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100 erste Tage an der Uni

Ein Ausgleich muss her!

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

14.01.2015

Ich kann meinen Computer nicht mehr sehen – mein Rücken schmerzt, die Augen und der Kopf tun weh und ich bin regelrecht aggressiv… Manchmal macht mich dieser Studiengang auch unglücklich. Ich schreibe und lese wirklich gerne, aber in diesem Studium ist es einfach zu viel. Und leider geht das in der Berufswelt wohl auch so weiter. Hauptsächlich sind Kulturwissenschaftler nämlich im Büro tätig. Das kommt für mich nicht in Frage. Und auch Journalistin erscheint mir nicht mehr besonders erstrebenswert – man verbringt einfach zu viel Zeit vor dem Bildschirm. Am liebsten wäre ich Forscherin, Gärtnerin, Tierärztin, Psychologin, Künstlerin, Dichterin – und zwar alles auf einmal. Klingt utopisch? Ist es in unserer hochspezialisierten Welt auch. Aber so bin ich halt. Wenn ich etwas zu oft mache, übt es irgendwann keinen Reiz mehr auf mich aus, ganz gleichgültig, worum es sich handelt. Aber gut, jammern bringt nichts.

Jedenfalls musste dringend ein Ausgleich her. Ich gehe zwar regelmäßig schwimmen, jedoch vertrage ich das Chlor in unseren öffentlichen Schwimmbädern nicht besonders gut, weshalb ich nicht zu oft schwimmen gehen kann. Schließlich bin ich auf den Weltladen in meiner Stadt gestoßen. Dort wird fair gehandelte Ware verkauft. Die Erzeuger können von ihrem Lohn leben und die Arbeitsbedingungen sind auch nicht gefährlich. Es gibt Nahrungsmittel, Textilien und Schmuck aus aller Herren Länder. Aus Afrika, Asien und Südamerika. Da der Weltladen von einem Verein betrieben wird, arbeitet jeder dort ehrenamtlich. Der erwirtschaftete Profit kommt gemeinnützigen Produkten zugute.

Die überwiegend älteren Ehrenamtlichen waren überaus glücklich, dass sich eine 20-jährige Studentin für die Arbeit im Laden interessiert, und somit war die Bewerbung reine Formsache. Nun bin ich also ehrenamtliche Mitarbeiterin in einem Weltladen und ich muss sagen: Es macht mir großen Spaß!

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