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100 erste Tage an der Uni

Das erste Seminar

Voller Vorfreude fuhr ich vor einiger Zeit zur ersten Präsenzveranstaltung in meinem Studium. Es gibt jedes Semester eine Reihe an Veranstaltungen, wovon man eine oder mehrere auswählen kann, falls sie thematisch interessant erscheinen. Im gesamten Studium muss ich mindestens drei dieser Seminare besuchen, empfohlen werden allerdings mehr. Für das erste Semester hatte ich mir „Einführung in die Geschichtswissenschaft“ ausgesucht, da ich optimal auf die Klausur im März vorbereitet sein wollte und dachte, diese Veranstaltung wäre dazu da, das Wissen, welches mir durch die Studienbriefe vermittelt worden war, anzuwenden und zu vertiefen.

Die Veranstaltung fand in Hagen statt, direkt in den Räumen der Fernuniversität. Eine ine gute Möglichkeit, sich den Campus einmal genau anzusehen. Davor hatte ich jedoch schon eine Sache gelernt: Mit meinem Studentenausweis darf ich die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen. Ein älterer Kommilitone machte mich darauf aufmerksam. Schon da machte sich die „Vielfalt“ der Studierenden bemerkbar: Der Mann war um die 60 Jahre alt. Bei dem Seminar kam es jedoch leider nicht wirklich zu einer Wiederholung des klausurrelevanten Stoffes. Hauptsächlich wurden die Fachbereiche vorgestellt. Ein Großteil des Seminars war für meinen Geschmack viel zu trocken, ich hätte mir ein bisschen mehr Praxis gewünscht. Vielleicht waren meine Erwartungen aber auch einfach zu hoch.

Wirklich erfreulich war hingegen der Austausch mit meinen Kommilitonen, die aus ganz Deutschland (und dem Ausland) angereist kamen. Normalerweise läuft der Kontakt nur über das Internet, was ziemlich unpersönlich ist. Jetzt kann ich den Namen wenigstens Gesichter zuordnen. Und manche werde ich sicherlich irgendwann mal wieder sehen.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jan 29, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jan 29, 2015

100 erste Tage an der Uni

Pflichtpraktikum

In diesem Beitrag geht es um mein studentisches Pflichtpraktikum, das ich nächstes Semester absolvieren möchte. Dabei stellen sich mir drei Hürden in den Weg, die es zu überwinden gilt: Ich möchte einen Praktikumsplatz zu finden, der

1. für vier Wochen vergeben wird,

2. zum dazugehörigen Praxismodul passt,

3. nicht todsterbenslangweilig ist.

1. Die meisten Praktika werden für einen längeren Zeitraum ausgelegt, meistens ein paar Monate. Das wäre an sich gar nicht schlimm, wenn ich mir bei der Organisation meines Studiums über den Weg trauen würde (ich muss quasi nebenbei noch für eine Klausur lernen).

2. Im Fernstudium gibt es einige Module, bei denen die Möglichkeit besteht, eine „praxisbezogene Hausarbeit“ zu schreiben. Einfach ausgedrückt: man kann/darf/soll, wenn man das Modul belegt hat, sein Pflichtpraktikum machen. Allerdings muss das Praktikum thematisch passen. In einem Modul zu mittelalterlichen Familienkonstellationen wird es schwer, ein Praktikum in der Öffentlichkeitsarbeit unterzubringen. Bei einem Modul zur politischen Geschichte des 20. Jahrhunderts hingegen wäre die Arbeit in einem Museum, das sich ausschließlich mit der Antike befasst, fehl am Platz.

3. Die meisten Praktika haben einen nicht unerheblichen Anteil an Büroarbeit. Leider. Weswegen ich mich mal nach „alternativen Praktikumsplätzen“ umgesehen habe. Allerdings weiß ich noch nicht, wie ich die meinen Professoren verkaufen soll, wenn mich die Betriebe tatsächlich nehmen. Mich interessieren zum Beispiel Praktika in einer Schokoladenfabrik, in einer Wildkräutergärtnerei, bei einem Magazin, das sich ausschließlich Filmen widmet, im Kino und, und, und. Natürlich habe ich mich aber auch bei den „normalen“ kulturwissenschaftlichen Einrichtungen beworben. Mal sehen, was es am Ende wird.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jan 23, 2015

100 erste Tage an der Uni

Ein Ausgleich muss her!

Ich kann meinen Computer nicht mehr sehen – mein Rücken schmerzt, die Augen und der Kopf tun weh und ich bin regelrecht aggressiv… Manchmal macht mich dieser Studiengang auch unglücklich. Ich schreibe und lese wirklich gerne, aber in diesem Studium ist es einfach zu viel. Und leider geht das in der Berufswelt wohl auch so weiter. Hauptsächlich sind Kulturwissenschaftler nämlich im Büro tätig. Das kommt für mich nicht in Frage. Und auch Journalistin erscheint mir nicht mehr besonders erstrebenswert – man verbringt einfach zu viel Zeit vor dem Bildschirm. Am liebsten wäre ich Forscherin, Gärtnerin, Tierärztin, Psychologin, Künstlerin, Dichterin – und zwar alles auf einmal. Klingt utopisch? Ist es in unserer hochspezialisierten Welt auch. Aber so bin ich halt. Wenn ich etwas zu oft mache, übt es irgendwann keinen Reiz mehr auf mich aus, ganz gleichgültig, worum es sich handelt. Aber gut, jammern bringt nichts.

Jedenfalls musste dringend ein Ausgleich her. Ich gehe zwar regelmäßig schwimmen, jedoch vertrage ich das Chlor in unseren öffentlichen Schwimmbädern nicht besonders gut, weshalb ich nicht zu oft schwimmen gehen kann. Schließlich bin ich auf den Weltladen in meiner Stadt gestoßen. Dort wird fair gehandelte Ware verkauft. Die Erzeuger können von ihrem Lohn leben und die Arbeitsbedingungen sind auch nicht gefährlich. Es gibt Nahrungsmittel, Textilien und Schmuck aus aller Herren Länder. Aus Afrika, Asien und Südamerika. Da der Weltladen von einem Verein betrieben wird, arbeitet jeder dort ehrenamtlich. Der erwirtschaftete Profit kommt gemeinnützigen Produkten zugute.

Die überwiegend älteren Ehrenamtlichen waren überaus glücklich, dass sich eine 20-jährige Studentin für die Arbeit im Laden interessiert, und somit war die Bewerbung reine Formsache. Nun bin ich also ehrenamtliche Mitarbeiterin in einem Weltladen und ich muss sagen: Es macht mir großen Spaß!

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jan 14, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jan 14, 2015