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100 erste Tage an der Uni

Wie können Menschen so etwas zulassen?

Eigentlich wollte ich nur kurz etwas fürs Studium im Internet nachschlagen. Und irgendwie landete ich bei einem Video auf Facebook. Jedenfalls sitze ich hier, fassungslos. Ans Weiterstudieren ist nicht zu denken, ich muss mich dringend ablenken. Ablenken von der Frage: „Was ist aus uns geworden?“

In dem Video geht es darum, dass niemand mehr dem anderen hilft. Schlägereien werden lieber mit dem Handy gefilmt, anstatt dazwischen zu gehen. Niemand hilft einer älteren Dame mehr über die Straße. Keiner trifft sich mehr einfach so, um Gutes zu tun. Der Film ist deprimierend. Fast jedenfalls. Denn auf massenhaft unmenschliches Verhalten folgen dann doch noch die wenigen, die andere Wege gehen. Ein Mann, der einer älteren Dame doch über die Straße hilft. Jemand, der sich um einen verletzten Vogel kümmert. Menschen, die herzlich lachen. Das gibt Hoffnung.

Ich kann mich glücklich schätzen, dass es in meinem Freundeskreis eine ganze Reihe herzensgute Menschen gibt, denen selbst Fremde am Herzen liegen. Die immer fragen, ob sie helfen können und di sich am meisten über ein Lächeln freuen. Bei meinen Freunden gehen Menschen immer vor. Unser Motto ist: Mensch vor Geld, nicht Geld vor Mensch. Denn eines ist uns klar geworden: Wenn es hart auf hart kommt, kann man Geld weder essen, noch leistet es einem Gesellschaft.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Nov 20, 2014
Autor: Nele
Rubrik: studium
Nov 20, 2014

100 erste Tage an der Uni

Von Studienbriefen und Krämpfen in den Händen

Mein Studium der Kulturwissenschaften begann offiziell am ersten Oktober. Ich hatte allerdings schon früher begonnen, die Studienbriefe durchzuarbeiten, weil sie bereits Mitte September mit der Post zugestellt wurden und ich genügend Zeit hatte, mit dem Lesen zu beginnen.

Das erste Modul besteht aus vier Kursen und ich habe, wie es sich gehört, mit dem ersten Kurs angefangen. der Einführung in die Geschichtswissenschaft. Da gab es dann gleich zu Anfang sehr viel Theorie und eine Unmenge an Stoff. Ich frage mich ernsthaft, wie ich das alles lernen soll, insbesondere, da ich zwei Klausuren schreibe und dementsprechend auch die doppelte Stoffmenge zu bewältigen habe...

Mein Plan sah also folgendermaßen aus: Den Studienbrief einmal durchlesen, dabei alles Wichtige anstreichen und den Text in Sinnabschnitte unterteilen. Beim zweiten Lesen sollte dann das Erstellen eines Exzerpts folgen. Dabei hatte ich jedoch nicht bedacht, dass ich meine Exzerpte bevorzugt per Hand schreibe, da ich ungern so viel Zeit vor dem Computer verbringe. Nun ja, bei einem 200 Seiten langen Studienbrief macht das 50 bis 100 Seiten. Und von diesen Studienbriefen habe ich vier im ersten Modul. Muss ich noch etwas hinzufügen? Mir tut jetzt schon die Hand weh. Eine Planänderung muss her. Hoffentlich fällt mir bald was ein!

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Nov 7, 2014
Autor: Nele
Rubrik: studium
Nov 7, 2014

100 erste Tage an der Uni

Der Winter kündigt sich an

Vergangenes Wochenende wurde Zeit umgestellt. Seitdem ist es schon um fünf Uhr nachmittags stockdunkel. Irgendwie deprimierend. Umso besser ist es, wenn man morgens nicht aus dem warmen Bett muss, sondern gemütlich liegen bleiben kann, während man sich dem Studium widmet.

Obwohl, so ganz stimmt das nicht. Ich hatte euch doch von meinem Kunstkurs erzählt. Dafür musste ich morgens früh raus. Und außerdem braucht mein Körper schließlich auch Bewegung. Das mag ich am Studieren eigentlich am allerwenigsten; man sitzt und liest viel zu viel. Versteht mich bitte nicht falsch: Ich liebe gute, anspruchsvolle Bücher. Aber nicht acht Stunden täglich. Genauso liebe ich körperliche Arbeit, aber eben auch nicht acht Stunden am Tag. Merkt ihr was? Ich finde unsere heutige Berufswelt viel zu einseitig. Entweder, man entscheidet sich für einen körperlich anspruchsvollen Beruf oder für einen geistig anspruchsvollen Beruf. Dazwischen scheint es fast nichts mehr zu geben.

Das Fernstudium gibt mir die Möglichkeit, diese Diskrepanz wenigstens ein bisschen auszugleichen, jedoch bin ich von einem ausgeglichenen Idealzustand noch weit entfernt. Zu meinem großen Bedauern. Das habe ich dieses Wochenende wieder gemerkt; der Kunstkurs tat mir wirklich gut. Ich musste den ganzen Tag stehen und kein einziges Wort lesen. Jetzt bin ich wieder zu Hause und kann mich ganz entspannt und motiviert wieder dem Lesen widmen. So muss es sein!

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Oct 29, 2014
Autor: Nele
Rubrik: studium
Oct 29, 2014