interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Wohnungssuche

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

31.08.2015

Wenn man ein Studium in einer anderen Stadt beginnt, steht man früher oder später vor der Frage, wo man denn eigentlich wohnen will. Da ich kein allzu großer Freund von Wohnheimen bin und auch das Pendeln für mich nicht infrage kommt, beschloss ich, mit einer Freundin aus Schulzeiten, die ebenfalls nach Leipzig geht, eine WG zu gründen. Soweit, so gut.

Heutzutage nach einer Wohnung zu suchen, ist eigentlich wirklich kein Problem. Man macht den Computer an, stöbert auf den einschlägigen Seiten umher, verschickt ein paar E-Mails und schon hat man die ersten Besichtigungstermine im Kalender stehen. Doch schlussendlich war die Wohnung, die wir zunächst für den absoluten Hit hielten, gar nicht so toll: Das dritte Zimmer war viel zu klein, der Stil passte gar nicht und der Markler übergoss uns die ganze Zeit mit seinen schleimigen Gedanken über die Schönheit Leipzigs und der Architektur „Osteuropas“ und der „Tschechoslowakei“. Das ging gar nicht!

Unsere Traumwohnung haben wir nun auf ganz einfachem Wege gefunden: per Mund-zu-Mund-Propaganda. Wie altmodisch ist das denn? Meine zukünftige Mitbewohnerin kannte jemanden, der jemanden kannte, der wiederum jemanden kannte, der von seinem Vermieter hörte, dass in seinem Haus gerade eine Wohnung frei ist. Lage, Ausstattung und die Atmosphäre sind perfekt, ein schönes 30er-Jahre Haus – natürlich mit Balkon. Nur die Miete müssen wir noch ein bisschen drücken. Und einen Mitbewohner finden!

Und das ist gar nicht mal so einfach. Eine Anfrage auf „WG-Gesucht“ mit netten Texten und ein paar Bildern einzustellen, ist noch nicht das Problem. Das Problem ist die Bewältigung des darauf folgenden E-Mail-Ansturms. Die Leute kommen von überall aus der Bundesrepublik und ihre Geschichten klingen alle so spannend! Ich will sie am liebsten alle kennenlernen und mit allen gemeinsam wohnen! Aber das geht natürlich nicht, wir wollen schließlich eine WG und kein Hotel starten! Aber ich mir sicher: Wir werden den oder die Richtige/n noch finden und eine super WG haben! Nach dem Abenteuer Prag beginnt nun also das nächste Kapitel „Raus von Zuhaus“. Leipzig, ich komme!

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.