abschloss.

Immerhin bin ich nicht die Einzige, der es so ergeht. Obwohl das auch nur ein schwacher Trost ist. Aber auch wenn ich weiß, dass im Oktober der ganze Stress von vorne losgeht, wiegt der Gedanke an ein paar unifreie Wochen alles auf.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Aug 4, 2014
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Aug 4, 2014