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100 erste Tage an der Uni

Ersti-Woche

Der erste Tag an der Uni war für sich genommen schon eine ziemlich spannende und lustige Sache. Mit den darauffolgenden Tagen wurde aus diesem einen großartigen Tag eine ganze fantastische Woche.

Dank des schnellen Autos meiner Eltern und erfolgreicher Parkplatzsuche lief ich mit etwa 15 Minuten Verspätung zur Uni – und direkt in die wartende Menge von knapp 2.000 angehenden, aber ahnungslosen Ingenieuren hinein. Knapp fünf Minuten später hatten dann aber auch alle Erstis ihren Platz im Hörsaal gefunden.

Wir hörten eine kurze motivierende Rede vom Rektor, und schon ging die Platzsuche aufs Neue los. Diesmal wurden die Maschinenbauer von den Wirtschafts- und Rohstoffingenieuren getrennt. Mit immer noch etwa 1.200 Kommilitonen war der größte Hörsaal der Uni mit 1.043 Plätzen ziemlich deutlich überfüllt. Trotzdem ließ die Stimmung es nicht einmal ansatzweise zu, dass schlechte Laune aufkommen konnte. Schon als wir den Saal betraten, schallte uns eine ohrenbetäubende Wand aus hipper Musik entgegen. Was wir (die Erstis) bis dahin noch nicht wussten: Wir sollten nach den Eingangsworten des Rektors von unserer Fachschaft, also der Studentenvertretung des Faches Maschinenbau, begrüßt werden. Dementsprechend schwang wider Erwarten kein Professor lange Reden, sondern unsere Kommilitonen der höheren Semester hießen uns auf ihre Art herzlich willkommen. Mit ein paar lustigen Filmen, einem kurzen Theaterstück und ständigem Skandieren unsinniger, aber traditionsreicher Maschinenbau-Sprüche schufen die Studentenvertreter der Fachschaft sofort ein unglaubliches Zusammengehörigkeitsgefühl.

Um das nach der Einführungsveranstaltung nicht wieder zu verlieren, wurden wir am Ausgang in Kleingruppen eingeteilt und bekamen in diesen Kleingruppen jeweils zwei Tutoren an die Seite gestellt. Um einige nette Bekannte, einige Tipps und Tricks und einen unglaublich positiven Eindruck von der Uni reicher, fiel ich nach dem Nachmittags- und Abendprogramm unserer Kleingruppe ziemlich zufrieden ins Bett.

Die nächsten Tage liefen alle ähnlich spaßig und interessant ab. Angepasst an den studentischen Rhythmus ging kaum ein Tagesprogramm vor 10 Uhr los und war immer mit dem Ziel gestaltet, den Erstis den Einstieg und das Kennenlernen von neuen Leuten so leicht wie möglich zu machen. Insgesamt verbrachten wir so eine super organisierte und beeindruckend gut betreute erste Woche auf dem Campus. So macht Student-sein Spaß!

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Nov 2, 2015
Autor: Katha
Rubrik: studium
Nov 2, 2015

100 erste Tage an der Uni

Ahoj again

Es war ein schöner melancholischer Herbsttag und ich war wieder auf dem Weg in die Tschechische Republik. Es lässt mich einfach nicht mehr los: Dieses Land, diese Menschen und diese Erlebnisse dort.

Beim Umstieg auf dem Dresdner Hauptbahnhof traf ich einen alten Freund aus Pilsener Tagen. Auch er war bei der neunten Amtszeit des Deutsch-tschechischen Jugendforums dabei. Das JuFo ist der jüngere Ableger des Deutsch-tschechischen Gesprächsforms, einem recht wichtigen politischen Organ für die Beziehung der beiden Länder. 15 junge Menschen aus Tschechien und 15 aus Deutschland arbeiten zwei Jahre lang an einem Oberthema. Sie tauschen sich aus, organisieren Projekte und präsentieren schließlich ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit. Das Oberthema für diese Amtszeit lautet: Wo ist mein zuhause.

In Zubrnice, einem 300 Einwohner zählenden, böhmischen Dorf, trafen wir nun das erste Mal alle aufeinander. Tschechen mit vietnamesischen Wurzeln, die 19 Stunden lang aus Saarbrücken angereist waren, Bilinguale, Bayern, die noch nie etwas mit Tschechien zu tun hatten, Prager, die Germanistik studierten. Und auch frisch gebackene Leipziger, die ein Jahr lang in Tschechien lebten und nun Westslawistik studieren.

Es war ein bisschen wie auf einer großen Familienfeier, wo man die anderen an der Tafel nicht kennt, aber sich dennoch mit ihnen verbunden fühlt. Sechsmal am Tag gingen wir zusammen essen: Zum Frühstück, zum Vormittagskaffe, zum Mittagessen, zum Nachmittagstee, zum Abendbrot und zum Feierabendtrunk. Die Dorfgemeinschaft war aufgeregt und fragte sich, warum so viele junge Menschen ständig durch ihr Dorf wanderten. Zwischen den Kneipenbesuchen diskutierten wir, machten uns Gedanken, genossen den Anblick des Herbstwaldes mit den Nebelschwaden aus der Ferne, lernten die Namen der anderen und hörten uns eine Rede vom tschechischen Generalkonsul in Dresden oder einen Vortrag von Jaroslav Sonka an, einem bekannten tschechischen Politologen und Publizisten.

Als wir am Sonntag schließlich alle wieder in die verschiedensten Himmelsrichtungen zurückreisen mussten, war doch ein bisschen Melancholie dabei. Doch dazu gab es gar keinen Anlass, denn wir wussten alle, dass wir uns schon sehr bald auf dem nächsten Plenartreffen wiedersehen werden.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Oct 31, 2015
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Oct 31, 2015

100 erste Tage an der Uni

Plötzlich Urgreisin

Als ich am 3. August 1999 eingeschult wurde, war ich noch nicht ganz sechs Jahr alt und die Jüngste in meiner ersten Klasse. Dieser Umstand zog sich durch die gesamte Schulzeit, es gab nie mehr als zwei oder drei Leute in meiner Klassenstufe, die noch jünger waren als ich. Im Studium war ich weiterhin das Küken, weil ich direkt nach dem Abitur angefangen hatte zu studieren, und die Studentenschaft sich auch aus Leuten, die ein Jahr oder mehr Auszeit genommen hatten, zusammensetzte.

Die Umstellung könnte nicht extremer sein. In Bonn habe ich bislang erst zwei Erstis getroffen, die älter sind als ich, und meine neuen Unifreunde sind im Schnitt knapp drei Jahre jünger als ich, weil sie fast alle durch die G8-Schulreform ein Jahr weniger als ich bis zum Abitur brauchten. So ganz eingefunden habe ich mich noch nicht in der Rolle der Älteren. Trotzdem fühle ich mich unter den Leuten, die ich bislang kennengelernt habe, ziemlich wohl.

Der Kreis meiner engeren Freundinnen, die ich zum Großteil über eine Schreib-Community kennengelernt habe, besteht auch fast nur aus Jüngeren. Ob man jetzt 17, 18, 19 oder 21 ist, macht einen relativ geringen Unterschied, wenn wir zusammen sitzen und uns unterhalten oder etwas spielen.

Nächste Woche feiere ich meinen 22. Geburtstag, davor habe ich schon ein bisschen Angst, weil sich 22 so viel älter anhört als 21. Aber solange ich mit Menschen, die ich mag, zusammen sein kann, ist das Alter gar nicht so wichtig, wie es mir momentan vorkommt.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 31, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 31, 2015