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100 erste Tage an der Uni

Vom Mitfahren

Beim ersten Blick auf die Preisliste der Deutschen Bahn erschrak ich ganz schön. Fuhr ich in Tschechien noch für 30 Euro durch die ganze Republik und zurück nach Prag – erster Klasse versteht sich – wollte nun die Deutsche Bahn Unmengen an Geld für meine Reisekette, die da lautete: Kühlungsborn/Ostseestrand (Familienurlaub) – Frankfurt a. M. (Zwischenübernachtung) – Heidenheim a. d. Brenz (FSJ Abschlussseminar vom Deutschen Roten Kreuz) – Halle an der Saale (Home, sweet home). Also suchte ich nach Alternativen und wurde bei einer Mitfahrzentrale fündig. Also los, dachte ich mir, das probierst du mal aus!

Mein Fahrer kommt fast pünktlich zum vereinbarten Treffpunkt an der Autobahnauffahrt Wismar Mitte. Er heißt Daniel und muss erstmal eine rauchen. Laut seinem Profil ist er jung und festivalbegeistert. Kommt hin. 30 Kröten nimmt er für die Wismar-Frankfurt-Tour – da kann man nichts sagen! Der Beifahrersitz und der Platz hinten rechts sind schon belegt. An der Windschutzscheibe klebt das iPhone, zeigt den Weg und spielt allerheftigsten Deutsch-Rap über das Autoradio ab. Ich nehme Platz. Man unterhält sich halbwegs locker. Der silbergraue Škoda Octavia, sagt Daniel, ist nun schon 13 Jahre alt. Sein altes Auto hatte er loswerden müssen, denn dort hatte es reingeschneit.

Wir fahren den Hamburger Bahnhof an. Mitfahrerwechsel. Zwei junge Damen ersetzen die anderen beiden und schnurstracks geht es wieder auf die Autobahn und in den ersten von unzählbar vielen folgenden Staus. Daniels Fahrweise lässt sich am besten mit „jugendlich“ beschreiben. Er benutzt Schimpfwörter und schüttelt permanent den Kopf. Dennoch fühle ich mich erstaunlich wohl.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Aug 18, 2015
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Aug 18, 2015

100 erste Tage om der Ausbildung

Hallo!

Mein Name ist Ferdinand. Ich bin vergangenen Mittwoch 20 Jahre alt geworden und mit Bloggen hatte ich bis vor einem Jahr nicht viel zu tun. Ich habe mein Abi gemacht, in der Freizeit Theater gespielt und im Chor gesungen. Dinge, die man eben so macht. Was ich studieren wollte, davon hatte ich überhaupt keine Vorstellung. Irgendwas mit Theater vielleicht. Oder Medien? „Aber gehe ich doch einfach erst einmal ins Ausland und sehe dann weiter“, dachte ich mir. Ich wollte etwas von der Welt sehen, raus aus dem alten Trott und vielleicht auch mich selbst ein bisschen finden.

Und so ist es dann auch gekommen. Ab September habe ich in einem Altersheim in Hostivice, einem Vorort von Prag, ein FSJ gemacht, das mir der Aalener Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes vermittelt hat. Dabei habe ich auch das Bloggen für mich entdeckt. Auf meinem privaten Blog berichtete ich von meiner Arbeit, vom Leben in Prag und von meinen zahlreichen Reisen. Ich wollte besondere Momente und meine Gedanken mit Freunden und Verwandten teilen. Und das tat ich dann auch. Ich schrieb über neue Freude und das Alleinesein, vom Ankommen in einem neuen Alltag, von Kutschen in Wien, Nachtbussen nach Warschau, einem Taiwaner in Bratislava und einem Bergdorf im Kaukasus. Und ganz viel über Tschechien: von Ústí nad Labem im Nordwesten bis Ostrava im Osten. Ich fand viel Gefallen an der ganzen Geschichte: Das Schreiben und Jonglieren mit den Worten macht mir Spaß. Und ich finde es toll, nach der Veröffentlichung Rückmeldungen zu bekommen. Nun bin ich auf der Suche nach einer Möglichkeit, dieses Hobby weiterzuführen.

Seit Kurzem wohne ich nämlich wieder in Deutschland. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, wie es weiter gehen soll. Sehr viele. An den Theater-Unis wurde ich nicht angenommen und so werde ich nun in Leipzig Westslawistik mit Hauptfach Tschechisch studieren. In diesem Blog könnt ihr mich auf meinem Weg an die Uni begleiten. Außerdem möchte ich vom Studieren berichten und euch einen Eindruck von meinem Studienalltag vermitteln. Wie ist das, in eine andere Stadt zu ziehen? Wo werde ich wohnen? Wie werde ich Leute kennenlernen? Darüber hinaus werde ich von (höchstwahrscheinlich) vielen kommenden Abenteuern und Reisen nach Tschechien berichten und hoffe, dass ich damit bei euch das Interesse für unseren östlichen Nachbarn wecke.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Aug 4, 2015
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Aug 4, 2015

100 erste Tage an der Uni

Wie man erfolgreich eine Prüfung über den Haufen wirft

Ich weiß nicht, wie das bei Studiengängen an „normalen“ Hochschulen läuft, nehme aber mal an, man bekommt die Prüfungsform (Hausarbeit, mündliche Prüfung oder Klausur) vorgeschrieben. An der Fernuniversität kann man die jeweilige Prüfungsform größtenteils selbst festlegen, solange man sich an allgemeine Vorgaben hält. Für dieses Semester hatte ich zwei Klausuren geplant und auch beim Prüfungsamt angemeldet.

Mit der Bearbeitung des ersten Moduls war ich Anfang Dezember fertig, sodass ich den Stoff bis zur Klausur im März nur noch wiederholen muss. Dann begann ich die Studienbriefe des zweiten Moduls „Geschichte der Schriftkultur“ zu lesen. Dabei stellte sich heraus, dass mich die meisten Themen überhaupt nicht interessieren und dass es ganz schön viel zu lernen ist. Ich fühlte mich komplett überfordert. Und da ich in diesem zweiten Modul keine Klausur schreiben muss, unterhielt ich mich im dazugehörigen Fernuni-Forum mit einer Professorin über andere Prüfungsmöglichkeiten. Sie legte mir eine mündliche Prüfung ans Herz. Allerdings machen mich mündliche Prüfungen immer furchtbar nervös, da ich in solchen Situationen sehr schüchtern bin, weswegen ich mich kurzerhand entschloss, eine Hausarbeit anzufertigen.

In einer Nacht- und Nebelaktion suchte ich also nach einem passenden Hausarbeitsthema und landete schließlich im Frühmittelalter bei Karl dem Großen. Dann meldete ich mich von der Klausur ab und die Hausarbeit an, was Gott sei Dank völlig problemlos klappte, weil die Ummeldefrist noch nicht abgelaufen war. Seitdem habe ich eine Fragestellung ausgearbeitet und feile momentan an meinem Exposé, das ich abgeben muss, bevor ich die Hausarbeit von mindestens fünfzehn Seiten schreiben darf.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Feb 4, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Feb 4, 2015