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100 erste Tage an der Uni

Der Winter kündigt sich an

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

29.10.2014

Vergangenes Wochenende wurde Zeit umgestellt. Seitdem ist es schon um fünf Uhr nachmittags stockdunkel. Irgendwie deprimierend. Umso besser ist es, wenn man morgens nicht aus dem warmen Bett muss, sondern gemütlich liegen bleiben kann, während man sich dem Studium widmet.

Obwohl, so ganz stimmt das nicht. Ich hatte euch doch von meinem Kunstkurs erzählt. Dafür musste ich morgens früh raus. Und außerdem braucht mein Körper schließlich auch Bewegung. Das mag ich am Studieren eigentlich am allerwenigsten; man sitzt und liest viel zu viel. Versteht mich bitte nicht falsch: Ich liebe gute, anspruchsvolle Bücher. Aber nicht acht Stunden täglich. Genauso liebe ich körperliche Arbeit, aber eben auch nicht acht Stunden am Tag. Merkt ihr was? Ich finde unsere heutige Berufswelt viel zu einseitig. Entweder, man entscheidet sich für einen körperlich anspruchsvollen Beruf oder für einen geistig anspruchsvollen Beruf. Dazwischen scheint es fast nichts mehr zu geben.

Das Fernstudium gibt mir die Möglichkeit, diese Diskrepanz wenigstens ein bisschen auszugleichen, jedoch bin ich von einem ausgeglichenen Idealzustand noch weit entfernt. Zu meinem großen Bedauern. Das habe ich dieses Wochenende wieder gemerkt; der Kunstkurs tat mir wirklich gut. Ich musste den ganzen Tag stehen und kein einziges Wort lesen. Jetzt bin ich wieder zu Hause und kann mich ganz entspannt und motiviert wieder dem Lesen widmen. So muss es sein!

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