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100 erste Tage an der Uni

Die ersten Herausforderungen an der Uni

Mittlerweile kenne ich mich in der neuen Uni, in der Bibliothek, im Hörsaal und in den Cafeterien der Mensa schon ganz gut aus. Auch die Fachschaft, die ich schon in meinem letzten Blogeintrag erwähnt habe, ist eine große Hilfe. Unabhängig von den Vorlesungen bieten sie ein Tutorium für alle Studenten an. Dort bekommen wir die Möglichkeit, zu fragen, wie man Klausuren schreibt, wie eine Hausarbeit verfasst wird und wie man sich in der Bibliothek zurechtfindet. Die große Frage, mit der sich jede Jurastudentin und jeder Jurastudent beschäftigt, ist die nach den besten Lehrbüchern. Zwar haben wir in Heidelberg eine wunderschöne Bibliothek, aber zu wenige Bücher für alle Jurastudenten. Wenn ein paar Bücher dann da sind, sind sie meist nicht aktuell. Sich alle Bücher käuflich zu erwerben ist auch nicht einfach, denn ein Lehrbuch kostet 30 Euro. Davon brauche ich jeweils mindestens eins für Strafrecht, Zivilrecht und Verfassungsrecht. Die meisten Professoren haben für ihr Fach auch ein eigenes Buch geschrieben, das ich mir besorgen müsste, denn darauf basieren meist ihre Vorlesungen. Aber das wichtigste ist, dass ich selbst zur Bibliothek gehe, mir die Bücher anschaue und mir klar werden muss, mit welchem Buch ich am besten arbeiten kann. Ich finde, das hört sich zwar absolut paradox an, aber die Chemie zwischen Buch und Leser muss stimmen.

Beunruhigend finde ich es auch, dass ich nach der zweiten Vorlesung nur 30 Prozent davon im Gedächtnis behalten habe. Die Professoren meinten, das wäre normal, aber gleichzeitig müsste man die Vorlesung eine Stunde vor- und eine Stunde nachbereiten. In den ersten Wochen ist es wahrscheinlich noch nicht ganz so schlimm, da der größte Teil noch aus der Einführung ins Fach besteht. Hilfreich sind auch die angebotenen Arbeitsgruppen. Dort wird mit Examinierten, Promovierenden und wissenschaftlichen Hilfskräften in einer kleinen Gruppe der Stoff noch einmal aufbereitet und es werden gemeinsam Fälle gelöst. Für die jungen Studentinnen und Studenten wird also bestens gesorgt.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Oct 30, 2015
Autor: Bo
Rubrik: studium
Oct 30, 2015

100 erste Tage an der Uni

Ersti-Woche

Seit einer Woche kann ich mich endlich stolze Heidelberger Jura-Studentin nennen. Zur Orientierung und zum Kennenlernen der Kommilitonen haben wir in der Ersti-Woche bei eisigen Temperaturen eine Stadtrallye gemacht und auf dem Universitätsplatz gegen ein Gesetzbuch geboxt. Natürlich habe ich auch in der ersten Woche schon vierstündige Vorlesungen und Einführungen hinter mich gebracht und werde oftmals von der schieren Masse der neuen Informationen erschlagen.

Mit fast 300 neuen Menschen diese Zeit zu erleben ist eine sehr intensive und spannende Erfahrung, denn noch sind alle hochgradig motiviert und aufgeregt. Die Professoren bringen keine große Erleichterung, wenn sie in absoluter Ehrlichkeit die nächsten Jahre aufzeichnen und auch die hohen Anforderungen dieses Studiums nennen. Als ein Professor in einem Nebensatz seiner Vorlesung erwähnte, dass wir in der zwölfwöchigen vorlesungsfreien Zeit zwei Hausarbeiten mit einem Aufwand von je vier Wochen bewältigen müssten, mussten erst einmal alle tief schlucken.

Nach diesen harten Brocken war es einfach nur toll, von der Fachschaft liebevoll bemuttert zu werden. Es gab Frühstück, ein Info-Programm und ermunternde Gespräche. Den Anschluss zu finden, wurde uns immer wieder gesagt, sei insbesondere im Jurastudium wichtig, da man sonst sehr schnell vereinsamen könne. Aber recht schnell bildeten sich Grüppchen zwischen Leuten, die gut zusammenpassten. Ich bin total froh, alle diese neuen Dinge zu erleben und so mache ich mich auch auf zu nächsten Veranstaltung!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Oct 27, 2015
Autor: Bo
Rubrik: studium
Oct 27, 2015

100 erste Tage an der Uni

"Willkommen an der Uni Leipzig"

Es war ein Montag. Mein Wecker klingelte. Ich weiß nicht mehr wann, aber auf jeden Fall viel zu früh. Ich schwang mich unter die Dusche, dann in die WG-Küche und dann auf mein Rad, um schlussendlich im Audimax zu landen. Ferdinand H. hat es tatsächlich in einen Hörsaal geschafft. Vorne erzählte ein junger Mann, wie die Fakultäten aufgebaut sind, was Leistungspunkte sind, und wie die Organisation funktioniert. Am frühen Nachmittag hörte ich mir noch die Einführung zur WLAN- und Bibliotheksbenutzung an.

Am nächsten Tag klingelte mein Wecker nicht ganz so früh. Nein, er klingelte so spät, dass ich zur Einführung der Westslawistiker, völlig verschwitzt und hechelnd, 15 Minuten zu spät hereinpolterte. Um mich herum saßen die Dozenten und meine Kommilitonen – auch wenn es von letzteren nicht so viele gibt. Nach der Vorstellungsrunde und dem gemeinsamen Durchgehen des Studienverlaufsplans war die Veranstaltung zu Ende. Und damit der offizielle Part meiner Einführungswoche.

In Leipzig gibt es seit einigen Jahren zusätzlich noch eine alternative Einführungswoche. Die Veranstaltungen tragen Namen wie „Weg mit dem Geld – Marx Grundgedanke zu einer neuen Gesellschaft“ oder „Wieso brauchen wir plurale Ökonomie?“ Ich entschied mich dazu, an einer Fahrradtour durch das alternative Leipzig teilzunehmen. Und ich war nicht der Einzige. In einer Traube von ungefähr 100 Erstsemestern brachten wir den Stadtverkehr teilweise kurzzeitig zum Erliegen. Wir besuchten einen Nachbarschaftsgarten, ein Hausprojekt und zu guter Letzt einen Platz für alternatives Wohnen. Das ist schon alles ganz spannend, aber ich denke, ich muss mich an das Leben in Leipzig erst noch gewöhnen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Oct 20, 2015
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Oct 20, 2015